Montag, 28. November News am Morgen

Volksabstimmung zu Stuttgart 21 (Foto)
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Volksabstimmung zum umstrittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 an seine Brille. Nach Angaben der Landesabstimmungsleiterin stimmten 58,8 Prozent für e Bild: dapd

Nach der gescheiterten Volksabstimmung zu Stuttgart 21 kündigen die Bahnhofsgegner an, weiter Widerstand zu leisten. Die neue rot-schwarze Regierung in Berlin will heute seine Senatoren benennen und die Gewerkschaft Verdi kündigt an, kräftige Lohnsteigerungen zu fordern. Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Bahn frei für Weiterbau von Stuttgart 21. Bei der Volksabstimmung über den Ausstieg aus dem milliardenteuren Bahnprojekt Stuttgart 21 stimmte gestern in Baden-Württemberg mit 58,8 Prozent eine deutliche Mehrheit für das Projekt, das unter anderem den Bau eines Tiefbahnhofs in der Landeshauptstadt vorsieht. Mehr als ein Jahr hatte Stuttgart 21 die Gemüter heftig erregt. Befürworter wie Gegner hoffen jetzt auf eine Befriedung des Konflikts. Die selbst ernannten Parkschützer kündigen aber weiteren Widerstand an. Konfliktstoff birgt das Abstimmungsergebnis vor allem für die Grünen, die als Gegner von Stuttgart 21 nun den bei vielen Stuttgartern unbeliebten Bau durchsetzen müssen, mit einem Verkehrsminister der sich vehement gegen das Projekt gestellt hat. Ministerpräsident Kretschmann versicherte nach dem Scheitern der Gegner von Stuttgart 21, dass er dieses Ergebnis akzeptieren werde.

Stuttgart 21
Die Rebellion der braven Bürger

Castor-Transport erreicht Umladestation in Dannenberg. Der Atommüll-Transport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben ist am frühen Morgen an der Umladestation in Dannenberg angekommen. Dort werden die elf Castor-Behälter auf Tieflader umgehoben, auf denen sie dann die letzten etwa 20 Straßenkilometer nach Gorleben zurücklegen. Auch nach der Verladung der hoch radioaktiven Fracht auf Spezial-Lkw in Dannenberg, für die rund 15 Stunden veranschlagt werden, drohen dem Transport weitere Hindernisse. An einer Straßenblockade vor dem Zwischenlager Gorleben formierten sich gestern Abend rund 800 Demonstranten.

SPD und CDU in Berlin benennen ihre Regierungsmannschaft. Die große Koalition in Berlin will heute das Geheimnis über die Besetzung des neuen rot-schwarzen Senats der Stadt lüften. Nach getrennten Beratungen von SPD und CDU werden Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Unions-Landeschef Frank Henkel die Namen der acht neuen Senatoren öffentlich bekannt geben. Die Vereidigung der Amtsträger ist für Donnerstag geplant. SPD und CDU stellen künftig jeweils vier Senatoren. Bereits im Vorfeld hatte SPD-Landeschef Michael Müller angekündigt, zwei der vier Posten mit Frauen besetzen zu wollen. Es gilt als sicher, dass die Fraktionschefs Müller und Henkel in den Senat wechseln wollen.

Gewerkschaften fordern Beteiligung an Erfolgen der Wirtschaft. Nach Jahren der Lohnzurückhaltung wollen die Gewerkschaften 2012 wieder kräftige Entgeltsteigerungen aushandeln. Nach zwei Jahren des Aufschwungs hätten die Beschäftigten Anspruch auf eine ordentliche Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft verdi, Bsirske, der Zeitung Die Welt. Dies gelte für Branchen wie Post oder Telekom genauso wie für den öffentlichen Dienst. Auch die IG Metall will sich nicht zurückhalten.

Rhein gibt bei Niedrigwasser immer mehr Bomben frei. Das Niedrigwasser im Rhein gibt immer mehr gefährliche Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs frei. Während am Wochenende bei Neuwied und Vallendar vier Sprengkörper vom Kampfmittelräumdienst unschädlich gemacht wurde, tauchte einige Kilometer flussaufwärts bei Spay eine weitere Bombe auf. Sie soll heute entschärft werden. Zugleich beginnen die Vorbereitungen für die Entschärfung der größten gefundenen Bombe, für die am kommenden Sonntag (4. Dezember) in Koblenz bei der größten Evakuierung in der Stadtgeschichte etwa 45.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Bereits am Samstag waren wenige Kilometer flussaufwärts drei Nebelbomben aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden.

Vier Menschen sterben bei Verkehrsunfall nahe Nürnberg. Vier Menschen sind bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos in der Nähe von Nürnberg ums Leben gekommen. Vier weitere Insassen wurden schwer verletzt, darunter zwei Kinder, die durch den Unfall zu Waisen wurden. Wie die Polizei gestern mitteilte, hatte ein 25-Jähriger mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 8 im Landkreis Fürth ein Auto überholt. Auf der Gegenfahrbahn fuhr der Wagen frontal in das Fahrzeug einer Familie aus Nürnberg. Die Autos, die mit je vier Personen besetzt waren, wurden in den Straßengraben geschleudert. Der Unfallverursacher war sofort tot, ein 17-jähriger Beifahrer erlag seinen Verletzungen in einer Klinik. Zwei junge Frauen auf dem Rücksitz überlebten schwer verletzt. Im anderen Auto starben ein 40-jähriger Familienvater und seine fünf Jahre jüngere Ehefrau. Ihre beiden Töchter im Alter von 9 und 13 Jahren wurden schwer verletzt.

cvd/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Typisch links
  • Kommentar 2
  • 29.11.2011 10:11

Die Linken haben schon immer GEGEN den Willen des Volkes regiert und gehetzt. Wer jetzt noch Rot-Grün wählt, unterstützt eine deutschfeindliche und wirtschaftszerstörende Diktatur.

Kommentar melden
  • Heinz Rieger
  • Kommentar 1
  • 28.11.2011 09:44

Es war Zeit dass das Volk von Baden-Würtemberg dem Spuck ein ende gemacht hat.Die gegner von Stuttgart 21 müssen jetzt in die Schranken gewiesen weden.Es kann so nicht weitergehen wie die gegner das glauben.Die jetzt noch weiter Demonstrieren müssten noemalerweise die Kosten der Volksabstimmung übernehmen.Die Gegner sagen sie wären Demokraten ,dann müssten sie auch einsehen dass der Gröste Teil des Volkes für den Umbau des Bahnhofes ist.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig