Von Christiane Jacke
Bundespräsident Christian Wulff bleibt vorerst im Amt. In einem TV-Interview mit ARD und ZDF gesteht er zwar Fehler ein, er habe jedoch nichts Unrechtes getan. Wulff war durch die Affäre um einen Hauskredit und einen Drohanruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in die Kritik geraten.
Christian Wulff klammert sich weiter an sein Amt. Der Bundespräsident ist trotz der unangenehmen Enthüllungen und der noch unangenehmeren Kritik der vergangenen Wochen nicht bereit, das Schloss Bellevue zu räumen. Am Mittwochabend versuchte er zum zweiten Mal binnen zwei Wochen den Befreiungsschlag. In einem Fernsehinterview gab er sich eine Viertelstunde lang ein klein bisschen reumütig, aber vor allem kampfeslustig und bestimmt, im Amt zu bleiben. Er bediente damit die Forderungen nach einer persönlichen Erklärung zu den Peinlichkeiten. Seinen Verlust an Ansehen, Glaubwürdigkeit und Autorität konnte er mit dem Auftritt nicht rückgängig machen.
Die Fundamentalkritik und die Rücktrittsforderungen werden nach der Erklärung sicher nicht verstummen. Entscheidend ist aber, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel den Daumen hebt oder senkt - und ob die Serie der immer neuen Vorwürfe und Offenbarungen nun ein Ende hat oder das nächste Fehlereingeständnis bereits wartet. Es mag sein, dass sich Wulff mit seinem 15-Minuten-Fernsehbekenntnis vor dem Absturz gerettet hat. Aber wenn er sich hält, wird er ein geschwächter Präsident bleiben, bis er das Schloss Bellevue verlässt - und ein bequemer Präsident für die Regierung Merkel.
Wulff zeigt nicht viel Reue
Wieder hat sich Wulff zum öffentlichen Bedauern tragen lassen. Wie schon im Dezember, als die ersten Meldungen über seinen fragwürdigen Privatkredit aufkamen, schwieg er auch jetzt zunächst, als sein unschöner Drohanruf bei der Bild-Zeitung publik wurde. Erst auf Druck von außen - allen voran von der Kanzlerin - ließ sich der Präsident zu einer persönlichen Stellungnahme bewegen.
Diesmal aber wählte Wulff nicht die Bühne im Schloss Bellevue, sondern die Bühne der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Ob das ein kluger Schritt war, ist fraglich: Viele Journalisten hätten sich eine Pressekonferenz und nicht eine Exklusiv-Erklärung bei ARD und ZDF gewünscht. Außerdem lässt der abgeschirmte Auftritt Zweifel zu, wie aufrichtig Wulffs Aufklärungswillen ist.
Um zehn vor fünf an diesem frühen Mittwochabend fuhr Wulffs Limousine am ARD-Hauptstadtstudio in Berlin vor, rauschte an den frierenden Kameraleuten und Fotografen vorbei, denen nicht mehr als ein kurzer Blick durchs Autofenster blieb.
Bundespräsident gibt sich angriffslustig
Drinnen beim Interview wirkte er angriffslustig. Ja, der wütende Anruf bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sei ein «schwerer Fehler, der mir leid tut», sagte der erste Mann im Staat und bemühte den Allgemeinplatz, er sei eben auch nur ein Mensch. Viel mehr an Reue brachte Wulff aber nicht hervor.
Er verteidigte sein Verhalten der vergangenen Wochen, die umstrittene Hausfinanzierung, selbst für eine weitere Einmischung in die Arbeit der Presse vor einigen Monaten fand er eine kreative Erklärung: Der Journalist, den er damals ins Schloss Bellevue zitierte, habe sich über das Gespräch gefreut. Ein breites Schuldeingeständnis? Fehlanzeige. Manch einer hätte sich einen Hauch mehr Selbstkritik gewünscht.
