Stuttgart 21 Die Gegner der Demokratie

Ayke Süthoff (Foto)
News.de-Volontär Ayke Süthoff. Bild: news.de

Von news.de-Volontär Ayke Süthoff
Der Streit um Stuttgart 21 ist vorbei. Oder doch nicht? Obwohl sich im Volksentscheid fast 60 Prozent der Wahlberechtigten für den Bahnhofs-Neubau entschieden, weigern sich die Gegner, das Ergebnis zu akzeptieren. Sie untergraben damit die Demokratie.

Nun ist der Streit um den neuen Stuttgarter Bahnhof endlich entschieden - fast 60 Prozent der Baden-Württemberger stimmten im Volksentscheid für Stuttgart 21. Das Hick-Hack ist vorüber, jetzt wird endlich gebaut. Die Nation atmet auf. Und das südwestliche Bundesland auch, zumindest die Mehrheit der Bürger dort.

Aber leider gibt es immer noch die Stuttgart-21-Gegner. Eine Minderheit, aber eine radikale. Und vor allem eine uneinsichtige. Zum Beispiel die Parkschützer. So nennt sich die Gruppe, die die Gegendemonstrationen organisiert, die sich an Bäume kettet und die noch am Abend des Volksentscheids ankündigte, weiter zu protestieren.

Stuttgart 21
Die Rebellion der braven Bürger

Die S-21-Gegner wollen nicht, dass sich ihre Stadt grundlegend verändert - sie verweigern sich der Innovation. Aber nun verweigert sich diese so sehr auf bürgerliche Werte bedachte Schicht auch noch der Demokratie. Wenn eine Minderheit davon überzeugt ist, in einer bestimmten Frage Recht zu haben, obwohl die Mehrheit sich dagegen entschieden hat und wenn diese Minderheit ihre Forderungen unbedingt gegen die Mehrheit durchdrücken möchte, notfalls mit Gewalt - dann erinnert das viel mehr an eine Diktatur als an eine Demokratie.

Der Widerstand entspringt der Mittel-, nicht der Unterschicht. Es sind gebildete Menschen, die den Bahnhof hassen, Menschen, die Toleranz predigen und Demokratie lieben. Es wird Zeit, dass sich diese Menschen selbst hinterfragen. Dass sie über ihre Kompromissfähigkeit nachdenken. Und dass sie einsehen, wann eine Schlacht vorüber ist. Winfried Kretschmann hat das akzeptiert. Hoffentlich folgt ihm das Wutbürgertum.

mik/news.de

Leserkommentare (6) Jetzt Artikel kommentieren
  • Thomas Michelitsch
  • Kommentar 6
  • 24.12.2011 19:08

ein selten blöder kommentar! noch so ein demokratieexperten-schreiberling! zitat "Die S-21-Gegner wollen nicht, dass sich ihre Stadt grundlegend verändert - sie verweigern sich der Innovation." wo bitte ist die innovation bei S21? man sollte nicht über thema schreiben, von dem man nichts versteht http://www.sueddeutsche.de/kultur/katastrophenszenario-stuttgart-schwankende-neubauten-1.989471 wieso ist man radikal, wenn man sich nicht der oft falschen mehrheitsmeinnung anschliesst?

Kommentar melden
  • anger
  • Kommentar 5
  • 30.11.2011 07:12
Antwort auf Kommentar 1

An welcher Stelle des Artikels lesen Sie denn, dass der Verfasser "Kritikern den Mund verbieten will"?? Er macht lediglich -aus meiner Sicht mit gutem Stil- deutlich, dass für einen bestimmten Typus "Demokrat" nur das GEWÜNSCHTE Ergebnis demokratisch ist. Ihre Häme ist substanzlos.

Kommentar melden
  • JR
  • Kommentar 4
  • 28.11.2011 17:06
Antwort auf Kommentar 3

An ihrer Stelle würde ich erst einmal die Definition von Demokratie googeln, dann verstehen Sie vielleicht den Satz.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige