Der Sonntag in Kürze News am Morgen

Im Saarland beginnen heute die Verhandlungen für eine Koalition zwischen CDU und SPD. FDP-Fraktionschef Brüderle will nach der nächsten Wahl weiter mit der Union zusammen arbeiten und Frank-Walter Steinmeier bezweifelt die Unabhängigkeit von Bundespräsident Wulff. Die Nachrichten des Tages Überblick.

Saar-SPD nimmt Koalitionsgespräche mit CDU auf (Foto)
Der Landesvorsitzende der SPD Saarland, Heiko Maas spricht Congresshalle in Saarbrücken mit Pressevertretern. Die saarländische SPD nimmt nach dem Scheitern des «Jamaika»-Bündnisses Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufnehmen. Bild: dapd

CDU und SPD im Saarland nehmen Sondierungsgespräche auf. Union und SPD im Saarland beginnen heute mit Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Koalition. Die jeweils siebenköpfigen Verhandlungsgruppen treffen sich ab 14 Uhr im saarländischen Landtag, wie die SPD in Saarbrücken mitteilte. Für die CDU wird Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer die Gespräche leiten, für die SPD der Parteivorsitzende Maas. Kramp-Karrenbauer hatte in der vergangenen Woche die Koalition von CDU, FDP und Grünen im Saarland beendet und sich für ein Bündnis mit der SPD ausgesprochen.

Nach der Havarie eines Kreuzfahrtschiffes vor der toskanischen Küste ist der Kapitän festgenommen worden. Das berichteten italienische Medien am Samstag. Der Mann werde im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen mutmaßlichen Totschlags festgehalten, meldete der Sender Sky Italia unter Berufung auf Ermittler in der italienischen Stadt Grosseto. Zudem werde dem Verdächtigen vorgeworfen, das Schiff verlassen zu haben, als sich noch Menschen an Bord befanden, und das Schiffsunglück verursacht zu haben. Der Kapitän wurde in das Gefängnis von Grosseto gebracht. In der kommenden Woche soll ein Richter entscheiden, ob er in Haft genommen oder freigelassen wird.

Steinmeier bezweifelt Wulffs Unabhängigkeit. SPD-Fraktionschef Steinmeier bezweifelt, dass Bundespräsident Wulff seine im Grundgesetz festgelegte Kontrollfunktion gegenüber der schwarz-gelben Bundesregierung noch wahrnehmen kann. Der wegen seiner Kredit- und Medienaffäre in die Kritik geratene Wulff könne nur im Amt bleiben, weil Kanzlerin und Koalition ihn dort halten wollten, sagte Steinmeier der Zeitung "Bild am Sonntag". Ob er so noch die notwendige Unabhängigkeit habe, die er braucht, um Gesetze derselben Regierungsmehrheit kritisch und objektiv zu prüfen, stehe auf einem anderen Blatt. Da seien Zweifel angebracht.

Brüderle will Koalition mit Union nach Bundestagswahl fortsetzen. FDP-Fraktionschef Brüderle hat für die Fortsetzung der schwarz-gelben Regierungskoalition nach der nächsten Bundestagswahl geworben. Für Koalitionsaussagen sei es noch zu früh, aber man solle aktiv dafür werben, die bürgerliche Regierung fortzusetzen, sagte Brüderle der Zeitung "Welt am Sonntag". Union und FDP hätten gute Chancen, wiedergewählt zu werden. Brüderle sagte, das Erscheinungsbild der Regierungskoalition sei manchmal verbesserungswürdig. Doch in der Sache sei Schwarz-Gelb ein Glücksfall für Deutschland.

Bewegender Abschied von verunglücktem Mädchen. Mit einer bewegenden Trauerfeier haben auf der Insel Rügen mehr als 200 Menschen Abschied von der am Kap Arkona verunglückten Katharina aus Brandenburg genommen. Bei einem Gottesdienst in der kleinen Dorfkapelle Vitt gedachten Inselbewohner und Einsatzkräfte gemeinsam mit Familienangehörigen des zehnjährigen Mädchens, dass am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Küstenabbruch am Strand ums Leben gekommen war. Es falle ihm unendlich schwer zu begreifen, dass er seine kleine Tochter nie mehr in den Arm nehmen könne, sagte der Vater des Mädchens der Trauergemeinde. Trotzdem empfinde seine Familie große Dankbarkeit gegenüber den Rettungs- und Suchkräften, die zwei Wochen lang unermüdlich und unter Einsatz ihres Lebens nach seinem Mädchen gesucht hätten.

cvd/news.de/dapd

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