Moralische Reden über Pressefreiheit fallen schwer
Die Wirksamkeit der wohlklingenden Erklärungsversuche ist ohnehin zweifelhaft. Schließlich lassen sich die Geschehnisse der vergangenen Wochen nicht ausblenden. Wann immer Wulff künftig bei einer Rede das Wort Pressefreiheit in den Mund nimmt, werden sich wohl einige Zuhörer ein dezentes Lachen nicht verkneifen können und an den wulffschen Wutausbruch auf der Mailbox von Diekmann denken. Auch moralische Reden zur Schuldenkrise in Europa, zu Großkrediten für einzelne Staaten und zum Über-die-Verhältnisse-leben dürften dem Präsidenten in Zukunft schwer fallen. Seinem Publikum wird es Probleme bereiten, Wulffs Ausführungen mit dem nötigen Ernst zu folgen.
Dem Bundespräsidenten ist nicht viel Macht gegeben. Er muss sich vor allem mit klugen Worten hervortun, zum Nachdenken anregen, den mahnenden Zeigefinger heben und auf diese Weise Zeichen setzen.
Wulff dürfte all das in Zukunft Mühe machen. Er ist nun einigermaßen ruhig gestellt. Um den Aufstand zu proben gegen den Kurs der Regierung, um zu kritisieren oder in Frage zu stellen, fehlt es ihm jetzt an Autorität, Kraft und Glaubwürdigkeit. Das ist günstig für die Regierung, aber ungünstig für das Land. Gerade in dieser Krisenzeit in Europa und auf der Welt könnte Deutschland einen starken Bundespräsidenten gut gebrauchen.
cvd/news.de
Hallo, wir sind nicht in SÜD-AFRIKA Wir sind in Deutschland - und zwischen diesen Ländern und deren Korruptheit und was ein Mensch da wert ist ein großer Unterschied. Das müßtest Du am besten wissen - denn wegen dem Wetter gehen die Wenigsten ins Ausland
Kommentar meldenHaben Alle Dreck am Stecken.
Kommentar meldenHallo Bernd, mein Tellerrand reicht sehr weit … Du beziehst Dich auf ein Land ( ZA ), ich gebe Dir Recht, dieses Land hatte und hat endlose und unlösbare Probleme! Ansonsten kenne ich einige Meinungen aus HU, AT, CH, FR, AU, USA und KA und alle sind ähnlicher Meinung in Bezug auf den 1. Repräsentant eines Landes … *Herr Wulff ist unpassend in diesem Amt!* Ein BP, der mündlich Drohungen auf eine Mailbox spricht, ist so oder so nicht im Amt zu halten!
Kommentar meldenWenn schon, denn schon, §188 wäre der Richtige trifft natürlich bei unserem BP nicht zu! Er hat schon als MP seine *Wahrheit* im Landtag erzählt! Wenn jetzt noch ein *Fehlverhalten* in Bezug auf VW / Aufsichtsrat hinzukommt, dann kann das richtige Summen an Steuergeldern verschlingen! Wie viel Redakteure irren sich um einen Rücktritt für sich selbst einzuleiten? Natürlich keiner, zumal es hier um eine ( nicht unbedingt moralische ) aber richtige Information an die Bürger geht!
Kommentar meldenwarum soll der präsident gehen, ich gehe davon aus ,dass herr dickmann von der bild bald seinen hut nehmen wird. übrigens haben sich beide partner das erste und das zweite mit ihren belanglosen fragen mehr als blamiert.es könnte sogar gemäß § stgb 187 a ein nachspiel geben? von daher sollten wir uns lieber mit dieckmann und c/o beschäftigen,das geschehen ist noch nicht ausgestanden.die bild wir auf jeden fall das nachsehen haben
Kommentar meldenOh Anno 1950, wenn Du wüsstest, wie man im Ausland (jedenfalls zur Zeit in Südafrika) über die Affäre Wulff denkt, dann würdest Du genau das Gegenteil schreiben. Man ist entsetzt, wie Menschen hier fertig gemacht werden wegen relativ belangloser Probleme und mit welchen banalen Dingen wir uns hier befassen. Auf der Welt gibt es so vilefältige Probleme, dass man neidisch auf Deutschland blickt... und nun.... da in Deutschland alles recht gut läuft, setzen wir uns mit Dingen auseinander, die niemand auf anderen Kontinenten mehr nachvollziehen können. Schau mal über den Tellerrand. Gruß Bernd
Kommentar meldenSo wie Frau Merkel alles aussitzt und nur in letzter Minute aktiv wird, so macht es unser " Bundespräsident". Wegen dieser Mentalität ist er doch ins Amt gebracht worden. Ein Typ der alles abnickt was von ihrer Gnaden befohlen wird. Das "dumme" Volk hat alles zu schlucken - irgendwann ist das Maß aber voll!!!!
