Dienstag, 6. Dezember News am Morgen

Hier erschoss ein Vater seine 13-jährige Tochter. (Foto)
Hier erschoss ein Vater seine 13-jährige Tochter. Bild: dapd

Grausiges Verbrechen in Niedersachsen: Ein Vater erschießt seine 13-jährige Tochter auf offener Straße. Ein Ehrenmord? Außerdem in den Morgennews: Deutschlands Topbonität ist in Gefahr, Angelina Jolie wurde verklagt und ein erdähnlicher Planet entdeckt.

Vater erschießt 13-jährige Tochter auf offener Straße. Offenbar steckt ein Familienstreit hinter der grausamen Tat im niedersächsischen Stolzenau. Nach den Schüssen flüchtete der Mann. Der 35-Jährige sei noch nicht gefasst, sagte ein Polizeisprecher. Eine Mordkommission ermittelt, die Fahndung läuft auf Hochtouren. Die Familie stammt aus dem Irak, es heißt, das Mädchen habe schon seit Monaten nicht mehr bei ihrer Familie gelebt, Spekulationen zufolge war sie möglicherweise schwanger. Es wird die Frage aufgeworfen, ob es sich um einen Ehrenmord gehandelt haben könnte.

Deutschlands Topbonität ist in Gefahr. Die Ratingagentur Standard & Poor's kündigte am Montagabend eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit von Deutschland und Frankreich sowie weiterer 13 Staaten der Währungsunion an. Als Grund nannte die Agentur am Abend nach Börsenschluss in New York die Verschärfung der Krise der europäischen Gemeinschaftswährung. Im Falle einer Neubewertung könnte den betroffenen Ländern damit eine Herabstufung drohen. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy reagierten betont unaufgeregt. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, «um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten».

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SPD will Spitzensteuersatz erhöhen. Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bringt den Leitantrag zum Thema Wirtschaft und Finanzen ein. Vorgesehen ist im Falle eines SPD-Sieges bei der Bundestagswahl 2013 eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent. Die Parteilinke will eine noch höhere Steuerbelastung für Gutverdiener durchsetzen. Gestern war SPD-Chef Sigmar Gabriel von den Delegierten mit 91,6 Prozent im Amt bestätigt worden. Er machte deutlich, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl eine Neuauflage von Rot-Grün anstrebe.

Afghanistans Präsidenten Karsai bei Merkel und Wulff in Berlin. Auf der Bonner Konferenz hatte der afghanische Präsident die internationale Gemeinschaft gebeten, sein Land noch ein weiteres Jahrzehnt zu unterstützen. Die Nato-Kampftruppen wollen 2014 Afghanistan verlassen, danach soll es aber weitere Unterstützung unter anderem bei der Ausbildung von Sicherheitskräften und der Entwicklungszusammenarbeit geben. Derweil berichtet die Bild-Zeitung, der afghanische Geheimdienst NDS habe mit den Aufständischen kooperiert, die im Juni einen Schützenpanzer der Bundeswehr in Nordafghanistan in die Luft gesprengt haben. Bei dem Anschlag waren ein deutscher Soldat getötet und fünf weitere verletzt worden. Laut einem Ermittlungsbericht der Bundeswehr sei der Anschlag von der Gruppe eines Kommandeurs der Aufständischen durchgeführt worden, der vom afghanischen Geheimdienst unterstützt worden sei. Die Verbindung sei Bundeswehr und Verteidigungsministerium bekanntgewesen.

Belgien hat endlich eine Regierung. Eineinhalb Jahre nach der Parlamentswahl hat Belgien wieder einen regulären Premierminister. König Albert II. ernannte den französischsprachigen Sozialisten Elio Di Rupo zum neuen Regierungschef. Der Palast veröffentlichte zudem die Liste der zwölf künftigen Minister. Sie werden heute vereidigt. Am Kabinettstisch sitzen künftig Sozialisten, Liberale und Christdemokraten. Jede Gruppierung hat jeweils eine französisch- und eine flämischsprachige Partei.

Deutsche geben fast halbe Milliarde für Weihnachtsbäume aus. Rund 450 Millionen Euro kommen laut Bild-Zeitung aus dem Tannenbaumverkauf zusammen. 80 Prozent der 26 Millionen hierzulande verkauften Bäume stammen demnach aus Deutschland. Die Preise reichten in diesem Jahr von sechs bis acht Euro pro Meter «Schlichtfichte» über neun bis 12 Euro pro Meter Blaufichte bis zu 22 Euro für die besonders beliebte Nordmanntanne.

Aldi ruft Bergkäse zurück. Der Käseproduzent Tirol Milch Wörgl ruft mehrere Käsesorten zurück. Sie sind mit Bakterien verunreinigt. Betroffen sind die Sorten «Andreas Hofer Jubiläumskäse», «Alpenmark Österreicherischer Bergkäse» und «Bergkäse». Die Käseprodukte wurden über Aldi Nord und Süd verkauft. In den Produkten können Listerien vorkommen. Diese Bakterien können besonders bei Menschen mit schwachem Immunsystem zu Erkrankungen führen, im schlimmsten Fall kann es zu lebensgefährlichen Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen kommen.

Angelina Jolie im Drehbuchstreit verklagt. Wenige Wochen vor dem geplanten Kinostart ihres Regiedebüts In the Land of Blood and Honey ist Jolie wegen Urheberrechtsverletzung verklagt worden. Wie das US-Branchenblatt Hollywood Reporter berichtete, hat der kroatische Autor James Braddock vor einem US-Gericht Klage eingereicht. Er macht geltend, dass Jolies Kriegs- und Liebesfilm auf seinem Buch The Soul Shattering beruht. Die Schauspielerin gab zuvor an, sie hätte sich die Geschichte und das Drehbuch selbst ausgedacht. Braddock pocht auf Schadenersatz. Zudem fordert er, dass der Film vorerst nicht in die Kinos kommt.

Forscher entdecken erdähnlichen Planeten. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat außerhalb unseres Sonnensystems einen Planeten entdeckt, der gewisse Ähnlichkeiten mit der Erde aufweist. Auf der Oberfläche des Himmelskörpers betrage die Temperatur etwa 22 Grad Celsius, teilten die Nasa-Forscher mit. Möglicherweise gebe es Wasser und die Sonne des Planeten gleiche der Sonne der Erde. Die Wissenschaftler entdeckten den ersten Planet in einer bewohnbaren Zone außerhalb des Sonnensystems der Erde mithilfe des Teleskops Kepler.

Fortuna Düsseldorf ist Herbstmeister in der 2. Liga. Zum Abschluss der Hinrunde feierte die Mannschaft einen 2:0-Sieg gegen den MSV Duisburg und verlängerte ihre Erfolgsserie auf 24 Ligaspiele in Serie ohne Niederlage. Vor 23.117 Zuschauern in der Duisburger Arena trafen Jens Langeneke (57. Minute/Foulelfmeter) und Sascha Rösler (59.) für die Fortuna, die mit 41 Punkten so viele Hinrunden-Zähler sammelte wie noch keine Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

cvd/beu/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Mailyn Pelagio
  • Kommentar 1
  • 06.12.2011 21:43

Immer wieder die gleiche Gewalt aus dem gleichen Milieu. Offenbar haben gewisse Zuwanderer Probleme mit der Integration in D, mit der Lebensweise in D oder sind in D nie ankommen. Man sollte anfangen Verweigerer und Störer des immer noch reibungslosen Zusammenlebens verschiedener Menschen in D rigeros auszuweisen zum Wohle aller.

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