Skandal in Indien Politiker gucken Porno im Parlament

Porno-Skandal in Indien kostet Minister den Job (Foto)
Porno-Skandal in Indien: Drei Minister wurden dabei gefilmt, wie sie einen Pornofilm auf einem Handy betrachten. Daraufhin traten sie zurück. Bild: dpa

Porno-Skandal im indischen Parlament: Drei Politiker sind in Südindien dabei gefilmt worden, wie sie einen Pornofilm auf einem Handy betrachten - und zwar während einer Debatte. Die drei Minister traten zurück, haben jedoch eine fadenscheinige Ausrede.

Minister im südindischen Bundesstaat Karnataka sind dabei gefilmt worden, wie sie während einer Parlamentssitzung einen Pornoclip auf einem Handy betrachten. Auf Fernsehbildern aus dem Parlament in Karnatakas Hauptstadt Bangalore war zu sehen, wie Laxman Savadi und sein Kollege C.C. Patil den Filmausschnitt auf einem Mobiltelefon verfolgten, das wiederum Krishna Palemar gehörte.

Nach einem Sturm der Entrüstung traten die drei Minister heute zurück. Sie gehören der hindu-nationalistischen BJP an, die sich immer wieder als Moralwächter der Nation darstellt.

Minister weisen Porno-Vorwurf zurück

Die Minister wiesen den Porno-Vorwurf zurück. Sie erklärten, der Filmausschnitt habe gezeigt, wie eine Frau nach einer Techno-Party von vier Männern vergewaltigt worden sei. Damit hätten die Politiker sich auf eine Parlamentsdiskussion über die negativen Auswirkungen solcher Partys vorbereiten wollen. Patil - der das Ressort Frauen- und Kinderentwicklung leitete - sagte: «Wir hoffen, unsere Unschuld beweisen zu können.» Die BJP untersuche den Fall.

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Die Kongresspartei - die in Karnataka in der Opposition sitzt, aber die indische Regierung in Neu Delhi führt - forderte in der «beschämenden» Angelegenheit die Festnahme der drei BJP-Politiker. Sie hätten die Demokratie insgesamt beschädigt.

phs/wam/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Sindi
  • Kommentar 1
  • 10.02.2012 16:37

Die Glaubwürdigkeit der Politiker Weltweit ist gleich 0, i.W. Null. Täglich werden wir mit Lügenmärchen für dumm verkauft. Das es noch Menschen gibt, die in denen sogar noch ein Vertrauen sehen ist mir unbegreiflich. Es geht schon ganz unten in den Gemeinden und deren Räte an und setzt sich über das Landratsamt bis zur Regierung fort. Kaum „gewählt“, entwickeln sie sich über Nacht zu korrupten Monstern, halten bei jeder Anfrage gleich die Hand auf, ehe sie überhaupt Auskunft geben bzw. es nur dann „wohlwollend prüfen“ und schrecken nicht einmal von Vereinen mit der Anwendung zurück.

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