Frankfurt Am Flughafen droht Streik-Chaos

Streik auf Frankfurter Flughafen rückt näher. (Foto)
Streik auf Frankfurter Flughafen rückt näher. Bild: dpa

Am Frankfurter Flughafen streiten Fluglotsengewerkschaft und Betreiber über Tarifverträge. Reisende werden das morgen zu spüren bekommen. Denn die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat die Beschäftigten zum Streik aufgerufen.

An Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt am Main müssen Passagiere am morgigen Donnerstag mit Behinderungen rechnen.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rief die Beschäftigten des Vorfelds zum Streik auf, nachdem der Flughafenbetreiber Fraport eine von der GdF gesetzte Frist zur Annahme der Schlichtungsempfehlung verstreichen ließ. Der Ausstand soll von 15 bis 20 Uhr dauern.

Was Reisende wissen müssen:

Was ist, wenn ich schon ein Hotel gebucht habe?

Ist die Anreise nicht möglich, weil es keine Flüge gibt, ist der Urlauber rechtlich in der Regel verpflichtet, im Voraus gebuchte Hotelübernachtungen zu bezahlen. Das gilt auch für einen eventuell bereits gebuchten Mietwagen.

Wie sieht es bei einer Pauschalreise aus?

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Fällt eine Pauschalreise zum Beispiel nach Island oder Großbritannien aus, bekommen die Kunden den Reisepreis zurück. Sie erhalten aber keinen Schadensersatz für den entgangenen Urlaub. Will der Kunde nicht zu Hause bleiben, sollte er um kostenloses Umbuchen bitten. Dieser Wunsch ist auch im Interesse des Veranstalters.

Muss ich eine Anreise per Schiff akzeptieren?

Ist kein Flug zum Reiseziel möglich, schlägt der Veranstalter vielleicht eine alternative Anreise vor - etwa mit Bus und Fähre. «Aber das ist eine wesentliche Änderung der Reiseleistung», sagt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. «Das kann ich akzeptieren - muss es aber nicht.»

Was ist, wenn mein Rückflug ausfällt?

Wer einen Hin- und Rückflug gebucht hat und nun wegen eines weiteren Streiks nicht mehr nach Hause fliegen kann, hat Anspruch darauf, auf Kosten der Fluggesellschaft untergebracht zu werden, bis sich eine Rückflugmöglichkeit ergibt. Oder der Kunde entscheidet sich dafür, den Ticketpreis zurückzubekommen und die Heimreise auf eigene Faust zu organisieren.

Gilt das auch bei Pauschalreisen?

Nein, im Fall von höherer Gewalt muss der Kunde die Kosten eines unfreiwillig verlängerten Aufenthaltes selbst bezahlen. Wird die Rückreise teurer als ursprünglich geplant, zum Beispiel weil sich die Flugroute ändert oder andere Verkehrsmittel wie die Bahn hinzukommen, teilen sich Kunde und Reiseveranstalter die Kosten.

 

 

san/mik/news.de/dapd

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