So., 26.05.13

Bundeswehr Wulff bekommt den Zapfenstreich

Christian Wulff besuchte die Truppe in Afghanistan. (Foto)
Christian Wulff besuchte die Truppe in Afghanistan. Bild: dapd

Rücktritt hin oder her, Lügen hin oder her, Reisen hin oder her: Ex-Bundespräsident Christian Wulff wird von der Bundeswehr ordnungsgemäß mit dem Zapfenstreich verabschiedet. Verteidigungsminister de Maizière bot ihm das an.

Der zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff wird am 8. März mit einem Großen Zapfenstreich der Bundeswehr feierlich verabschiedet. Das teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit.Die Zeremonie findet im Park von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, statt. Am 18. März wird dann Wulffs Nachfolger gewählt, voraussichtlich sein Gegenkandidat von 2010, Joachim Gauck.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, sagte, der Zapfenstreich für einen ausgeschiedenen Bundespräsidenten entspreche «geübter Staatspraxis». Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) habe Wulff angeboten, die Zeremonie zu organisieren, und freue sich, dass der Ex-Bundespräsident die Einladung angenommen habe.

Wulff-Satiren im Netz
Wer den Schaden hat...

Wulff habe während seiner Amtszeit eine «sehr intensive Beziehung zur Bundeswehr gepflegt», sagte Paris. Dies sei auch bei seinem Truppenbesuch in Afghanistan im vergangenen Oktober zum Ausdruck gekommen. Nach Angaben des Präsidialamtes hat Wulff während seiner Amtszeit die Bundeswehr mehr als 20 Mal besucht.

Wulff war vor einer Woche nach weniger als zwei Jahren im Amt unter massivem Druck zurückgetreten. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft in Hannover wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Seit Ende vergangenen Jahres stand der frühere niedersächsische Ministerpräsident wegen eines günstigen Privatkredits und wegen seiner Beziehungen zu reichen Unternehmern unter Druck.

Zunächst war nicht klar, ob es für Wulff wegen der Vorwürfe gegen ihn und der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft den Großen Zapfenstreich geben würde. Nicht alle scheidenden Präsidenten waren mit der militärischen Ehrerbietung einverstanden. Als einziger verzichtete bisher 1974 verzichtete Gustav Heinemann darauf. Er war Gegner der Wiederbewaffnung Deutschlands gewesen.

Über Wulffs Musikwünsche für die Zeremonie ist noch nichts bekannt. Die Wunschliste darf bis zu drei Werke umfassen. Karl-Theodor zu Guttenberg, der über eine Plagiats-Affäre gestürzte Verteidigungsminister, ließ 2011 den Pop-Klassiker «Smoke on the Water» von Deep Purple spielen. Für Kanzler Gerhard Schröder (SPD) erklang 2005 unter anderem die «Moritat von Mackie Messer» aus Bertolt Brechts «Dreigroschenoper».

iwi/wam/news.de/dpa

Leserkommentare (15) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Moni
  • Kommentar 15
  • 05.03.2012 16:57
 Antwort auf Kommentar 14

Jetzt auch noch den Zapfenstreich, welch ein Hohn? Aber ja doch, der Bürger zahlt ja,aber zu sagen hat der nichts, der hat sich nicht einzumischen. Irgendwann knallt es, ich hoffe nur, dass mir das in meinem Alter erspart bleibt.

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  • Moni
  • Kommentar 14
  • 05.03.2012 16:49
 

Wulff ist schlimmer wie trotzige Kinder, er hat es wohl nicht gelernt zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden ( was seine Person betrifft). Was hat er eigentlich während seines Jurastudiums gelernt? Hat er nichts davon behalten, kann er deshalb nicht seinem Beruf als Rechtsanwalt nachgehen? Na dann ist er ja deshalb auf das Geld der Steuerzahler angewiesen damit er seinen Lebensstandart halten kann. Zum normalen Geldverdiener taugt er nicht. Er sollte sich in einem Mauseloch verkriechen, aber nein er will auch noch ein Büro, was will er, weiter betrügen und bescheißen mit unserer Kohle?

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  • ZEN
  • Kommentar 13
  • 04.03.2012 19:15
 Antwort auf Kommentar 12

Fehler,natürlich nicht Wachbattalion,sondern Wasch-Bataillon,wegen der "weissen Weste"!

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  • ZEN
  • Kommentar 12
  • 04.03.2012 19:10
 

Bin für den Zapfenstreich am Maschsee.Das Wachbattalion in Bundeswehr-Badehosen zu der Musik:"Wer soll das bezahlen,wer hat das bestellt,wer hat so viel Pinke,Pinke,wer hat so viel Geld"!Und sollte nicht der gute Freund Maschmeyer zahlen,geht die Rechnung für den Ehrendienst der Bundeswehr für einen Ehrenmann mit echten Nehmerqualitäten halt wieder an die Schwiegenmutter! Nach der Devise"rent nen großen Zapfenstreich,denn für Geld sind alle gleich"!

