Parteien FDP-Spitze wirbt für Ende des Kooperationsverbots

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FDP-Spitze wirbt für Ende des Kooperationsverbots Bild: dpa

Die FDP-Führung hat auf dem Parteitag in Frankfurt am Main nachdrücklich für einheitliche Bildungsstandards und eine Bund-Länder-Kooperation in der Finanzierung geworben.

Frankfurt/Main (dpa) - Die FDP-Führung hat auf dem Parteitag in Frankfurt am Main nachdrücklich für einheitliche Bildungsstandards und eine Bund-Länder-Kooperation in der Finanzierung geworben.

Dies ist auch im Leitantrag des Vorstands vorgesehen, der den rund 660 Delegierten am Sonntag zur Abstimmung vorlag. Zahlreiche Freidemokraten sprachen sich aber in der mehrstündigen Debatte dagegen aus und warnten vor einer Aufweichung des Föderalismus.

Generalsekretär Christian Lindner wies angesichts des Parteitagsstreits Vorwürfe gegen den Vorstand zurück, das Föderalismusprinzip in der Bildung aufheben zu wollen: «Alle Praktiker sagen: Hört auf damit, kommt zum Pragmatismus zurück. (...) Die FDP muss die erste Partei sein, die sagt: Schluss mit der Ideologisierung des Bildungsföderalismus.»

Die Vize-Parteivorsitzende Birgit Homburger wies darauf hin, dass unterschiedliche Länderstandards Umzüge von Eltern mit Kindern erschwerten. «Ländergrenzen dürfen keine Bildungsbarrieren sein», sagte sie.

Der Riss verläuft dabei auch quer durch die Landesverbände. So unterstützte Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler die Skeptiker, während ihr schleswig-holsteinischer Bildungskollege Ekkehard Klug für den Vorstandsantrag plädierte.

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news.de/dpa

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