Umfrage Guttenberg spaltet die Nation

Er hat verspielt: Nach seinem Rücktritt im März wünschten sich noch 62 Prozent der Deutschen, dass Karl-Theodor zu Guttenberg irgendwann zurückkehrt in die Politik. Nun lässt er sich wieder blicken - aber 51 Prozent sind gegen sein Comeback.

Guttenberg (Foto)
Die Mehrheit der Deutschen möchte den Freiherrn nicht wiederhaben. Bild: dapd

Der gefallene Politstar Karl-Theodor zu Guttenberg hat deutlich an Rückhalt in der Bevölkerung verloren - trotz öffentlicher Auftritte und seines gestern erschienenen Interviewbuches Vorerst gescheitert. In einer aktuellen Forsa-Umfrage wünschen sich nur noch 49 Prozent der Befragten eine Rückkehr des CSU-Politikers auf die politische Bühne, wie das Magazin Stern mitteilt, das die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Im März seien es noch 62 Prozent gewesen.

Ähnlich geteilt sind die Meinungen der User von news.de. 53 Prozent wünschen sich in unserer Umfrage ein Comeback des Freiherrn auf politischer Bühne. 47 Prozent sind dagegen. Karl-Theodor zu Guttenberg war am 1. März wegen seiner abgeschriebenen Doktorarbeit als Verteidigungsminister zurückgetreten und hatte alle politischen Ämter aufgegeben. Der Doktortitel wurde ihm entzogen.

Guttenbergs Buch: Alle doof, außer ich
Video: mik/news.de

Der Stern erkundigte sich auch beim ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel, wie er zu Guttenberg stehe. Henkel denkt über die Gründung einer neuen Partei nach - den Mogel-Minister möchte er allerdings nicht dabei haben: «Ausgeschlossen. Der hat alle belogen. Seine Glaubwürdigkeit ist irreparabel beschädigt», sagte Henkel. Er ist als scharfer Kritiker der Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung bekannt und erwägt eine eigene Partei zu gründen, wenn die FDP sich in ihrer Mitarbeiterbefragung Mitte Dezember für den Kurs der Regierung ausspricht.

Forsa erkundigte sich auch nach Guttenbergs Beliebtheit im Vergleich zu anderen Politikern. Demnach rangiert er inzwischen hinter CSU-Chef Horst Seehofer, dem jetzigen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) - und auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bekommt mehr Sympathien. Nur Guido Westerwelle (FDP) kann der Freiherr noch übertrumpfen: 64 Prozent hätten Guttenberg lieber als Außenminister gesehen, schreibt stern.de.

Plagiatsaffären: Zum Doktor geschummelt

Wie dreist ist «KT»? Sehen Sie hier unseren Videokommentar zum Guttenberg-Buch.

iwi/beu/news.de/dapd

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Leserkommentare (22) Jetzt Artikel kommentieren
  • gundolf
  • Kommentar 22
  • 02.12.2011 18:31

neid muss man sich erarbeiten, wo bleiben die sachlichen argumente? ist es nicht besser, vor der eigenen türe zu kehren, bevor über andere gesprochen wird.

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  • JR
  • Kommentar 21
  • 01.12.2011 17:26
Antwort auf Kommentar 20

"Wenn Sie nur einen Rest nicht vergiftetes Hirn haben, ...", ich heise nicht Jörges, gehöre auch keiner Journaille an wie dieser und auch sonst habe ich mit dem "Stern" nichts zu tun.

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  • vongattenzwerg
  • Kommentar 20
  • 01.12.2011 13:17
Antwort auf Kommentar 19

Wie Sie alle abkanzeln, die anderer Meinung über KT sind als Sie, spiegelt die Arroganz Ihres Angebeteten trefflich wider. Ich bleibe gewissen Treffen dieses Standes (dem ich unfreiwillig angehöre) fern, um diesem Popanz nicht zu begegnen. Wenn Sie nur einen Rest nicht vergiftetes Hirn haben, sehen Sie sich chronologisch bei youtube die "Presse-(Lügen)-Konferenzen" seiner Selbst-Demontage an. Schlimm genug, dass die Vertreter anderer Farben im Bundestag keinen Deut besser sind. Die Gesinnung Ihrer "Konsorten" (Zitat JR) ist eindeutig. Wichsen Sie sich Ihren Schnurrbart. Schwarz oder braun.

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