Christian Wulff Die Schwiegermama zahlte den Sylt-Urlaub

Bargeld für Wulffs Sylt-Urlaube kam von Schwiegermutter (Foto)
Urlauber: Expräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina posieren in der Pyramidenanlage in Teotihuacan in Mexiko. Bild: dapd

Nach einem Medienbericht soll die Mutter von Bettina Wulff die umstrittenen Sylt-Aufenthalte der Wulffs finanziert haben. Die Schwiegermutter des Ex-Bundespräsidenten habe die Kosten für die Urlaube 2007 und 2008 mit Geldgeschenken beglichen.

Die Schwiegermutter von Ex-Bundespräsident Christian Wulff soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel dessen umstrittene Sylt-Aufenthalte finanziert haben. Wulffs heutige Ehefrau Bettina habe die Kosten für die Urlaube 2007 und 2008 aus Geldgeschenken ihrer Mutter beglichen, nachdem der Filmproduzent David Groenewold die Beträge zunächst ausgelegt haben soll. Das berichtete der «Spiegel» am Sonntag vorab unter Berufung auf den Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover auf Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten.

Mit dieser Darstellung der Geschehnisse verteidige sich Wulff im Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilnahme. Wulff selbst hatte stets behauptet, Groenewold die Kosten für die Urlaube in bar zurückerstattet zu haben. Laut Spiegel hegte die Staatsanwaltschaft Hannover aber Zweifel daran, weil die Rückerstattung nicht mit den Bargeldabhebungen von einem der Konten Wulffs übereinstimmte. Dies erkläre Wulff nun mit den Geldgeschenken seiner heutigen Schwiegermutter.

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Auf dapd-Anfrage wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Hans-Jürgen Lendeckel, am Sonntag keine Einzelheiten zu den laufenden Ermittlungen bekannt geben. «Wir geben den Antrag auf Aufhebung der Immunität nicht öffentlich wieder», sagte er. Bereits am Mittwoch hatte jedoch auch die Financial Times Deutschland berichtet, dass die Ermittler die Verteidigungslinie Wulffs in mehreren Punkten in Zweifel ziehen. Wulff war am 17. Februar als Bundespräsident zurückgetreten. Am tag zuvor hatte die Staatsanwaltschaft den Bundestag um Aufhebung der Immunität des Staatsoberhauptes gebeten.

Kommen Ermittler in Beweisnot?

Dem Spiegel zufolge geht aus dem Antrag unter anderem hervor, dass Bettina Wulff ein Weihnachten 2007 erhaltenes Geldgeschenk ihrer Mutter von 2.500 Euro in bar bis zu einem Sylt-Urlaub im August 2008 aufgehoben haben soll. Mit diesem Geld habe sie Groenewold die vorgestreckten Kosten von 1.540 Euro erstattet. Das Magazin berichtet, dass der Staatsanwaltschaft diese lange Aufbewahrung der Geldscheine «zumindest wirtschaftlich als unvernünftig» erscheine, da Wulffs Konten im Juli 2008 um mehr als 10.000 Euro überzogen gewesen seien.

Diese «konkreten Umstände» begründeten nach Ansicht der Staatsanwälte den Anfangsverdacht, dass Wulff tatsächlich von Groenewold «für ein allgemeines dienstliches Wohlwollen» eingeladen wurde und die Kostenerstattungen erfunden sind. Der «Spiegel» mutmaßt, dass die Darstellung Wulffs die Ermittler aber womöglich in Beweisnot bringt. Denn um ihn und Groenewold anklagen zu können, müssen sie den Nachweis führen, dass entgegen der Darstellung der Beteiligten kein Bargeld übergeben wurde.

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wam/news.de/dapd

Leserkommentare (34) Jetzt Artikel kommentieren
  • gehtnicht
  • Kommentar 34
  • 14.03.2012 18:24
Antwort auf Kommentar 33

USERS-FEHLER, KOMMENTARE VON USER JR STIMMEN HALT NICHT VOM INHALT HER!

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  • gehtnicht
  • Kommentar 33
  • 14.03.2012 18:17
Antwort auf Kommentar 31

Das der verehrte User "RAGNA./JR "nicht die hellste Kerze auf der Torte ist,ist jedem Forumteilnehmer hier unlängst bekannt!! Deshalb und seine schwachsinningen Kommentare haben,in anderen Foren zu Zensur bis hin Sperrung dieses User geführt! DIE KOMMENTARE SIND VOM INHALT-TEXT SOWAS von SCHWACHSINNIG UND UNLOGISCH,WAS BEI DIESER PERSON DIE VERMUTUNG DES GEISTIGEN UND MORALISCHEN VERFALLS ÜBERWIEGT SEINE RECHTSCHREIBFEHLER.(mache auch einige viele Rechtschreibfehler,glaub das wird aber verziehen, da die Aussage im Kommentar stimmt)

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  • Anna
  • Kommentar 32
  • 10.03.2012 12:13

Nein - er ist nicht mehr glaubwürdig. Die vielen Lügen bzgl. seiner Urlaube, Scheck für das Haus, Handy usw., usw. Sehr peinlich ist die Sache mit der Schwiegermutter. Jeder normale Mensch hätte seine Schwiegermutter nicht mit ins Boot geholt.

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