Barack Obama «Amerika ergibt sich nicht der Angst»

Stilles Gedenken an die Opfer des Qaida-Terrors (Foto)
US-Präsident Barack Obama mit einem Kranz am Gound Zero in New York.  Bild: dpa

Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September hat Amerika seiner Opfer gedacht. Präsident Barack Obama hielt zum Abschluss der Feierlichkeiten eine Rede, in der er seinem Volk Mut zusprach und deutlich machte: Die USA wollen keine Kriege mehr.

Die USA haben der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Höhepunkt am Sonntag war eine Zeremonie am Ground Zero in New York, wo die Namen aller 2977 Toten verlesen wurden. Sechs Schweigeminuten markierten die schlimmsten Augenblicke der Terrorangriffe vor zehn Jahren. Am Ende eines langen Tages voller düsterer Erinnerungen sprach Präsident Barack Obama seinem Volk neuen Mut aus: Die Attentäter seien mit dem Versuch gescheitert, das Land zu einem schlechteren Ort zu machen.

Es gebe in den USA weiter freie Märkte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit. «Wir sind nicht dem Argwohn und Misstrauen erlegen», sagte er. Am 12. September (2001) wachten wir in einer Welt auf, in der das Böse näher war und Unsicherheit unsere Zukunft trübte», sagte Obama. Aber heute seien die Amerikaner durch diese Erfahrung stärker als zuvor.

11. September
Amerika hält inne

Obama sprach vom Stolz, mit dem ihn die Nation erfülle. «Diese vergangenen zehn Jahre haben bewiesen, dass Amerika sich nicht der Angst ergibt», sagte Obama bei einer Ansprache im Kennedy Center in Washington am Sonntagabend. «Wir leben immer noch in Wolkenkratzern, unsere Stadien sind weiterhin mit Fans gefüllt und unsere Parks sind voll mit spielenden Kinder.»

Vor zehn Jahren hatten islamistische Terroristen vier Passagierflugzeuge entführt. Mit zwei Jets legten sie die Zwillingstürme des World Trade Center in Schutt und Asche. Einer flog ins Pentagon bei Washington, der vierte stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab.

Bewegende Trauerzeremonie

Im Zentrum der Feiern an dem Tag standen die Hinterbliebenen. Sie verlasen in New York die Namen der Toten. Die Zeremonie dauerte weit mehr als vier Stunden. Häufig sprachen die Trauernden mit gebrochener Stimme, wischten sich Tränen aus dem Gesicht.

11. September
Obama macht Mut
Video: dapd

Politisch wurde es bei einer Feier im Verteidigungsministerium, wo damals 184 Menschen starben. «Wir werden nicht aufhören, bis al-Qaida völlig zerstört ist», sagte Vize-Präsident Joe Biden dort in einer Rede. Am Nachmittag legte Obama einen Kranz nieder, nachdem er zuvor die Feier für 40 Opfer in Shanksville besucht hatte.

Zugleich überschattete eine aktuelle, undefinierte Terrorbedrohung den Tag der Trauer. In New York und Washington gab es allerorts massive Sicherheitsvorkehrungen. Aus Angst vor einem Anschlag eskortierten zwei Militärjets auch ein Passagierflugzeug aus Los Angeles zum Airport in New York. Drei Fluggäste hatten sich verdächtig in der Bord-Toilette verhalten.

Obama fordert den Frieden

Obamas Auftritt in New York war frei von politischer Rhetorik. Er las einen Psalm über das Gottvertrauen. George W. Bush, der bei den Anschlägen vor zehn Jahren als US-Präsident regierte, zitierte aus einem tröstenden Brief seines fernen Amtsvorgängers Abraham Lincoln an eine Mutter, die im Bürgerkrieg fünf Söhne verloren hatte.

Im Schatten des neu entstehenden gewaltigen Büroturms 1 WTC wurde vorerst für Angehörige ein Gedenkpark eröffnet. Kern sind zwei quadratische Becken an den Stellen, an denen die Zwillingstürme standen. An ihren 60 Meter langen Kanten stürzt Wasser fast zehn Meter in die Tiefe. An den Rändern sind die Namen der 2977 Opfer eingraviert sowie die Namen von sechs weiteren Menschen, die bei einem ersten islamistischen Anschlag auf den Komplex 1993 starben.

11. September
Neue Bilder der Katastrophe

Obama bekräftige in seiner Rede am Abend, die nach dem 11. September begonnenen US-Kriege im Irak und in Afghanistan beenden zu wollen. «Diese vergangenen zehn Jahre haben Amerikas Entschlossenheit gezeigt, seine Bürger zu verteidigen.» Zwei Millionen Amerikaner seien seit den Terroranschlägen dafür in den Krieg in fremde Länder gezogen. Sie hätten bewiesen, dass niemand den USA einen Schaden zufügen könne, ohne dafür bestraft zu werden.

«Aber ein Krieg an sich ist nicht glorreich», sagte Obama weiter. Die Stärke der USA werde auch daran gemessen, ob sie ihr Versprechen einhalten können, diese Länder freien Völkern und souveränen Staaten zu überlassen. «Und in unserem Verlangen, uns von einer Dekade des Krieges in eine Zukunft des Friedens zu bewegen.» Eine Maßgabe seines Vorgängers Bush gelte ohnehin weiter: «Die USA werden niemals einen Krieg gegen den Islam oder irgendeine Religion führen.»

11. September
«Der schrecklichste Tag in meinem Leben»
Video: news.de
World Trade Center
Manhattans neues Gesicht

eia/cvd/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (10) Jetzt Artikel kommentieren
  • Exmuslim
  • Kommentar 10
  • 16.09.2011 12:00

Muslime in aller Welt misbrauchen die Kreuzzüge um Christen zu diskreminieren und zu verfolgen. Es aber leider wahr die Kreuzzüge waren eine Militärische Antwort auf 500 Jahre Terrorismus und Eroberungskriegen. Solange der Islam in Minderheit ist, darf er die Menschen täuschen und belügen, kommen sie zu uns auf www.ex-muslime.de wir zeigen ihnen den wahren Islam und erklären es Ihnen mit allen Quellenangaben genau!

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  • Ungläubiger
  • Kommentar 9
  • 16.09.2011 11:52
Antwort auf Kommentar 5

Worauf soll sich denn ein christ dabei berufen haben? Wo in der Bibel steht:"Der Kampf mit der Waffe ist euch vorgeswchrieben"; "Tötet die ungläubigen, wo ihr sie findet"; "die... sind vor Allah das ärgste Vieh" diese Verse stehen im Koran. worauf hat sich bitteschön ein Christ auf die Kreuzzüge berufen. ganz einfach nach 500 Jahren Terror durch die als Religion getarnte Ideologie war er es ganz einfach Leid und hat ein Zeichen gegen die Feldzüge und Zerstörungswut gesetzt. Geschichte 6 setzen!17000 Anschläge in den letzten 10 Jahren im Namen Allahs sollten zu denken geben selbst einem Deppen!

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  • Quatsch
  • Kommentar 8
  • 16.09.2011 11:30
Antwort auf Kommentar 6

Soso das hat also alles nichts mit dem Islam zu tun, trotzdem stehen aber viele Verse im Koran drin, und die Terroristen berufen sich genau auf diese Verse. Ich denke da will nur wieder mal jemand in den Mainstream seinen Gesinnungsterror los werden. Für mich ist der islam eine der Intolerantesten Monokulturen aufr der Welt. Man muß seine Augen schon öffnen und mit netzwerken aus aller Welt areiten, denn die 17000 anschläge im Namen des allahs dringen nicht bis zum letzten deppen durch.

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