Kommentar meldenSollte unsere Bundeskanzlerin der Meinung sein, dass dieser Bundespräsident, Deutschland insbesondere im Ausland ein würdiger Vertreter unseres Volkes ist, dann sollte Sie Ihn im Amt belassen! Wenn Sie jedoch die Meinung vertritt wie Ihre Wähler, dann sollte Sie Ihn trotz der lebenslangen Bezüge unverzüglich in den Ruhestand versetzten. Sorry, hier gibt es nichts mehr *positives* was für diesen Herren spricht.
Kommentar meldengute nacht, ART! ;)
Kommentar meldenDie Christennummer ist ja schlecht.Auf sog.Christen einhauen,um das Gegenteil zu erreichen, die anderen Weltreligionen indirekt zu verletzen. Es gibt so Wichser,die dabei verbluten!
Kommentar meldenman ist es doch von christen nicht anders gewohnt als das sie hier ihr gesicht wahren wollen indem sie weiterhin sich selbst verarschen oder halt ihre "nachbarn"! *lol*
Kommentar meldenEr wird doch nur an seinen eigenen Worten gemwssen. Wer hat denn in seiner Antrittsrede von Moral und Anstand gesprochen, wohl wissend, dass er schon vorher diese Werte mit Füßen getreten hat. Nein, nein, hier die Boten der schlechten Nachrichten zu verteufeln ist einfach falsch.
Kommentar meldener ist und war nie ein bundespräsident! er wurde von einer sektenanführerin dazu ernannt. das war alles. man sollte als volk vielleicht mal die augen öffnen!
Kommentar meldenhoffentlich steckt man so leute wie dich gleich mit in den knast!
Kommentar meldenVorweg, ich bin kein Freund von Chr.Wulff, aber das Affentheater das von den Medien gemacht wird, ist widerlich. Ist das Pressefreiheit, wenn dermaßen ins Detail gegangen wird ? Wen interessiert das überhaupt ? Bilden die Herren Berichterstatter sich ein, größere Privilegien zu haben als unser Bundespräsident ? Was hat er getan ? Ungeschickt das, was alle anderen Politiker und Privilegierte auch tun: Seine Stellung zum eigenen Vorteil genutzt. "Der werfe den ersten Stein" . . da würde sich keiner bücken, angefangen von der Roth über Trittin bis hin zum SPD-Boss. Alle haben Dreck am Stecken..
Kommentar meldener denkt nicht mal an rüktritt. noch frecher geht es wohl kaum. mir scheint so als fordern diese leute da man sie sprich wörtlich aus dem amt "bombt"! rotz frech wie die diktatoren aus anderen ländern. unfassbar was man sich bei den christen raus nimmt!
Kommentar meldenWir brauchen einen neuen Bundespräsidenten der auch mal sagt was er denkt und nicht nur kuscht. Einen der auch mal richtig auf den Putz haut und dem ganzen lahmen Haufen von Volksvertretern mal Beine macht. Wie wärs denn mal mit Dieter Bohlen, der nimmt wenigstens kein Blatt vor den Mund und kuschen wird der auch nicht ausserdem noch schlechter wie jetzt kann es nicht mehr werden. Immer nach dem Motto was die Ammis können (siehe Arnold die schwarze Ecke) können wir schon lange. Yes we can!
Kommentar meldenDer Wulff hat ein Gestörtes Verhältnis zur Presse, darum Reden auch die Anwälte. Wenn diese meint die Bevölkerunge zu diesem, dann soll Er mal die Kommentare in den Einschlägigen Foren Lesen. Denn wer einmal Lügt dem Glaubt man nicht und wenn er noch die Wahrheit spricht. Also Nur eins RÜCKTRITT OHNE PRIVILEGIEN:
Kommentar meldenHerr Wulff muß abdanken, solch ein Mann an der Spitze bei uns in Deutschland das geht garnicht. alles nur Lügengeschichten. Wenn wir als Normalbürger so etwas gemacht hätten, hätten wir die Anwälte auf dem Hals. Aber in der Regierung gibt es leider nur Lügengeschichten
Kommentar meldenDer Bundespräsident Herr Christian Wulf, soll auf jeden Fall im Amt bleiben. Er soll sich nicht wie Frau Käsmann oder Herr Guttenberg aus seinen AMT JAGEN LASSEN: Gerade diejenigen die auf ihn reinhacken, sollten sich an die eigene Nase fassen. Wie war es mit unseren früheren Aussenminister J.Fischer. Der Turnschuhminister, Steinewerfer, Polizistenschläger, da wäre es angebracht zu recherieren. Lasst Herrn Wulf entlich in Frieden, konzentriert euch auf Wesentlicheres und Wichtigeres.
