Kandidatur für 2013? CSU bittet Guttenberg zu Comeback-Gespräch

Kandidiert Karl-Theodor zu Guttenberg für die Bundestagswahl 2013? Alles deutet darauf hin, denn die CSU hat den über die Plagiatsaffäre gestürzten Freiherrn zu einem Gespräch gebeten. Der antwortete per SMS: «Machen wir!»

Seehofer will Guttenberg zurueck in die Politik holen (Foto)
Rürckkehr in die Politik geplant: Karl-Theodor zu Guttenberg. Bild: dapd

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) drängt es mit aller Macht in die Politik zurück. Laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel hat der ehemalige Bundesverteidigungsminister signalisiert, dass er mit seinen oberfränkischen Parteifreunden über ein Comeback sprechen will. Es soll um eine mögliche Kandidatur bei der Bundestagswahl 2013 gehen.

Wie der Spiegel berichtet, hat Guttenberg auf die Aufforderung des CSU-Kreisvorsitzenden von Lichtenfels, Christian Meißner, innerhalb der nächsten vier bis fünf Wochen mit ihm und dem Kulmbacher CSU-Chef Henry Schramm ein Gespräch zu führen, reagiert. Der Ex-Minister habe per SMS geantwortet: «Machen wir.»

Der oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, sagte, er rechne damit, dass Guttenberg während seines Deutschland-Aufenthalts Ende Januar Klartext über seine Kandidatur sprechen werde: «Ich gehe davon aus, dass er dann die Gelegenheit nutzt, mit seinen politischen Freunden zu reden.»

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Die Spinnweben sind weggeschwischt

Anscheinend hat sich der Ärger über zu Guttenberg in der CSU gelegt. Denn in seinem Buch Vorerst gescheitert, mit dem der gestrauchelte Freiherr an die Öffentlichkeit ging, hatte zu Guttenberg noch über die CSU gewitzelt. In der Partei hätten sich «schon viele Spinnweben gebildet», schrieb er unter anderem. Die Partei war getroffen, Guttenberg schlage «Wunden, die so schnell nicht verheilen», hatte Innenminister Friedrich im Dezember dem Spiegel erklärt. Aber das ist wohl Schnee von gestern.

Denn auch Parteichef Horst Seehofer will mit dem über die Plagiats-Affäre gestürzten Ex-Verteidigungsminister «in aller Ruhe» über ein politisches Comeback sprechen. Das hatte der CSU-Vorsitzende zum Abschluss der dreitägigen Klausur der Berliner Landesgruppe in Wildbad Kreuth angekündigt. Seehofer sagte laut der Bild-Zeitung: «Ich will mit Karl-Theodor zu Guttenberg ohne Hektik zu einem noch zu wählenden Zeitpunkt darüber sprechen, was er sich vorstellen kann. Es liegt auch an ihm, sich in unsere erfolgreiche Mannschaft einzureihen.» Angeblich plant Seehofer für Guttenberg eine «besondere Funktion».

Die CSU bangt um ihre Macht

Dass die CSU ihren einstigen Star zurückholen will, hat einen guten Grund: Die Partei muss 2013 um die Macht im Freistaat bangen. Die Christsozialen liegen nach einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) mit 44 Prozent nur noch knapp vor einem möglichen Dreierbund aus SPD, Grünen und Freien Wählern (43 Prozent) unter dem populären Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD).

Der Baron ist in der Partei nach wie vor beliebt. Zwei Drittel der CSU-Anhänger wünschen laut Umfrage des BR ein Comeback des Franken. Mit ihm könnten sich wahlentscheidende Stimmen mobilisieren lassen, die der CSU ohne zu Guttenberg am Ende womöglich knapp fehlen, um in Bayern weiterregieren zu können

car/cvd/news.de/dapd

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Leserkommentare (28) Jetzt Artikel kommentieren
  • mattenb
  • Kommentar 28
  • 12.01.2012 21:04

das Textverständnis war nicht das Problem! RAGNAROEKR will nur nicht das Wahre und das Richtige lesen und verstehen...

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  • ART
  • Kommentar 27
  • 09.01.2012 19:46
Antwort auf Kommentar 26

Guttenberg war ein GUTER, Buchdruckerkunst! Gutenberg ist ein Schlechtenberg! Lothar Matthäus war auch ein GUTER,der gleiche in "Gelee",ein Schlechter! Man kann schon mal bei den "Frangen"durcheinandergommen! Oder war der eine,nein der Oberpfälzer war der andere? Egal,es kam doch richtig rüber,das der eine ein unsriger und der amdere einer von uns ,oder? Seeeeeehofer! Euer ART.

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  • Stefan Müller
  • Kommentar 26
  • 09.01.2012 18:29

Ist die CSU schon soooooooooo tief gesunken, daß sie um die Gunst des Lügenbarons buhlt? Ich empfehle "Das Guttenberg-Dossier" von Friederike Beck zu lesen

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