Anschläge in Italien Der Terror kommt mit der Post

Rom (Foto)
Nicht nur Briefbomben, sondern auch Kugeln mit Drohungen werden jetzt in Rom an Politiker verschickt. Bild: dpa

Auf besonders perfide Art und Weise verängstigen Terroristen zwei italienische Politiker. Verantwortlich dafür ist offenbar eine Organisation, die schon in den 1970er und 1980er Jahren Angst und Schrecken verbreitet hat.

Erneut Terror-Drohungen per Post in Italien: Eine italienische Terroristen-Gruppe hat die Justizministerin und den römischen Bürgermeister bedroht. Bei Kontrollen in Postämtern in Rom wurden zwei Briefumschläge mit jeweils einem Drohbrief und zwei Kugeln sichergestellt. Die Sendungen waren an die italienische Justizministerin Paola Severino und den römischen Bürgermeister Gianni Alemanno adressiert, wie italienische Medien berichteten.

«Für dich werden wir diese benutzen», hieß es in dem Schreiben an Bürgermeister Alemanno. Zu der Drohung habe sich der «Kreis Mario Gallesi» bekannt. Die Gruppe wird den Terroristen der «Neuen Roten Brigaden» zugerechnet. Die Terrororganisation «Rote Brigaden» verübte in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Mordanschläge.

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Ein Zusammenhang mit der Paketbombe, die am Freitag den Direktor eines Steuereinzugsbüros in Rom schwer verletzt hatte, wurde zunächst nicht festgestellt. Dafür hatte die linksanarchistische Gruppe FAI (Federazione Anarchica Informale) die Verantwortung übernommen, ebenso wie kurz zuvor für eine rechtzeitig in Frankfurt abgefangene Briefbombe an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

beu/roj/news.de/dpa

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