Euro-Gipfel, Klima, Kerkeling News am Morgen

Protest beim Klimagipfel in Durban. (Foto)
Protest beim Klimagipfel in Durban. Bild: dapd

Die Politik meckert, die Wirtschaft ist zufrieden mit dem, was Merkozy beim Krisengipfel erreicht haben. In Durban ringt die Welt noch immer ergebnislos ums Klima und Hape Kerkeling will wieder lecker Mittagessen. Der Nachrichtenüberblick.

Wirtschaft reagiert positiv auf Euro-Krisengipfel. Es sei der erste europäische Krisengipfel, nach dem die Finanzmärkte nicht sagen werden: Zu wenig und zu spät, sagte Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer der Passauer Neuen Presse. Erstmals sei auch nicht aktuelles Krisenmanagement betrieben, sondern nach vorne geschaut worden. Aus der Politik wurde scharfe Kritik an der Weigerung des Nicht-Eurolandes Großbritannien laut, die Vertragsänderungen zur Stabilisierung des Euro mitzutragen. «Fernsehbilder und Gipfelerklärungen können nicht darüber hinwegtäuschen: Dieser europäische Gipfel ist ein Fiasko», sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Nächtliches Ringen um neuen Klimavertrag. Auf dem Weltklimagipfel in Durban wird weiter um einen neuen Klimavertrag gerungen. Bis zum offiziellen Ende der Konferenz am Freitagabend konnten die Unterhändler aus 194 Staaten keine Übereinkunft über das weitere Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel erzielen. Beratungen im Kreis von 28 Unterhändlern wurden am Abend abgebrochen. In kleineren Gruppen sollten die Verhandlungen in der Nacht fortgesetzt werden, das Plenum der Konferenz soll heute wieder zusammentreten. Es steht viel auf dem Spiel. Das Klimaprotokoll von Kyoto mit seinen festen Reduktionszielen für Treibhausgase endet 2012. Die EU will einem Nachfolgevertrag nur zustimmen, wenn sich auch große Verschmutzer wie die USA, China und Indien wenigstens dazu verpflichten, bis etwa 2015 rechtlich bindende Klimaschutzziele zu vereinbaren.

Klimawandel
Die Erde verändert ihr Gesicht
Die Erde vom Weltall aus betrachtet.  (Foto) Zur Fotostrecke

In Russland hat der Tag des Protests begonnen. In Wladiwostok demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen Ministerpräsident Wladimir Putin und seine Partei Einiges Russland, die bei der Wahl am vergangenen Sonntag ihre Zweidrittelmehrheit verlor, dennoch aber alleine weiterregieren kann. Die Organisatoren des Protestes haben die größten Demonstrationen in Russland seit dem Ende der Sowjetunion vor 20 Jahren angekündigt. Zur zentralen Kundgebung in Moskau erwarten sie mehr als 30.000 Teilnehmer. Demonstrationsaufrufe gibt es für mehr als 70 weitere Städte.

Mordwaffe der Zwickauer Terrorzelle soll aus der Schweiz stammen. Die Ermittler des Bundeskriminalamts sind laut Süddeutsche Zeitung im Fall der Mordwaffe der neonazistischen Zwickauer Terrorzelle ein Stück vorangekommen. Die Ceska sei in den 1990er Jahren in der Schweiz von einem Waffenliebhaber gekauft worden, schreibt das Blatt. Die Witwe des inzwischen verstorben Mannes stamme aus Thüringen und habe dort Verwandte. Die Ermittler prüften jetzt, ob die Waffe zur Hinterlassenschaft des Toten gehört habe und an wen sie weitergegeben worden sei.

Schlechte Aussichten für totale Mondfinsternis. Heute Nachmittag lohnt ein Blick in den Himmel: Von Deutschland und vielen anderen Ländern aus ist eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Bei dem kosmischen Schauspiel taucht der Vollmond vollständig in den Schatten der Erde ein. Um das zu sehen, muss man allerdings eine Lücke in der Wolkendecke finden - und die Wetteraussichten sind nicht gut. Wer das Schauspiel verpasst, muss sich gedulden. Die nächste totale Mondfinsternis ist erst 2015 von Deutschland aus zu sehen.

Hape macht wieder die Beatrix. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird Komiker Hape Kerkeling 20 Jahre nach seinem legendären Auftritt vor dem niederländischen Königspalast erneut in die Rolle der Beatrix schlüpfen. Anlass sei sein Besuch in der Sendung Menschen 2011: Dort wird ein Gastronom zu Gast sein, der das schwedische Königspaar nicht erkannte. Hape wolle nun testen, ob sie denn die Beatrix identifizieren, heißt es bei Bild.

Bloß nicht sparen!
Das Auslaufmodell in der Spardose
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100 Schlangen in Kölner Hotelzimmer entdeckt. Tierischer Fund in Köln: Dort sind in einem Hotel rund 100 Schlangen, knapp 70 Schildkröten und 20 neonfarbene Frösche entdeckt worden. Drei aus China stammende Gäste hatten die Tiere in ihrem Gepäck mit aufs Zimmer gebracht. Angestellten war das Trio verdächtig erschienen. Sie riefen die Polizei, die daraufhin die Gepäckstücke durchsuchte und auf die Reptilien stieß. Ob es sich dabei um seltene und geschützte oder gar giftige Exemplare handelt, ist noch unklar. Die Tiere wurden zunächst in den Zoo gebracht.

Klimawandel
Ein Planet stellt sich um
Unterwasserkonferenz.  (Foto) Zur Fotostrecke

cvd/rzf/news.de/dpa/dapd

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