Merkel in China, Romney siegt News am Morgen

Mitt Romney (Foto)
Bei den Republikanervorwahlen in Florida deklassierte Mitt Romney seinen schärfsten Rivalen Newt Gingrich mit rund 46 Prozent der Stimmen regelrecht. Bild: dapd

Während die Kanzlerin nach China aufbricht, macht die CSU daheim Radau: Generalsekretär Dobrindt legt Griechenland den Euro-Austritt nahe und Bayerns Finanzminister Söder teilt weiter gegen Berlin aus. In Florida gewinnt Mitt Romney die Vorwahlen. Der Mittwochmorgen in Kürze.

Merkel reist nach China. Bundeskanzlerin Merkel bricht heute zu einem zweitägigen Besuch nach China auf. Die CDU-Vorsitzende wird morgen in Peking mit militärischen Ehren von Ministerpräsident Wen Jiabao empfangen. Die Kanzlerin soll auch mit Staatspräsident Hu Jintao und dem Vorsitzenden des Nationalen Volkskongresses, Bangguo, zusammentreffen. Es ist der fünfte Besuch Merkels in China. Sie wird von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation und Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen begleitet.

Wulff wartet auf Glaesekers Reaktion. Bundespräsident Christian Wulff erwartet von seinem Exsprecher Olaf Glaeseker eine Stellungnahme zu den Bestechlichkeitsvorwürfen, die die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Glaeseker erhebt. Das Bundespräsidialamt habe Glaeseker um eine Stellungnahme gebeten, die aber noch nicht vorliege, sagte eine Sprecherin der Zeitung Die Welt. Eine Entscheidung, ob Glaeseker mit einer Kündigung oder anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen muss, sei noch nicht gefallen. Das Bundespräsidialamt warte das Ergebnis der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover ab. Derzeit ruhe das Arbeitsverhältnis mit dem Bundespräsidialamt.

Politiker und ihre Berufe
Vom Taxifahrer zum Außenminister

CSU rät Griechenland zum Euro-Austritt. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät Griechenland zu einem freiwilligen Austritt aus der Euro-Zone. Wenn Griechenland nicht den nötigen Umsetzungswillen für die Sanierung des Landes aufbringe, sollte man dort ernstlich über einen Neuanfang außerhalb der Eurozone nachdenken, sagte Dobrindt der Rheinischen Post. Weitere finanzielle Hilfen für Griechenland lehnt der CSU-Politiker ab. Laut Bild-Zeitung wächst in der schwarz-gelben Koalition der Widerstand gegen das geplante zweite Rettungspaket für Griechenland. Union und FDP müssten um eine eigene Mehrheit im Bundestag bangen.

Söder hält Länderfinanzausgleich für pervertiert. Bayerns Finanzminister Markus Söder verschärft seine Kritik am Länderfinanzausgleich. Der CSU-Politiker sagte gestern Abend im Bayerischen Fernsehen, der Hauptnutznießer sei Berlin. Dessen Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bekomme 40 Prozent des gesamten Länderfinanzausgleichs. Das ganze System sei mittlerweile pervertiert, sagte Söder. Der Minister äußerte sich überzeugt davon, dass eine mögliche Klage Bayerns vor dem Bundesverfassungsgericht von der hessischen Regierung unterstützt wird.

Romney nach Florida-Vorwahl auf Siegeskurs. Triumph für Mitt Romney bei den Republikanervorwahlen in Florida: Mit rund 46 Prozent der Stimmen hat der Exgouverneur seinen schärfsten Rivalen Newt Gingrich regelrecht deklassiert. Exparlamentspräsident Gingrich kam lediglich auf rund 32 Prozent. Das berichteten Fernsehsender nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen. Er stehe bereit, um die Partei und die Nation zu führen, sagte Romney. Gingrich gibt sich aber noch nicht geschlagen. Er will weiter im Rennen bleiben.

2300 Schweine bei Brand in Mastanlage verendet. Rund 2300 Schweine sind am Dienstagabend bei einem Großbrand in einer Schweinezuchtanlage in Westhausen-Lippach in Baden-Württemberg umgekommen. Der Schaden wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt, wie die Polizei mitteilte. Der Großteil der Tiere verendete in den Flammen oder erstickte in den Rauchwolken. Rund 500 Tiere mussten von Veterinärmedizinern notgeschlachtet werden. Ein Teil des unbewohnten Schweinezuchtbetriebs sei bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Verletzt wurde bei dem Großfeuer niemand. Über die Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor.

cvd/san/news.de/dapd

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