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  • ww_swy
  • Kommentar 11
  • 04.03.2012 15:23
 

Wenn schon ein Zapfenstreich, dann nicht mit "Evory and Ivory"... Viel passender wäre von den Dire Straits "money for nothing"! Mir wird allerdings übel, wenn ich daran denke, dass ich das mit meinen Steuern mitbezahle ;-((

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  • Wolfgang Kiessling
  • Kommentar 10
  • 02.03.2012 14:02
 

Großer Zapfenstreich? Da sind aber noch die Soldaten des Wachbataillons. Sie alle wissen, wie man mit einem Kameradenbetrüger verfährt: Vor versammelter Mannschaft werden die Schulterstücken von der Uniform gerissen. Unehrenhaft wird er dann davongejagt. Er hat seinen geleisteten Eid, der was Einmaliges und ehrenhaft Verpflichtendes ist, in gröbster Weise mit Füßen getreten. Eine größere Schande gibt es nicht. Wolfgang Kiessling, Untersuhl

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  • Miriam
  • Kommentar 9
  • 02.03.2012 13:44
 Antwort auf Kommentar 2

Nun, dann sollte wenigstens solange damit gewartet werden bis seine Schuld oder Unschuld bewiesen ist. Das Gleiche gilt dann natürlich mit der Auszahlung des Ehrensolds. Wobei er defintiv nicht aus politischen Gründen ausgeschieden ist sondern durch verschleierung und lügerei auf jeden Fall Unehrenhaft. Also. KEIN EHRENSOLD FÜR WULFF. Und das mit den Gesetzten ist ja wohl lächerlich. Der kleine Mann hat sich brav an die Gesetzte zu halten und die Herren der "Macht" können machen was sie wollen. Wie lange noch? Wir lange noch? Wie lange noch?

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  • Bernhard
  • Kommentar 8
  • 29.02.2012 09:02
 

So verkommen ist Deutschland

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  • Pumpernikl
  • Kommentar 7
  • 28.02.2012 19:35
 

Also Reifan, das mit "WULFF" ist sowoieso eine Sache, die schon im Anfang eine Trotz-Reaktion vorraus lief! Es war zweifellos eine Sache der "INTRIGE" gegen GAUCK, denn Gregor Gysi war zu sehr engagiert in der Ablehnung von Gauck -es roch zusehr nach ressentiments. An Wulff hatte man nur einen naiven Typ gefunden der das Spiel nicht durchschaute a b e r was mich sehr frappierte war; Das das "VOLK" bei so einer MEDIEN-CAMPAGNE sofort ohne zu verifizieren WULFF an den PRANGER und so den Rufmord noch forcierten! UND DAS SCHOCKIERT MICH MEHR als der FALL SELBST!

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  • gehtnicht
  • Kommentar 6
  • 26.02.2012 20:03
 

Ja der Wulff ist schon eine Marke für sich,EHRENSOLD für UNEHRENHAFTES VERHALTEN und jetzt noch die Schwiegermutter mit reinziehen! Soll auch noch einen Zapfenstreich erhalten,ei8n Mann der des öfteren über den Zapfen geschlagen hat und alles wieder auf Steuerzahlerskosten,so korrupt sind mittlerweile die deutschen Politiker!(Der Fisch stinkt immer vom Kopf) DER TITEL DES LIEDES ZUM ZAPFENSTREICH SOLLTE LAUTEN; GUTE FREUNDE WER SOLL DAS BEZAHLEN

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  • Ole
  • Kommentar 5
  • 25.02.2012 12:04
 

Politik und die ewigen "Schwüre beim Antritt"?Nun erleben wir,das der ehemalige Ministerpräsident Wulff,der seinen SPD-Kollegen aufforderte wegen Vorteilsnahme im Amt zurückzutreten,das dieser auch tat,wohl als Nachfolger öfter"über den Zapfen gehauen"hat! Um ein wenig in der Sprache der Militärs zu bleiben.Dafür nun noch die Steigerung der Ünglaubwürdigleiten,ein militärischer Abschied durch die Zeremonie der Streitkräfte mit Musik,genannt"Großer Zapfenstreich"!?Die"Kleinen"werden bei Vergehen und Versagen"unehrenhaft entlassen",den Großen wird mit 200.000,00Euro pro Jahr das Leben versüßt.

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  • uwe schmidt
  • Kommentar 4
  • 25.02.2012 04:36
 

,, auch für jeden der in untersuchungshaft genommen wird, besteht erst einmal die unschuldsvermutung, aber eingesperrt ist er trotzdem,, also ihr politverbrecher gegen die menschlichkeit und die, die ihr der anderen krähe kein auge auskratzen wollt, wartet erst mal ab, ein zapfenstreich ist schnell mit platzpatronen in die luft geschoßen, wie auch ein ehrensold,, denn selbst wenn der scheinheilige herr wulff sich strafrechtlich nichts zu schulden kommen lassen hat, in seiner vorbildfunktion dem amt und moral der menschen gegenüber, hat er kläglich versagt, und das muß muß man nicht ehren

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  • ZEN
  • Kommentar 3
  • 24.02.2012 19:05
 Antwort auf Kommentar 2

Lex Kohl!? Aber der war ja kein Bürger mehr.Der war in 16 Jahren ein ewig wachsender"Saumagenkanzler",der neben den Gesetzen saß und als"König der geistigen Trägheit"ein Volk von Schafen regierte.

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  • Reifan
  • Kommentar 2
  • 24.02.2012 18:12
 

Als Mitbürger steht der Ex-Bundespräsident Herr Christian Wulff(CDU) zwar unter Anfangsverdacht des Strafbestands der Vorteilsgewährung und der Vorteilsannahme,durch die niedersächsische Staatsanwaltschaft doch solange er nicht verurteilt ist, gilt für ihn oder jeden anderen Mitbür-ger das Unschuldsvermutungsrecht. Einem aus dem Amt scheidenden Bundespräsidenten steht die Verabschiedung durch einen militärischen Zapfenstreich per Grundgesetz perse zu. Selbst wenn wir, seine Mit-und Wutbürger, der Meinung sind er sei Schuldig, so dürfen wir die Gesetze nicht beugen.

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  • Himmelswillen
  • Kommentar 1
  • 24.02.2012 15:41
 

Wulff kann es nicht lassen. Dieses fehlende Unrechtsbewusstsein . Er glaubt tatsaechlich unschuldig verfolgt zu werden.Es waere besser fuer ihn Reue zu zeigen.

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