Organspende SPD-Lob für geplantes Transplantationsgesetz

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SPD-Lob für geplantes Transplantationsgesetz Bild: dpa

Für die geplante Neuregelung des Transplantationsgesetzes erhält das Bundesgesundheitsministerium Zustimmung aus den Reihen der Opposition. «Es wird unmittelbar helfen, Leben zu retten», sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der «Passauer Neuen Presse».

Berlin (dpa) - Für die geplante Neuregelung des Transplantationsgesetzes erhält das Bundesgesundheitsministerium Zustimmung aus den Reihen der Opposition. «Es wird unmittelbar helfen, Leben zu retten», sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der «Passauer Neuen Presse».

«Ich gehe davon aus, dass es noch in diesem Jahr ein Gesetz geben kann», so Lauterbach.

Um mehr Menschen als bisher nach ihrem Tod als Organspender zu gewinnen, will Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) alle Krankenversicherten über ihre Kasse nach ihrer Spendebereitschaft befragen lassen. Das Bundesgesundheitsministerium kündigte an, bis zum kommenden Frühjahr eine gesetzliche Regelung unter Dach und Fach zu bringen, bei der niemand zur Organspende gezwungen wird. Jeder soll aber die Möglichkeit haben, sich frei zu entscheiden und zu erklären - zustimmend oder ablehnend. Als dritte Möglichkeit ist vorgesehen, die Entscheidung auch offen zu halten.

SPD-Experte Lauterbach lobte den Vorschlag, die Spendebereitschaft bei der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte abzufragen. Sie könnte auf der Karte eingetragen werden, aber es gebe auch noch andere technische Möglichkeiten. «Wir arbeiten fraktionsübergreifend in einer Arbeitsgruppe sehr konstruktiv an einer solchen Lösung.»

Von rund 12 000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, sterben jährlich etwa 3000. Seit Jahren hat sich allerdings an der unbefriedigenden Situation nichts Entscheidendes geändert: Gab es 2001 nur 1073 Menschen, die nach ihrem Tod Organe spendeten, so waren es im vergangenen Jahr immerhin 1296. Am häufigsten wurden Nieren (2250 mal) und Lebern (1114 mal) nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende verpflanzt.

Organspendeausweis

Stiftung Organtransplantation

Kampagne für Organspende

news.de/dpa

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