Konflikte Israel aus Libanon mit Raketen beschossen

Militante im Libanon haben in der Nacht mehrere Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es sei niemand verletzt worden. Man habe die Angriffe mit Artilleriefeuer auf das Abschussgebiet beantwortet.

Israel aus Libanon mit Raketen beschossen (Foto)
Israel aus Libanon mit Raketen beschossen Bild: dpa

Tel Aviv (dpa) - Militante im Libanon haben in der Nacht mehrere Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es sei niemand verletzt worden. Man habe die Angriffe mit Artilleriefeuer auf das Abschussgebiet beantwortet.

«Die israelische Armee betrachtet dies als einen schwerwiegenden Vorfall», hieß es in der Mitteilung. Die libanesische Regierung und die Armee trügen die Verantwortung, solche Raketenangriffe zu verhindern.

Der israelische Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte, es seien mindestens drei Raketen im westlichen Galiläa eingeschlagen. Man suche noch nach den Überresten eines möglichen vierten Geschosses. Zwei Raketen hätten ein landwirtschaftliches Gebiet in dem kleinen Ort Netua getroffen und dort mehrere Dutzend Hühner getötet. Eine dritte Rakete sei in einem Dorf an der Grenze zum Libanon niedergegangen. Polizei und Militär seien in der Umgebung in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, es handele sich um den ersten Angriff dieser Art seit zwei Jahren. Im Oktober 2009 war eine einzelne Rakete in der Nähe der israelischen Ortschaft Kfar Blum eingeschlagen.

An der israelisch-libanesischen Grenze war es in den zurückliegenden Jahren verhältnismäßig ruhig. Im Sommer 2006 hatten sich die israelische Armee und die pro-iranische Hisbollah im sogenannten Libanonkrieg mehr als 30 Tage lang blutige Kämpfe geliefert. Dabei waren israelische Soldaten in den Südlibanon eingerückt. Während die Hisbollah den Norden Israels mit Raketen beschoss, flogen israelische Flugzeuge Luftangriffe im Libanon. Der Krieg kostete mehr als 1200 Libanesen und 160 Israelis das Leben.

Armee-Sprecher

news.de/dpa

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