Familie Koalition streitet über Betreuungsgeld

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Koalition streitet über Betreuungsgeld Bild: dpa

In der Koalition wird weiter über das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld gestritten. Bei einem Treffen mit weiblichen Unions-Abgeordneten lehnte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Freitag eine Gutscheinlösung ab.

Berlin (dpa) - In der Koalition wird weiter über das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld gestritten. Bei einem Treffen mit weiblichen Unions-Abgeordneten lehnte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Freitag eine Gutscheinlösung ab.

Diese könne es nicht geben, weil von den Koalitionsspitzen etwas anderes verabredet worden sei, erklärte Kauder nach Angaben aus Fraktionskreisen in der Sitzung.

Bei dem Gespräch, an dem auch CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt teilnahm, seien jedoch Missverständnisse beseitigt worden, hieß es weiter. Man wolle weiter über die noch offenen Fragen im Gespräch bleiben: Diskutiert wird etwa, ob das Betreuungsgeld auch gezahlt wird, wenn eine berufstätige Mutter ihr Kind zu einer Tagesmutter gibt oder von der Großmutter betreuen lässt.

Eine Reihe von Unions-Frauen hatte sich zuvor unzufrieden mit den Vereinbarungen geäußert und angekündigt, sie in der jetzigen Form nicht mitzutragen. «Wenn es bei der Barzahlung bleibt, werde ich nicht zustimmen», kündigte die Vorsitzende der Unions-Frauengruppe, Rita Pawelski, in der Zeitung «Die Welt» an.

Nach den Absprachen der Spitzen von CDU/CSU und FDP sollen Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine Krippe geben, von 2013 an 100 Euro monatlich für das zweite Lebensjahr des Kindes erhalten. Von 2014 an soll es dann einen Betrag von 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr geben.

news.de/dpa

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