Politikerkarrieren Tausche Bundestag gegen Hörsaal

Peer Steinbrück (Foto)
Ab und an sitzt Peer Steinbrück noch im Bundestag, meistens aber hält er Vorträge auf wichtigen Konferenzen. Nun ist er auch Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Bild: dpa

Von news.de-Volontär Ronny Janke
Auch Politiker wollen nach der Karriere im Bundestag noch Geld verdienen. Nach der freien Wirtschaft entdecken nun immer mehr von ihnen die Universitäten. Peer Steinbrück ist das aktuellste Beispiel. Aber ist das gut?

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ist das jüngste Beispiel für einen Trend, dem immer mehr Politiker folgen. Ob nun schon während ihrer Karriere oder unmittelbar danach: Viele Politiker zieht es wieder in den Hörsaal. Allerdings nicht auf einen der vielen Plätze neben den Studenten, sondern vorn stehend, am Rednerpult und die neugierigen Zuhörer gut im Blick. Man kann davon halten, was man will, aber dank ihrer in den vielen Berufsjahren gesammelten Erfahrung garantieren Peer Steinbrück, Joschka Fischer und Co. einen übervollen Hörsaal.

Doch auch der umgekehrte Weg ist möglich: Nach einigen Jahren an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland und der Vermittlung theoretischer Inhalte an den Nachwuchs will der eine oder andere Professor wissen, ob er auch für die große Politik gemacht ist. Verkehrt ist das sicher nicht, wenn man bedenkt, dass jede Regierung vom Wissen eines echten Fachmannes nur profitieren kann.

Politiker und ihre Berufe
Vom Taxifahrer zum Außenminister

Das Politiker-Dasein ist nicht das Ende der Fahnenstange

Ob nun der Steuerexperte Paul Kirchhof, der der Regierung bei der Erstellung eines einfacheren Steuersystems geholfen hat oder Gesine Schwan, die einerseits Präsidentin einiger namenhafter Universitäten war, noch immer ist und nebenher als potentielle Kandidatin für den Posten als Bundespräsidenten zur Wahl gestellt wurde - jeder Professor, der sich berufen fühlt, kann für die sonst so themenfremde politische Arbeit von enormer Bedeutung sein.

Schon an anderer Stelle hat sich news.de angeschaut, welche Berufe Politiker ursprünglich gelernt haben, wer möglicherweise sogar sein Studium vorzeitig abgebrochen hat und wie weit es Angela Merkel und ihre Kollegen trotz der zumeist von der politischen Arbeit weit entfernten Ausbildungen eigentlich gebracht haben. Wissen Sie zum Beispiel, welcher bekannte Politiker als Taxifahrer angefangen hat? In unserer Bilderstrecke können Sie es herausfinden.

Dürfen die das?
Politiker wechseln in die Wirtschaft

Das Politikerdasein scheint ohnehin nicht das Ende der beruflichen Fahnenstange zu sein. Viele zieht es nach ihrer Tätigkeit im Bundestag - als Minister oder gar Bundeskanzler - im dann oft fortgeschrittenen Alter nicht nur zurück in den Universitätsbetrieb, sondern oft auch in die Wirtschaft. Als Chefs oder Berater großer Unternehmen winkt kurz vor der Rente noch einmal das große Geld. Dass es da schwer fällt, «Nein» zu sagen, überrascht nicht. Auch wenn ein «Nein» der Glaubwürdigkeit von so manchem ehemaligen Politiker gut tun würde.

beu/news.de

Leserkommentare (23) Jetzt Artikel kommentieren
  • ART
  • Kommentar 23
  • 29.12.2011 20:10
Antwort auf Kommentar 21

Ach,und denk an die Sache mit der Mutti,Angela,cdu,sie nimmt alle fdp-Reste unter ihr"Ragna-Röckle"! Das war eine kleine"Unart".

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  • ART
  • Kommentar 22
  • 29.12.2011 20:07
Antwort auf Kommentar 21

Müssen sie schon wider die gelungenen Beiträge Ihrer"rechtsrandigen schwarz-braunen Hasenuß"erklären? hp-Haselnuß-Poet kann ganz allein kotzen! Schönen Abend, ART.

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 21
  • 29.12.2011 16:03
Antwort auf Kommentar 20

Eine Unart ist es,Sozialdemokraten als reich zu bezeichnen. Reiche Sozis gibt es nämlich nicht, das sind nur ihre Funktionäre. Diese Funktionäre sind auch nicht so verblödet, einen Sozialdemokraten reich zu machen. Dann wäre dieser nämlich kein Sozialdemokrat mehr. Für den SPD-Funktionär gilt die Faustformel: Durch Kritik des Reichtums halte ich mein Klientel dumm, denn ich verspreche ihnen nicht, dass sie reich werden. Mit dieser fiesen Denke haben Leute wie Schröder Karriere gemacht. R fordert: Dreht den linken Fieslingen den Geldhahn zu. Keine Staatsknete für linke Armenverräter.

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