Der Donnerstag in Kürze News am Morgen

Bundestag berät über Afghanistaneinsatz (Foto)
Der Bundestag berät über eine Verlängerung des Afghanistanmandats der Bundeswehr. Bild: dapd

Der Bundestag entscheidet heute über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Die insolvente Drogeriekette Schlecker setzt seine Kooperation mit Markant fort und der russische Konzern Gazprom will stärker in Deutschland expandieren. Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Bundestag entscheidet über Abzugsmandat für Afghanistan. Der Bundestag entscheidet heute über das neue Afghanistan-Mandat der Bundeswehr und stellt damit die Weichen für den Abzug der deutschen Truppen vom Hindukusch. Erstmals wird in dem Mandat die personelle Obergrenze für den vor zehn Jahren gestarteten Militäreinsatz auf 4.900 Mann gesenkt. Offiziell wird das bisherige Mandat um zwölf Monate bis zum 31. Januar 2013 verlängert. Darüber werden die Abgeordneten in namentlicher Abstimmung entscheiden. Zuvor befasst sich das Parlament unter anderem mit der Einsetzung eines Untersuchungsauschusses zum Rechtsterrorismus.

Schlecker setzt Einkaufskooperation mit Markant fort. Die insolvente Drogeriekette Schlecker setzt ihre Einkaufskooperation mit der Markant-Gruppe fort. Damit sei ein wesentlicher Baustein für die uneingeschränkte Betriebsfortführung sichergestellt, teilte Schlecker am Abend in Ehingen mit. Die Fortführung der Einkaufskooperation mit Markant, einem der wichtigsten Gläubiger der Drogeriekette, sichere Warenbestellungen Lieferungen und Abrechnungen für die Schlecker-Märkte in Deutschland. Heute soll die Belieferung für die Auslandsgesellschaften mit Markant geregelt werden.

Gazprom-Chef kündigt Expansion in Deutschland an. Nach den geplatzten Verhandlungen über ein Gemeinschaftsunternehmen mit RWE will der russische Gaskonzern Gazprom deutschen Energieversorgern nun auf eigene Faust Konkurrenz machen. Gazprom sei in der Lage, umfangreiche Investitionen zu tätigen, sagte der Gazprom-Vorstandsvotsitzende Miller der Süddeutschen Zeitung. Gazprom wolle nicht nur Gas liefern, sondern auch in die Stromproduktion einsteigen. Die Bereitschaft, in Kraftwerke zu investieren, sei bei Gazprom nach wie vor sehr hoch. Staatshilfen brauche sein Konzern dafür nicht.

Nur zwei von drei Ökostromtarifen nützen der Umwelt. Nicht überall, wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin: Bei einem Test von 19 Ökostromtarifen hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass nur 13 Angebote einen Nutzen für die Umwelt haben. Nur bei diesen Tarifen sorge der Anbieter dafür, dass zum Beispiel in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investiert werde, heißt es in der Februar-Ausgabe des Magazins Test. Allerdings sei Ökostrom sogar häufig günstiger als Normalstrom. «Sehr stark» ökologisch engagiert und zusätzlich mit «guten» Vertragsbedingungen sind dem Testbericht zufolge die Tarife der unabhängigen Ökostromanbieter EWS Schönau, Lichtblick und Naturstrom. Greenpeace Energy sei ebenfalls «stark engagiert», die Tarifbedingungen aber nur «befriedigend».

Drittes deutsches Todesopfer der «Costa Concordia» identifiziert. Unter den Toten des Schiffsunglücks der «Costa Concordia» sind inzwischen drei Deutsche identifiziert worden. Weitere neun Staatsangehörige würden noch vermisst, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am späten Abend in Berlin der Nachrichtenagentur dapd. Im Verlauf des Tages war bereits ein zweites deutsches Todesopfer bestätigt worden. An Bord des Kreuzfahrtschiffes waren etwa 4.200 Menschen. Bislang ist der Tod von 16 Menschen bei dem Unglück nachgewiesen. 17 Personen gelten offiziell als vermisst.

33 gestrandete Wale in Neuseeland eingeschläfert. Nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen sind 33 an der neuseeländischen Küste gestrandete Wale eingeschläfert worden. Bei den geschwächten Tieren handelte es sich um die letzten einer insgesamt 99-köpfigen Grindwalherde, die am Montag in Farewill Spit auf der Südinsel gestrandet war. Mitarbeiter der Umweltbehörde und hunderte freiwillige Helfer bemühten sich seitdem, die Meeressäuger zurück ins offene Meer zu bringen, wie ein Behördensprecher sagte.

Klaus Stuttmann gewinnt Karikaturenpreis bei «Rückblende 2011». Tagesspiegel-Zeichner Klaus Stuttmann hat den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen gewonnen. Beim Wettbewerb «Rückblende 2011» erhielt er am Mittwochabend die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Karikatur über den Euro-Rettungsschirm, wie die Jury des Wettbewerb für politische Fotografie und Karikatur in Deutschland mitteilte. Der zweite Platz ging mit Elias Hauck und Dominik Bauer an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, der dritte an gleich zwei Preisträger, den Kölner Stadt-Anzeiger-Karikaturisten Berndt A. Skott sowie den Westfälische Nachrichten-Zeichner Jürgen Tomicek.

cvd/news.de/dapd

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