Der Dienstag in Kürze News am Morgen

Europa streitet ueber Größe des Rettungsschirms ESM (Foto)
Mitten in den hektischen Vorbereitungen für den EU-Gipfel nächste Woche in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verbindliche Zusagen zum Fiskalpakt gefordert. Verlässliche Positionen für die Stabilitäts- und Wachstumsfähigkeit Europas «sind nicht etw Bild: dapd

Der europäische Rettungsfonds ESM soll auf Dauer bestehen bleiben. Griechenland soll für neue Schulden weniger als 3,5 Prozent Zinsen bezahlen und vor Neuseeland verenden 36 gestrandete Wale. Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Euro-Länder einigen sich auf Vertrag für Rettungsfonds ESM. Die Euro-Länder haben sich auf den Vertrag für den permanenten Rettungsfonds ESM geeinigt. Das gab Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am frühen Dienstagmorgen in Brüssel bekannt. Der ESM soll im Juli den befristeten Rettungsfonds EFSF ablösen und 500 Milliarden Euro für Wackelkandidaten der Eurozone bereitstellen. Deutschland schultert mit 27,15 Prozent den größten Anteil: knapp 22 Milliarden Euro Barkapital und 168 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital. In Anspruch nehmen können den Fonds nur Länder, die zuvor den neuen Fiskalvertrag ratifiziert haben, mit dem strikte Schuldenbremsen eingeführt werden. Dazu sei eine «klare Verknüpfung» beschlossen worden, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Justizministerin rügt Verfassungsschutz wegen Beobachtung Linker. Nach Berichten über die Beobachtung von Abgeordneten der Linken kritisiert Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger den Bundesverfassungsschutz. Wenn es tatsächlich wahr sei, dass langjährige Bundestagsmitglieder bis hin zur Bundestagsvizepräsidentin überwacht werden, wäre das unerträglich, sagte Leutheusser-Schnarrenberger der Süddeutschen Zeitung. Die Arbeit von frei gewählten Bundestagsabgeordneten dürfe nicht beeinträchtigt werden. Der Verfassungsschutz solle nach der Pannenserie um die rechtsextreme Zwickauer Terrorzelle seine Arbeit und seine Schwerpunkte überdenken.

Merkel stimmt sich mit Barroso und Van Rompuy über Euro-Krise ab. Bundeskanzlerin Merkel hat mit führenden Vertretern der EU über die Finanzkrise beraten. Merkel empfing am Abend EU-Kommissionspräsident Barroso sowie EU-Ratspräsident Van Rompuy im Kanzleramt in Berlin. Die Politiker bereiteten den nächsten EU-Gipfel vor, der am 30. Januar in Brüssel stattfindet.

Athens Gläubiger sollen weniger als 3,5 Prozent Zinsen erhalten. Die Eurozone will den griechischen Gläubigern für ihre neuen Schuldscheine weniger als 3,5 Prozent Zinsen zugestehen. Die Finanzminister hätten die Regierung in Athen beauftragt, die Verhandlungen mit dem Privatsektor mit diesem Ziel fortzuführen, sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Die durchschnittlichen Zinsen für die neuen Anleihen bis 2020 müssten «jenseits der 3,5 Prozent liegen», sagte Juncker auf einer Pressekonferenz. Auf Nachfrage stellte er klar, damit sei «unter 3,5 Prozent» gemeint. Die Banken hatten zuletzt einen durchschnittlichen Zinssatz von mindestens vier Prozent verlangt. Athen will den Schuldenschnitt bis zum 13. Februar unter Dach und Fach haben. Bis dahin solle ein formelles Angebot an die Banken auf dem Tisch liegen und feststehen, wer sich daran beteilige, hieß es aus griechischen Regierungskreisen. Mit dem «Haircut» sollen die privaten Gläubiger die Hälfte der an Athen verliehenen Summe, rund 100 Milliarden Euro, abschreiben.

Vater steht wegen Kindesentführung nach Ägypten vor Gericht. Wegen der Entführung seiner vier Kinder nach Ägypten und in den Sudan muss sich ein Mann aus Hermannsburg in Niedersachsen ab heute vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Die Entführung hatte im vergangenen Jahr für großes Aufsehen gesorgt. Der 38-Jährige hatte kurz vor der Tat das Sorgerecht für die Kinder verloren. Die Mädchen und Jungen waren nach 136 Tagen im Ausland befreit worden und wohlbehalten zur Mutter zurückgekehrt. In der Vernehmung gab der als streng religiös beschriebene Vater an, die Entführung geplant zu haben, weil er mit den Erziehungsmethoden seiner Frau nicht einverstanden war.

36 an neuseeländischer Küste gestrandete Wale tot. An der neuseeländischen Küste sind 36 gestrandete Wale verendet. 40 Meeressäuger könnte dasselbe Schicksal ereilen. Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde und Freiwillige kämpften um das Überleben von 99 Grindwalen, die sich am Montag an die Südinsel verirrten. Nur 23 konnten bislang gerettet werden. Grindwale werden bis zu sechs Meter groß und stranden während der neuseeländischen Sommermonate in großer Anzahl an der Küste. Experten bezeichnen die Landzunge Farewell Spit im Norden der Südinsel daher auch als Walfalle, weil die Tiere im flachen Gewässer ihre Navigationsfähigkeit zu verlieren scheinen.

cvd/news.de/dapd

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Lorin
  • Kommentar 1
  • 27.01.2012 18:24

Die Türkei besitzt ein Konzentrationslager bei Ankara.Dieses Konzentrationslager wird im dichten Wald geheim gehalten.Da gibt es Massen von Leichen und auch viele Gräber.

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