US-Wahlkampf Ist Obama gar kein Amerikaner?

Barack Obama wehrt sich gegen die Anfeindunen seiner Gegner (Foto)
US-Präsident Barack Obama wehrt sich gegen die Anfeindunen seiner Gegner. Bild: dapd

Von news.de-Redakteur Oliver Roscher
Der US-amerikanische Wahlkampf dreht am Rad. Sarah Palin wird Drogenkonsum unterstellt, Michele Bachmann vergleicht sich mit einem Serienmörder und Barack Obama sei kein Amerikaner und dürfe deshalb auch gar nicht Präsident sein.

Am 20. Januar 2013 wird in Washington der neue US-Präsident vereidigt. Wenn es nach den Republikanern geht, wird Amtsinhaber Barack Obama keinen zweiten Amtseid ablegen. Die mächtige Opposition in Senat und Repräsentantenhaus macht deshalb dem Präsidenten das politische Handeln so schwer wie möglich. Ob Gesundheitsreform oder Anhebung der Schuldengrenze - die Opposition blockiert. In der Frage nach der Anhebung der Schuldengrenze haben die Republikaner erst im letzten Moment eingelenkt. Die USA wären sonst zahlungsunfähig gewesen.

Vor allem der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung ist daran gelegen, Barack Obama für alles Übel in den USA verantwortlich zu machen. Ihr Credo: Barack Obama muss scheitern. Um das zu bewerkstelligen, feuern die republikanische Wahlkampfmaschine und deren Medienorgane eine Breitseite nach der anderen Richtung Präsident. Republikanische Politiker, rechte Medienvertreter und unzufriedene Bürger setzen Thesen über Obama in die Welt, die diesen unter massiven Rechtfertigungsdruck setzen.

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Ist der Präsident Amerikaner?

Der vielleicht bekannteste Vorwurf gegen Barack Obama lautet: Er ist nicht in den USA geboren und hätte somit laut Verfassung auch nicht Präsident werden dürfen. Der rechtspopulistische Jurist und Publizist Jerome Corsi hat gar ein ganzes Buch über die Geburtsurkunde Obamas verfasst. Das Weiße Haus hatte daraufhin die Geburtsurkunde des Präsidenten im Internet veröffentlicht, um die Vorwürfe zu entkräften. Die populäre Bloggerin Pamela Geller ließ sich davon nicht überzeugen. Sie hat vermeintlich bewiesen, dass das Dokument mittels technischer Hilfe gefälscht worden sei. Jeder sieht eben nur das, was er sehen will.

Weitere Angriffe aus dem rechten Lager zielen auf eine angebliche Einschränkung des Waffengesetzes unter Barack Obama. Für die US-Amerikaner ist das Recht auf Waffenbesitz der «heilige Gral» der Rechtsprechung - de facto unantastbar. Wer an diesem Gesetz rüttelt, rührt an den Grundfesten des amerikanischen Selbstverständnisses und hat keine Chance mehr auf die meisten Stimmen der einfachen Bürger. Der ehemalige UN-Botschafter der USA, John Bolton, hat Obama deshalb vorsorglich unterstellt, er würde genau jenes Waffengesetz einschränken.

Stimmt nicht, behauptet das demokratische Lager und schiebt auf der Seite attackwatch.com gleich den Unschuldsbeweis hinterher. Diese Seite wurde zu dem einzigen Zweck installiert, etwaige falsche Behauptungen gegen den Präsidenten zu widerlegen.

Schmutzige Vorwürfe gegen Sarah Palin

Barack Obama ist nicht der einzige, der sich Unterstellungen ausgesetzt sieht. Auch die republikanische Vorzeigelady der Tea-Party-Bewegung, Sarah Palin, muss sich erwehren. Aktuell ist ein Buch über die streitbare Politikerin aus Alaska erschienen, das diese gar nicht vorteilhaft erscheinen lässt. Autor Joe McGinniss spricht über angeblichen Drogenkonsum der Tea-Party-Frontfrau und treu sei sie ohnehin nicht. Palins Ehemann Todd bezeichnete McGinniss daraufhin als besessen und bezichtigt ihn der Lüge.

Eine weitere prominente Tea-Party-Politikerin braucht sich derweil keinen Kopf über Vorwürfe von außen zu machen. Michele Bachmann sorgt höchstselbst für eine breite Angriffsfläche. Den Hurrikan «Irene» bezeichnete sie als Zeichen Gottes. Und in einem Interview verwies sie stolz auf Hollywood-Legende John Wayne, der wie Bachmann aus dem Städtchen Waterloo stamme und dessen Geist in ihr stecke. John Wayne stammt tatsächlich aus Waterloo, leider ist das aber nicht der Schauspieler, sondern der grausame Serienmörder John Wayne Gacy, der in den 1970er Jahren mehr als 30 Männer ermordet hat. Irrungen und Wirrungen im Wahlkampf «Made in USA».

zij/news.de

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • junk
  • Kommentar 4
  • 13.11.2011 19:48

Wahlkampf......Herr Obama ein Krieg muss her gegen den Iran, und machen Sie es besser als Ihr Vorgänger im Irak...nehmen Sie die Massenvernichtungswaffen mit denn nur so finden sie welche vor Ort.....Sieg

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  • Ritchi
  • Kommentar 3
  • 26.09.2011 15:07
Antwort auf Kommentar 2

Holy shit, was für ein (ja schon fast Lübke-)Englisch! Entweder ist die Dame Deutsche und versucht mit Grundkenntnissen in Englisch ihrem Kommentar einen besseren Touch zu geben, or she should learn her own language before going to the polls.

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  • jolanda williams
  • Kommentar 2
  • 25.09.2011 22:41

Bullshit! Hi is good . That he is coulord or black wathever the wite Americans don`t like. But he understands people and politiks in a good, sensible way.

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