Kim Jong Il, Zschäpe News am Morgen

Beisetzungsfeier für Kim Jong Il in Nordkorea (Foto)
Das TV-Bild des zentralen nordkoreanischen Fernsehsenders zeigt den Sarg von Kim Jong Il in Pjöngjang. Bild: dpa

Nordkorea nimmt Abschied von Militärmachthaber Kim Jong Il. Die Anwälte der mutmaßlichen Rechtsterroristin Zschäpe legen Haftbeschwerde ein und das Kontrollgremium der BW-Bank will sich mit dem Privatkredit von Bundespräsident Wulff befassen. Der Mittwochmorgen im news.de-Nachrichtenüberblick.

Nordkorea nimmt Abschied von Kim Jong Il. Mit einer öffentlichen Trauerfeier hat Nordkorea vom gestorbenen Militärmachthaber Kim Jong Il Abschied genommen. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder, wie der Sarg des Diktators am Mittwoch mit einem Autokorso durch Pjöngjang gefahren wurde. Hunderttausende Nordkoreaner säumten bei starkem Schneefall die Straßen der Hauptstadt, um Kim Jong Il die letzte Ehre zu erweisen. Viele Menschen weinten am Straßenrand. An der Seite des Sargs lief Kims jüngster Sohn und Nachfolger Kim Jong Un. Er wurde begleitet von ranghohen Militärs und anderen Funktionären. Die Beisetzungsfeierlichkeiten hatten im Kumsusan-Mausoleum begonnen, wo Kim Jong Il nach seinem Tod in einem Glassarg aufgebahrt worden war. Von dem Mausoleum setzte sich der Trauerkorso langsam Richtung Innenstadt in Bewegung. An der Spitze fuhr ein Wagen mit einem Riesenporträt des lächelnden Kims.

NSU
Die Geschichte einer beispiellosen Terrorserie
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Zschäpes Anwälte gehen gegen Inhaftierung vor. Die Verteidiger der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe haben Haftbeschwerde eingelegt. Nach den vorliegenden Akten bestehe gegen Zschäpe kein dringender Tatverdacht wegen Gründung beziehungsweise Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, teilten ihre Rechtsanwälte Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl gestern mit. Die Kriterien für eine terroristische Vereinigung seien nicht erfüllt. Aus den Akten lasse sich nicht erkennen, dass es eine feste Organisationsstruktur zwischen Zschäpe sowie den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gegeben habe mit dem Ziel, Menschen zu töten. Das Trio soll nach Ansicht der Ermittler die Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) gebildet haben und neun Kleinunternehmer türkischer beziehungsweise griechischer Herkunft sowie eine Polizistin ermordet haben.

Wulff-Kredit ist Thema im BW-Kontrollgremium. Das Kontrollgremium der BW-Bank will sich nach den Worten ihres Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schuster mit dem umstrittenen Privatkredit von Bundespräsident Christian Wulff befassen. Er gehe davon aus, dass «aufgrund der medialen Wellen des Themas der Vorstand in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats kurz berichten wird», sagte der Stuttgarter Oberbürgermeister der Zeitung Die Welt. Die nächste Sitzung sei für den 30. April nächsten Jahres geplant. Nach Schusters Worten fällt die Vergabe von Krediten in den Aufgabenbereich des Vorstands der BW-Bank. Das zinsgünstige Darlehen an Wulff sei aber kein Thema im Kreditausschuss gewesen, sagte ein Sprecher des CDU-Politikers.

Pop-Art-Künstler James Rizzi gestorben. Der Pop-Art-Künstler James Rizzi ist tot. Er starb am Montag im Alter von 61 Jahren in seinem Studio im New Yorker Stadtteil Soho, wie Verlag und Management gestern auf Rizzis Webseite mitteilten. Sein plötzlicher und unerwarteter Tod sei ein Schock für Hinterbliebene, Freunde und Sammler. Rizzi wurde berühmt durch die von ihm entwickelten 3D-Papierskulpturen, deren kindlich-verspielte Figuren und leuchtende Farben den Angaben zufolge zu seinem Markenzeichen wurden. Bekannt wurde er auch durch die Umsetzung seines Stils auf Alltagsgegenstände - von den Rizzi-Briefmarken über Rizzi-Haus und Rizzi-Puzzle bis zum Rizzi-Düsenjet. Zudem hat sich Rizzi zeitlebens für wohltätige Zwecke eingesetzt, wobei ihm insbesondere das Schicksal von Kindern immer sehr am Herzen lag. Eine öffentliche Schule in Duisburg trägt seinen Namen.

Starkes Erdbeben erschüttert Sibirien. Ein Erdbeben der Stärke 6,6 hat am Dienstagabend den Südwesten Sibiriens erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben von Seismologen rund 100 Kilometer östlich von Kysyl, der Hauptstadt der russischen Republik Tuwa an der Grenze zur Mongolei. Über Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt. Russische Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu, dass Bergarbeiter in den Kohle produzierenden Regionen Kemerowo und Chakassia aus den Minen geholt würden. In Kysyl durften Bewohner mehrstöckiger Gebäude, die Angst vor Nachbeben hatten, die Nacht in Schulen verbringen, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete.

cvd/news.de/dapd

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