First Lady Daniela Schadt Wilde Ehe im Schloss Bellevue

Gauck soll offenbar neuer Bundespraesident werden (Foto)
Daniela Schadt ist die Lady an Joachim Gaucks Seite. Bild: dapd

Für Tattoo-Betty war es ein kurzes Intermezzo im Schloss Bellevue. Doch auch ihre voraussichtliche Nachfolgerin, Daniela Schadt, ist nicht die klassische First Lady. Sie ist mit Joachim Gauck weder verheiratet noch leben die beiden zusammen. Allerdings taugt Schadt nicht für die Klatschspalten.

Der Posten des Bundespräsidenten war in den vergangenen 20 Monaten alles andere als ein stabiler Pfeiler der deutschen Demokratie. Selbst die Nominierung des Konsens-Kandidaten Gauck hat nun die Koalition noch einmal gründlich gebeutelt. Während der Stuhl des Präsidenten also kippelt und wankt, umgibt den Platz an seiner Seite ein Schillern.

Nach anderthalb Jahren im Schloss muss Bettina Wulff wieder Kisten packen. Auf Tattoo-Betty, die jugendlichste First Lady aller Zeiten, wird nun aller Voraussicht nach eine Frau folgen, die nicht einmal den selben Nachnamen trägt wie ihr Mann, der zukünftige Bundespräsident. Denn Joachim Gauck und die Journalistin Daniela Schadt leben in wilder Ehe - und bislang nicht einmal zusammen.

Zwölf Jahre Fernbeziehung könnten nun ausgerechnet im Schloss Bellevue ein Ende finden. Auch über eine Hochzeit des 72-jährigen Gauck mit der 20 Jahre jüngeren Ressortleiterin der Nürnberger Zeitung wird schon spekuliert. Dazu allerdings müsste Gauck sich zunächst von der Mutter seiner vier Kinder scheiden lassen, seiner Frau Hansi, von der er seit 1991 getrennt lebt. Doch anders als Bettina Wulff wird Daniela Schadt sich wohl kaum als Glamour-Lady vom Boulevard inszenieren lassen.

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Keine First Lady für die Glamour-Seiten

Homestory? Hochzeitsbilder in der Bunten? Bei Daniela Schadt, die noch nie verheiratet war und kinderlos ist, kaum denkbar. Seit über zwanzig Jahren leitet sie das Ressort Innenpolitik der Nürnberger Zeitung. Über sich selbst liest sie allerdings nicht gern in der Presse. Was wir von ihr wissen, sind Eckdaten, wie sie im Lebenslauf stehen. In Frankfurt hat die gebürtige Hessin Germanistik, Politikwissenschaften und Literatur studiert hat, sie liest gern, hört klassische Musik und fährt Rad und Bahn. Ihre Kollegen beschreiben sie als humorvoll, herzlich und fleißig. Und über ihren Lebensgefährten sagte sie selbst gegenüber ntv: «Das schöne an Joachim Gauck ist, dass er wirklich mutig ist und dass er nicht flau ist, dass er sehr begeisterungsfähig ist.»

Sollte dieser Joachim Gauck tatsächlich neuer Bundespräsident werden, würde das auch bedeuten, dass Daniela Schadt ihren Job als Journalistin aufgeben müsste. 2010 äußerte sich Joachim Gauck dazu in der Superillu: «Daniela ist eine erwachsene, politikerfahrene Frau, der klar ist, dass sie als Partnerin des Bundespräsidenten nicht weiter als Ressorleiterin Innenpolitik in ihrer Zeitung arbeiten könnte. Sie würde sich freuen, in diesem Fall an meiner Seite zu stehen und alles, was das Amt braucht, als Begleiterin auch zu leisten.»

Daran zweifelt eigentlich niemand. So wild die Ehe auch sein mag, die ins Schloss Bellevue einziehen wird. Das Paar Schadt/Gauck verspricht vor allem politische Kompetenz und Würde.

iwi/roj/news.de

Leserkommentare (35) Jetzt Artikel kommentieren
  • wagner
  • Kommentar 35
  • 15.06.2012 17:24

ist mir völlig egal mit wem dieser Großinquistor - Einstellung zum Kommunismus ähnlich wie Goebbels und Konsorten - zusammenlebt oder nicht. Zu Fragen wäre was eine Frau an seiner Seite bei seinem neuen Beruf zu suchen hat. Wer hat diese Dame gewählt und von wem wird sie mit welcher Legimitation bezahlt?

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  • suresumma
  • Kommentar 34
  • 08.03.2012 23:14

Wenn man sich erinnert, dass jeder der früher in wilder Ehe lebte strafwürdig war und für kein öffentliches Amt verwendungsfähig, so muß man sich schon wundern. Bundespräsident ist ja auch mit einem hohen Grad von Beispielgebung verbunden und da haben wir nur einen der uns mit schlauen Worten was "vorgauckelt" von Freitsliebe? Was ist mit der Verantwortung zur Freiheit zu seinem lebenslangen Eheversprechen? Armes Deutschland! Ein alter Vorgesetzer pflegt in solchen Fällen zu sagen: "Alles geht ärschlings!" - Ich fühle mich wie im alten Gottesgnadentum.

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  • Hans Herz
  • Kommentar 33
  • 08.03.2012 12:20
Antwort auf Kommentar 28

Ich halte es für sinnvoll und unserem Kulturstandart angemessen, wenn Gauck als BPräsident seine ehelichen Verhältnisse begradigen würde und dies auch zur Versöhnung mit den (noch) konservativen Menschen in unserer Gesellschaft ankündigen würde. Abseits von jedem moralischen Standart zu leben, ist heute zwar sehr in Mode und eine "Selbstauszeichnung" von jungen Leuten, aber kein Beleg für Vernunft und Moral. Und woher kommt deren Sittenverfall? Von den Nachwirkungen der Unmoral des Naziregims und des DDR-Regims. Beide wollten die Menschen in Unfreiheit und Würdelosigkeit leben lassen.

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