Mindestlohn, Wulff, «Concordia» News am Morgen

Costa Concordia (Foto)
Bei der Suche nach Vermissten konzentrieren sich die Retter derzeit auf einen Fluchtweg auf dem vierten Deck der «Costa Concordia». Bild: dapd

Der Bundestag berät heute in Sachen Mindestlohn. Die Retter wollen in der havarierten «Costa Concordia» weiter nach Vermissten suchen. Und den deutschen Handballern gelingt gegen Schweden eine kleine Sensation. Der Freitagmorgen im Überblick.

Bundestag berät über Mindestlohn. Das Parlament debatiert heute über mehrere Vorlagen der Opposition zur Einführung eines Mindestlohns. Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag Mitte November vergangenen Jahres zwar grundsätzlich für die Einführung einer Lohnuntergrenze ausgesprochen, die Ausgestaltung ist jedoch offen. Die SPD fordert nun einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, die Linke plädiert für 10 Euro und die Grünen wollen eine solche Untergrenze von einer Kommission festsetzen lassen.Auf der Agenda stehen ferner Zwischenberichte der Enquete-Kommission «Internet und digitale Gesellschaft» und die Politik gegenüber Syrien.

Suche auf «Concordia» geht weiter. Die Retter geben nicht auf. Wie Küstenwachen-Kommandant Cosimo Nicastro mitteilte, werde auf dem havarierten Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» nach Vermissten «so lange gesucht, bis es das Wetter nicht mehr zulässt». Allerdings beschränke sich die Arbeit in der Nacht auf die Bereiche des Schiffs, die über Wasser liegen. Die «Costa Concordia» befindet sich vor der Insel Giglio in prekärer Lage. Sie droht vor allem bei unruhiger See tiefer zu sinken. Nach dem Unglück nimmt der US-Eigner Carnival die Sicherheitsvorkehrungen auf allen seinen Kreuzfahrtschiffen unter die Lupe.

Costa Concordia
Schiffsunglück vor der Küste Italiens

Linke will Untersuchungsausschuss zu Wulff Der niedersächsische Landtag berät heute über einen Antrag zur Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses in der Kredit- und Medienaffäre um Bundespräsident Wulff. Die Linksfraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Eine Entscheidung über die Einrichtung des Gremiums wird heute jedoch noch nicht erwartet, da es sich um eine erste Beratung handelt. Ohnehin scheint ein Untersuchungsausschuss derzeit eher unwahrscheinlich. Ein Fünftel der Abgeordneten muss die Einrichtung des Ausschusses unterstützen. Somit wären auch die Stimmen der SPD nötig, die den Untersuchungsausschuss bisher ablehnt.

Saar-SPD nominiert Maas zum Spitzenkandidaten. Unmittelbar nach dem Scheitern der Gespräche über eine große Koalition im Saarland hat der Landesvorstand der SPD Parteichef Maas gestern Abend zum Spitzenkandidaten für die nun anstehende Landtagswahl nominiert. Zum Wochenanfang treffen sich die Gremien der SPD Saar erneut, um die Landtagswahl weiter organisatorisch und inhaltlich vorzubereiten. Die CDU wird sich heute in einer Sondersitzung des Landesausschusses mit dem Scheitern der Koalitionsgespräche und den anstehenden Neuwahlen befassen.

DHB-Team zieht in EM-Hauptrunde ein. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist bei der Europameisterschaft in Serbien als Sieger der Vorrundengruppe B in die Hauptrunde eingezogen. Zwei Tage nach dem 24:23 gegen Mazedonien bezwang das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gestern Abend den WM-Vierten Schweden mit 29:24 (20:15) und hofft weiter auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London. Bester deutscher Werfer in der Cair-Halle von Nis war Uwe Gensheimer mit neun Treffern.

Winter legt Nordwesten der USA lahm. Starker Schneefall und Eisregen haben den Verkehr im Nordwesten der USA teilweise zum Erliegen gebracht. Am Flughafen von Seattle im Bundesstaat Washington mussten in der Nacht die Start- und Landebahnen gesperrt werden, wie die Los Angeles Times berichtete. Die Schneemengen am Flughafen brachen einen früheren Schneefall-Rekord aus dem Jahr 1954. Die Gouverneurin des Westküstenstaates rief einen Wintersturm-Notstand aus, um auf diese Weise rasch Hilfskräfte zu mobilisieren.

Stalker von Halle Berry erhält 386 Tage Haft. Ein Verfolger von Hollywood-Star Halle Berry ist zu mehr als einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte sich wegen Stalking schuldig bekannte, der Richter brummte ihm 386 Tage Haft auf, berichtete das Promi-Portal Tmz.com. Zudem muss er von Berry über zehn Jahre hinweg Abstand halten. Einen Teil der Strafe hat der im vorigen Jahr festgenommene Mann bereits abgesessen. Der Mann war im Juli im Garten der Oscar-Preisträgerin in Hollywood festgenommen worden. Nach Berrys Aussage war er zuvor bereits zweimal zu ihrem Haus vorgedrungen.

cvd/news.de/dapd/dpa

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