Passagierflugzeug CIA stoppt al-Qaida-Anschlag

CIA deckt al-Qaida-Anschlag auf (Foto)
Kurz vor Osama bin Ladens Todestag wurde die Bombe entdeckt. Bild: dpa

Düstere Erinnerungen an den 11. September 2001 kommen hoch: Offenbar haben al-Qaida-Terroristen im Jemen versucht, eine Bombe in ein Passagierflugzeug zu schmuggeln, das in die USA fliegen sollte. Die CIA bekam rechtzeitg Wind - kurz vor Osama bin Ladens Todestag.

Die CIA hat in Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten einen Bombenanschlag des Terrornetzwerks al-Qaida auf ein Passagierflugzeug verhindert. Der al-Qaida-Ableger im Jemen habe geplant, eine Bombe an Bord eines in die USA fliegenden Passagierflugzeugs zu schmuggeln, berichtete die New York Times online unter Berufung auf Geheimdienstangaben.

Das Komplott sei Mitte April, als es Konturen annahm, entdeckt worden. Der Sprengsatz sei etwa eine Woche vor dem geplanten Einsatz sichergestellt worden. Ein Selbstmordattentäter sollte die Bombe unter seiner Kleidung tragen. Eine Gefahr für Flugzeuge habe jedoch nicht bestanden.

Bin-Laden-Clan
Osamas Familienalbum

Die Bombe sei zwar zeitnah zum Jahrestag des Todes des al-Qaida-Führers Osama bin Laden sichergestellt worden, jedoch gebe es keine Hinweise, dass das Komplott damit in Zusammenhang stehe, schrieb die New York Times unter Berufung auf US-Beamte. Bin Laden war vor einem Jahr in seinem pakistanischen Versteck von US-Elitesoldaten getötet worden.

Regierung des Jemen ist verärgert

Jemens Regieruns reagierte verärgert auf die Berichte. Das FBI habe bislang keine Beweise nach Sanaa weitergeleitet, sagte ein Beamter. Dieses Vorgehen schade dem Ansehen der Regierung. «Zusammenarbeit bedeutet, dass beide Seiten geheime Informationen teilen. Dies ist zwingend notwendig, wenn die USA im Krieg gegen den Terror weiterhin mit dem Jemen kooperieren wollen», wird der Beamte zitiert.

Terror
CIA verhindert al-Qaida-Attentat
Video: news.de

Westliche Regierungen bezweifeln allerdings, dass alle Führungskräfte der jemenitischen Sicherheitskräfte den Kampf gegen al-Qaida wirklich ernsthaft betreiben.

Sprengsatz hätte Sicherheitskontrollen am Flughafen passiert

Der im Jemen entwickelte Sprengkörper sei eine Weiterwicklung der sogenannten Unterhosenbombe, mit der Weihnachten 2009 ein Passagierflugzeug über der US-Stadt Detroit in die Luft gesprengt werden sollte, berichtete der Sender NBC News am Montag. Der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab wurde als sogenannter Unterhosenbomber im Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Sprengsatz sei «nicht metallisch» gewesen, hieß es in Medienberichten weiter. Deshalb wäre er auch bei den üblichen Kontrollen an Flughäfen schwer aufspürbar gewesen. Die Bombe sei im Ausland mit Hilfe von befreundeten Geheimdienstpartnern sichergestellt worden, berichtete die US-Bundespolizei FBI in einer Mitteilung. Sie würde untersucht.

Das Auffinden des Sprengsatzes sei ein weiteres Beispiel für herausragende internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus, sagte ein US-Beamter dem Sender CBS.

Al-Qaida hat im Jemen 1000 Mitglieder

Die Bombe gleiche denen, die von der al-Qaida auf der arabischen Halbinsel benutzt würden. Sie gilt als der gefährlichste al-Qaida-Ableger. Nach US-Einschätzung hat die Organisation mehr als 1000 Mitglieder im Jemen und Verbindungen zur al-Qaida-Führung in Pakistan. Die al-Qaida auf der arabischen Halbinsel sei die verantwortlich Gruppe in diesem Fall, sagte nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN ein hoher US-Beamter.

11. September
Amerika hält inne

US-Präsident Barack Obama sei über die Verschwörung im April informiert worden, sagte die stellvertretende Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, in einer Erklärung. Obama sei versichert worden, dass der Sprengsatz nie eine Bedrohung für die Öffentlichkeit dargestellt habe.

Der damals 24-jährige Abdulmutallab hatte am Weihnachtstag 2009 auf einem Flug von Amsterdam nach Detroit kurz vor der Landung versucht, seine mit Sprengstoff präparierte Unterhose zu zünden. Es entstand zwar ein Feuer, der Sprengstoff explodierte aber nicht wie geplant. Zudem überwältigten mutige Passagiere den Nigerianer. Eine Katastrophe wurde verhindert.

iwi/news.de/dpa

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Doc Evil
  • Kommentar 3
  • 09.05.2012 02:09

Angst machen mir nur die Kommentare 1 + 2. Ich glaube, die meinen das Tatsächlich.

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  • Wutbürger
  • Kommentar 2
  • 08.05.2012 13:09

Jawohl! Endlich mal wieder ein unerlässlicher Schritt hin zu einer besseren Welt, sowas zeugt von Nachhaltigkeit und Weitsicht. Allerdings frage ich mich seit nun fast einem Jahr wieso man Elitesoldaten brauchte um diesen unrasierten Hippie zu ermorden? Ich hätte das auch wunderbar mit 'nem Stock, 'nem Stein und ein bisschen Panzerband hingekriegt. Na gut, das Geld ist mir wohl durch die Lappen gegangen. Bleibt nurnoch zu sagen: Die USA haben den Hunger der Welt verringert, die Gewalt gemindet, den Terror bekämpfen sie auf ihre eigene Art und ihr Nachrichtendienst funktioniert fast wie geplant

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  • Mailyn Pelagio
  • Kommentar 1
  • 08.05.2012 11:42

Macht Ihnen die Terrorgefahr Angst? Diskutieren Sie mit!Saubere Arbeit des CIA. Der Kampf gegen die terroristen muss unvermindert weiter gegehen. Die Terroristen müssen spüren dass sie nirgens auf der Welt mehr sicher sind und genau beobachtet werden. Dieser psychologische Druck auf die Terroristen ist eher nich zu erhöhen.

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