Neues Buch Schafft Sarrazin jetzt den Euro ab?

Thilo Sarrazin (Foto)
Thilo Sarrazin Bild: dapd

Von news.de-Redakteur Martin Walter
Eurokrise statt Migrantenproblematik: Der umstrittene SPD-Politiker Thilo Sarrazin plant nach seinem Bestseller Deutschland schafft sich ab den nächsten Buchhit. Darin soll es laut einem Medienbericht um den Euro gehen.

Mit seinen provokant formulierten Thesen über Migration hatte Thilo Sarrazin im Sommer 2010 eine deutschlandweite Ausländerdebatte angestoßen. Jetzt greift der Provokateur erneut zum Stift, das mediale Echo dürfte dieses Mal allerdings weniger heftig ausfallen.

Der frühere Berliner Finanzsenator plant nach einem Bericht der Rheinischen Post im kommenden Sommer die Veröffentlichung eines neuen Buchs, das sich mit der Wirtschaftskrise und der Zukunft des Euros befassen soll. Sarrazin wolle «eine kritische Bestandsaufnahme des aktuellen Krisenmanagements der Bundesregierung vornehmen und ökonomische Lösungsvorschläge für eine stabile Währungsunion machen», heißt es in dem Artikel, der sich auf das persönliche Umfeld des 66-Jährigen beruft. Der Politiker bestätigte dem Blatt die Pläne, wollte sich allerdings noch nicht näher dazu äußern.

Grobmaul Thilo Sarrazin
Seine markigsten Sprüche
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Sarrazins kontrovers diskutiertes Werk Deutschland schafft sich ab avancierte, auch dank der ausgelösten öffentlichen Debatte, zu einem Bestseller und hat sich bis heute über zwei Millionen Mal verkauft. Auf öffentlichen Druck hin musste Sarrazin nach der Veröffentlichung allerdings seinen Sitz im Vorstand der Deutschen Bundesbank räumen und ein Parteiordnungsverfahren über sich ergehen lassen.

Erst Anfang dieser Woche hatte Sarrazin in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt erneut bekräftigt, weiterhin zu den heftig umstrittenen Thesen über Migration in seinem Buch zu stehen. Lediglich die Antwort auf die Frage «nach der genetischen Identität der Juden» sei ein Fehler gewesen, so Sarrazin. «Ich hatte mich so viel mit genetischen Fragen beschäftigt, dass ich die Sache gar nicht als dermaßen explosiv verstand, wie sie sich dann herausstellte.»

roj/cvd/news.de

Leserkommentare (14) Jetzt Artikel kommentieren
  • bimbo
  • Kommentar 14
  • 21.05.2012 09:41

zur demokratie gehört auch freie meinungsfreiheit. statt mit waffen muss die demokratie mit worten überzeugen ! dies ist nicht möglich wenn politiker uns ständig für dumm verkaufen und lügen dass die balken biegen ! solche leute, egal was sie sagen wollen hätten keine chance wenn überzeugend und ehrlich die politikerklasse uns die wahrheit sagen ! solange wir zu wählen haben zwischen pest und cholera und die sich von den lobbyisten der global player bezahlen lassen, haben populisten von links und rechts leichtes spiel !! wehret den anfängen !!! nochmal so ein emporkömmling der viel verspricht

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  • marthacharly
  • Kommentar 13
  • 13.02.2012 13:06

Kein Bürger wurde gefragt ob er in ein geeinigtes Europa eingebunden werden möchte. Keiner konnte mitbestimmen ob er die D-Mark gegen den (T)Euro eintauschen möchte. Alles wird bleiben, denn: Adenauer schaffte das neue Deutschland (BRD) Schröder die Agenda 2010, Kohl die Einheit Deutschlands, was bleibt denn noch für Angela? Die Kanzlerin die alles topt, die Kanzlerin der Einigung Europas. Und daran hält sie fest, koste es was es wolle. Sie will nun mal in die Annalen eingehen, wie ihre Vorgänger, nur eben besser und höherstehend.Die Bürger müssen es halt aushalten. "Ihr habt mich ja gewählt."

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  • DerMixer
  • Kommentar 12
  • 07.02.2012 10:15
Antwort auf Kommentar 10

Dumme Kommentare bringen eine Diskussion nicht weiter sondern sind einfach nur überflüssig... Traurig wenn es jemand nötig hat sich SO an einer Diskussion zu beteiligen...

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