Kommentar meldenDa wollen uns die Politiker erzählen von: Bürgercourage, Meinungsfreiheit, Demokratie und Pressefreiheit bla.bla.bla, und selbst treten sie diese Füssen. Allen voran dieser Bundespräsident. Da schlimme an der Sache ist das keiner den Arsch in der Hose hat und Klartext zu sprechen. Nur vereinzelt wird der Rücktritt gefordert. Damit macht sich nicht nur Herr Wulff unglaubwürdig, sodern die gesamte Regierung + Opposition. Mir ist einfach nur schlecht. Das ist der Hohn in Säcken! Bitte Herr Präsident; gehen sie uns nicht weiter auf den Sack mit ihren Zahnpastalächeln und ihrer wunderschönen Frau.
Kommentar meldenWulff - der Lügenbaron! mir dreht sich jedesmal der Magen um, wenn ich diesen Dummschwätzer und Lügenbold mit seinem heuchlerichen Dackelblickauf auf dem Bildschirm sehen muss. Er hält alle zum Narren, und keiner traut sich, ihn endlich dorthin zu schicken, wo er hingehört: in die Gosse, zusammen mit seinen korrupten Freunden, auf deren Unterstützung er sich bezieht. Überfrau Merkel: machen Sie endlich Schluss mit dieser Witzfigur im höchsten Staatsamt!!
Kommentar meldenIch kann es nicht glauben, dass selbst der Präsident von Deutschland das Grundgesetz nicht ernst nimmt! Damit auch seine Mitbürger. Wenn jemand gegen die Pressefreiheit verstößt und meint (öffentlich) er hätte gegen kein Gesetz verstoßen, meint er,dass die Bürger doof seien? Ich unrerrichte Außländer in den Orientierungskursen und kann nicht glauben, dass der Bundespräsident noch nie was von der Pressefreiheit gehört hatte? Soll also die Demokratie nur ein bluff sein?
Kommentar meldenWulff glaubt anscheinend immer noch er sei unantastbar und könne alles. Nur hat er offenbar in seiner Selbstüberschätzung noch immer nicht bemerkt dass ihn seit seinem unbeholfenen "Islam gehört zu Deutschland" Spruch in D kaum einer mehr ernst nimmt, im Ausland schon gar nicht. Daher, um so schneller er geht um so besser. Das Image für das BP-Amt ist bereits schon massiv geschädigt, verhöhnt und missbraucht worden aus egoistischen Gründen von Wullf.
Kommentar meldensehr interessante Sache ansehen lohnt: http://www.youtube.com/watch?v=W50uroWPy0U&feature=related
Kommentar meldenBananenrepublik mehr kann man hier nicht mehr sagen, liebe Bürger der BRD GmbH macht es doch allen Politikern gleich: betrügen,belügen,abzocken,bescheissen,wie unsere sogenannten Freibeuter der Politik, ganz einfach. Diese Leben uns Bürgern doch vor wie man zu Kohle kommt also sollte man es denen gleich machen, wer will einem denn für solche Schweinereien verurteilen wenn ein Wulff machen kann wie er will dann können Bürger es doch auch. Es wird Zeit daß alle Bürger gemeinsam gegen diese BRD GmbH etwas unternimmt, alle auf nach Berlin und dem Gesinde zeigen wer die Macht hat in unserem Land.
Kommentar meldenEr will Bundespräsident bleiben, da er einen großen Rückhalt in der Bevölkerung spürt. Ich spüre einen starken Brechreiz bei dem Namen Christian Wulff. Dieser Vollpfosten kann noch nicht einmal Bundesgrüßaugust.
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