Persischer Golf Iran feuert erfolgreich seine Rakete ab

Atomstreit mit dem Iran droht zu eskalieren (Foto)
Die Iraner haben wieder mal erfolgreich eine Rakete getestet. Bild: dpa

Erst der Kernbrennstab, nun die Tarnkappen-Rakete: Der Iran bejubelt Erfolge, die die westliche Welt schaudern lassen. Unklar ist, wie weit die neue Rakete wirklich fliegen kann.

Der Iran hat zum Abschluss seines von Drohgebärden gegen die USA begleiteten Manövers im Persischen Golf seine modernste Schiffsabwehrwaffe getestet. Der Tarnkappen-Marschflugkörper des Typs «Ghader» habe sein Ziel wie geplant erreicht, sagte der Militärsprecher Admiral Mahmud Mussavi der Agentur Irna.

Verwirrung gab es um seine Flugleistung. Die «Ghader» hat nach ursprünglichen iranischen Angaben eine Reichweite von 200 Kilometern und kann sehr niedrig fliegen. Sie wird von Schiffen und auch von Land abgefeuert. Einige iranische Medien berichteten, die Reichweite sei zu einer «Langstreckenrakete» erweitert worden. Von Langstreckenraketen spricht man aber erst ab einer Reichweite von 3500 Kilometern.

«Der getestete Ghader-Marschflugkörper wurde aufgerüstet», sagte Mussavi der Nachrichtenagentur Isna. Radar, Zielpräzision, Reichweite und Navigation seien verbessert worden. Zum Abschluss der Seemanöver wurden noch der Marschflugkörper «Nur» und die Rakete «Nassr» erprobt. Beide sind Weiterentwicklungen chinesischer Waffen.

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Noch herrscht Gelassenheit am Ölmarkt

Zuvor hatte der Iran bei dem Seemanöver nach eigenen Angaben erfolgreich eine Mittelstreckenrakete getestet. Vor dem Hintergrund dieser Tests gaben die USA zuletzt die Lieferung von Abfangraketen an den Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate bekannt. Die USA haben ihre fünfte Flotte vor der Küste Bahrains im Persischen Golf stationiert.

Teheran hatte in den vergangenen Tagen mit einer Blockade der Straße von Hormus für den Fall gedroht, dass seine Ölausfuhren durch Sanktionen blockiert würden. An den Ölmärkten überwiegt noch Gelassenheit. Es ist nicht das erste Mal, dass der Iran mit einer Blockade droht. Aber Experten sind sicher: Die Ölpreise könnten massiv nach oben schießen, wenn der Konflikt zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten eskalieren sollte und die Hauptroute der weltweiten Öllieferungen tatsächlich blockiert wird.

Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt. Die USA wollen den Seeweg mit Hilfe ihrer Flotte offenhalten. Die Feinde des Irans sollten wissen, dass die iranische Marine «stark genug sei, um Panik unter den arroganten Mächten hervorzurufen», sagte Mussavi. Gleichzeitig betonte er aber die friedlichen Absichten Teherans.

Iran feiert ersten eigenen Kernbrennstab

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Die USA haben zum Jahreswechsel ein Gesetz beschlossen, das Sanktionen gegen die iranische Zentralbank vorsieht, über die der Ölhandel abgewickelt wird. Ziel ist es, Teheran zur Aufgabe der Urananreicherung zu bewegen.

Am Neujahrstag verkündete Teheran einen weiteren Durchbruch für sein umstrittenes Atomprogramm: Erstmals sei es iranischen Wissenschaftlern gelungen, einen eigenen Kernbrennstab zu fertigen. Der Westen reagierte zurückhaltend auf ein neues Angebot des Irans, die Atomgespräche wieder aufzunehmen.

iwi/cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (14) Jetzt Artikel kommentieren
  • Mike Charles
  • Kommentar 14
  • 01.02.2012 08:28

Aber Vorsicht, iranische Mullahs, sonst wendet sich das Blatt und die abgeschossene Rakete wird auf halbem Weg einfach wieder zurüchfliegen. Dann ist der Jubel der Mullahs über Allah gross. Lang lebe die Revolution gegen die islamische Republik des Iran.

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  • arnold.r
  • Kommentar 13
  • 23.01.2012 15:19

Die USA können seit Jahresbeginn aufgrund des NDAA-Gesetz jeden auf der ganzen Welt verhaften und einsperren lassen, und zwar ohne Anhörung und Gerichtsverfahren und auf unbestimmte Zeit, auch lebenslang. Schon der Verdacht, jemand sei ein Feind der USA ist ausreichend. Der Verdächtigte kann nach belieben "behandelt" werden. Prädident Obama wird dieses Gesetz vielleicht nicht mehr groß ausnutzen, aber was kommt nach Obama? Washington unterscheidet sich heute nicht groß von Deutschland im Jahre 1933, als Hitlers Ermächtigungsgesetz unterzeichnet wurde. Wird da ein Krieg gegen den Iran geplant?

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  • herby
  • Kommentar 12
  • 06.01.2012 20:41

zu Kommentar 6: Warum ich so denke ist ganz einfach, ich lasse mich nicht von Medien und Presse so verdummen wie zb. Sie, aber die USA ist ein Massenmörder aus Profitgier und spielt sich auf als Weltpolizei, aber es kommt meistens anders als man denkt. Die USA ist ein Weltausbeuter und kein Retter der Menschheit. Und das gleiche Spiel treibt Israel, mit Unterstützung der USA. Falls Sie sich mal Tatsachen ansehen möchten wie die USA vorgeht dann hier: http://www.kopp-online.com/video.html?videoid=657 ::::und alles weitere bei Wikileaks . PS: die USA hat noch nie einen Krieg gewonnen.

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