Wulff-Nachfolge Gauck, Töpfer - oder doch eine Frau?

Schloss Bellevue (Foto)
Wer zieht ins Schloß Bellevue ein wenn Wulff zurücktritt? Bild: Fotomontage news.de

Von news.de-Redakteur Martin Walter
Christian Wulff will das «Stahlgewitter» aussitzen, doch die Nachfolge-Debatte ist längst entbrannt. Die besten Chancen werden Joachim Gauck und Klaus Töpfer eingeräumt. Und warum sollte Karl-Theodor zu Guttenberg sein Comeback nicht als Bundespräsident geben?

Noch befindet sich Christian Wulff in Amt und Würden, doch im Hintergrund sollen schon erste Gespräche über einen möglichen Nachfolger laufen. Während die Koalition am Wochenende entsprechende Berichte noch heftig dementierte, haben die Oppositionsparteien bereits ihre Kooperation bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten angeboten.

Doch wer könnte dem Jungpräsidenten Wulff ins Amt des Staatsoberhaupts folgen? Einigkeit herrscht bei allen Beobachtern darüber, dass sich Angela Merkel für einen konsensfähigen Kandidaten entscheiden muss. Die undurchsichtigen Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung lassen ihr kaum eine andere Wahl. 

Große Chancen dürfte deshalb Joachim Gauck, Wulffs Gegenkandidat von 2010, besitzen. Der 71-jährige Theologe war damals Kandidat der Opposition und genießt als ehemaliger Leiter der Stasi-Behörde parteiübergreifend große Anerkennung. Hoch im Kurs steht auch Klaus Töpfer. Der 73-jährige CDU-Mann hat sich international als Umweltpolitiker einen Namen gemacht und würde dem Amt wohl am ehesten wieder den Charakter des weisen Alterspräsidenten verleihen.

Wulff-Nachfolger
Wer hat das Zeug zum Bundespräsidenten?
Norbert Lammert (Foto) Zur Fotostrecke

Vielleicht ist es aber auch an der Zeit für eine Frau im Präsidentenamt. Mit Ursula von der Leyen und ihren sieben Kindern würde zumindest deutlich mehr Leben ins Schloss Bellevue einziehen. Und wer weiß, ob nicht Karl-Thedor zu Guttenberg sein für 2013 angekündigtes Comeback doch etwas vorzieht. Für viele Deutsche dürften der charismatische CSU-Mann und seine Frau Stephanie als First Lady trotz Plagiatsaffäre noch immer so etwas wie das Idealbild eines glitzernden deutschen Präsidentenpaares verkörpern.

Sehen Sie in unserer Fotostrecke, wer noch als möglicher Wulff-Erbe in Frage kommt.

Christian Wulff und Co.
Achtung, Telefon!
Debatte um Wulff (Foto) Zur Fotostrecke

roj/cvd/news.de

Leserkommentare (94) Jetzt Artikel kommentieren
  • sissi
  • Kommentar 94
  • 18.02.2012 10:53

Wolfgang Schäuble soll sich zur ruhe begeben.was sollen wir mir so einem alten bundespräsidenten.auch keinen aus der DDR die haben so Ihre eigenen Interessen.Merkel reicht uns völlig.Die hat schon genug Geld von uns verschleudert.Deutschland soll für alles Zahlen.Alles wird teurer nur das Geld für und armen Schlucker wird nicht mehr

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  • Kritikosos
  • Kommentar 93
  • 17.02.2012 19:57

Nun ist er gegangen weil man ihm die Pistole der Merkel auf die Brust gesetzt hat, er war nicht schlechter als alle seine Vorgänger(siehe Herzog) aber auch nicht besser er war halt ein dankbarer Mitläufer der Merkel, nachdem er aber vielen, aus welchen Gründen auch immer, nicht passte wurde so lange in seinem Privatleben herumgebohrt bis man fündig geworden ist und am hinterhältigsten finde ich die Einschaltung der Justiz und der Androhung der staatsanwaltlichen Ermittlungen, von den Parteien gewählt und von den Parteien vertrieben, nicht er hat Schaden angerichtet sondern die Demok. in Berlin

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  • Ole
  • Kommentar 92
  • 16.01.2012 21:36
Antwort auf Kommentar 91

Regieren da nicht die Wunschkoaliken aus Frau Merkels cdu und die 2-Prozentigen fdp-Finanzmatratzen,oder bin ich nicht in Deutschland?Also Biene,Unzufriedenheiten an die richtige Adresse richten!Das ist aber nicht das Thema.Wulff,der allein von Kanzlerin Merkel ausgeguckt wurde und die dann einfach alle"Partei-Abgeordneten"an die Urne trieb,und mit ach und Krach im 3.Wahlgang durchpaukte?Wie in Niedersachsen auch im 3.Anlauf.Nun haben wir den"Salat",einen Merkel-Präsidenten ohne Charisma und Format! Einen Präsidenten aus dem Machtdunstkreisen der"Maschmeyers"!

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