Montag, 12. September News am Morgen

US-Präsident Barack Obama spricht seinem Volk am Ende der Gedenkfeier zum 11. September neuen Mut aus. Ein weiterer Gaddafi-Sohn flüchtet ins Ausland und eine Unwetterfront richtet schwere Schäden in Deutschland an. Der Montagmorgen im news.de-Nachrichtenüberblick.

Obama (Foto)
Barack Obama spricht einer ehemaligen United-Airlines-Mitarbeiterin neuen Mut zu. Bild: dapd

Obama spricht amerikanischem Volk Mut zu. Die USA haben der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Höhepunkt war eine Zeremonie am Ground Zero in New York, wo die Namen aller 2977 Toten verlesen wurden. Am Ende eines langen Tages voller düsterer Erinnerungen sprach Präsident Barack Obama seinem Volk neuen Mut aus. «Diese vergangenen zehn Jahre haben bewiesen, dass Amerika sich nicht der Angst ergibt», sagte Obama bei einer Ansprache im Kennedy Center in Washington  Die Attentäter seien mit dem Versuch gescheitert, das Land zu einem schlechteren Ort zu machen. Es gebe in den USA weiter freie Märkte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit. 

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Gaddafi-Sohn flüchtet ins Nachbarland Niger. Immer mehr enge Familienmitglieder des gestürzten libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi setzen sich ins Ausland ab. Gaddafis Sohn Al-Saadi habe die Grenze zum Nachbarland Niger überquert. Das sagte der nigrische Justizminister Marou Amadou. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira weiter berichtete, wurde der 38 Jahre alte Ex-Fußballprofi in einem Konvoi mit acht weiteren Personen aufgegriffen. Die Regierung von Niger sei nicht vorab informiert worden. Al-Saadi ist bereits das vierte von acht Kindern Gaddafis, das sich ins Ausland abgesetzt hat.

Seehofer schließt Euro-Ausschluss Griechenlands nicht aus. Im Gegensatz zu Bundeskanzlerin Angela Merkel hält CSU-Chef Horst Seehofer auch einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone für denkbar. Wenn es die Griechen trotz aller Anstrengung nicht schaffen, dürfe man auch diese Überlegung nicht ausschließen, sagte Seehofer in der ZDF-Sendung Berlin direkt. Solidarität setze voraus, dass die Regierung in Athen ihre Sparanstrengungen aufrechterhalte. Seehofer versicherte aber, dass die Spitze der schwarz-gelben Koalition sehr vertrauensvoll zusammenarbeite. 

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Video: news.de

Unwetterfront richtet schwere Schäden in Deutschland an. Eine Gewitterfront mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen ist am Sonntagabend über Deutschland hinweggezogen und hat besonders in Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen schwere Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Im oberfränkischen Forchheim wehte eine Böe eine 36-Jährige während der Fahrt von ihrem Motorrad herunter und verletzte sie leicht. Auf der Autobahn 14 nördlich von Halle schlossen Wasser- und Schlammmassen fünf Autos ein. Bei der Bergung wurde ein Mensch verletzt. Im Salzlandkreis südlich von Magdeburg deckte eine Windhose Dächer ab und entwurzelte Bäume. In einigen Orten seien mehr als drei Viertel der Häuser betroffen, teilte die Polizei mit. Für die betroffenen Menschen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Auch in Berlin und Brandenburg, sowie im Südwesten Deutschlands gewitterte es teils heftig.

De Maizière für Zusammenarbeit mit Afghanistan auch nach 2014. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will die Zusammenarbeit mit Afghanistan auch nach dem Abzug der Bundeswehr fortsetzen. Die Deutschen würden 2014 in Afghanistan nicht alles stehen und liegen lassen, sagte de Maizière der Leipziger Volkszeitung laut Vorabbericht mit Blick auf das geplante Abzugsdatum für Kampftruppen. «Wir machen da nicht das Licht aus», sagte er. De Maizière sagte, es gebe über Jahrzehnte eine erfolgreiche deutsch-afghanische Zusammenarbeit. «Wenn dort die letzten Kampftruppen gegangen sein werden, wird es weiterhin in Afghanistan - vielleicht auch durch Soldaten - Ausbildungshilfe und sonstige Unterstützung geben. Wir lassen die afghanische Regierung nicht alleine», sagte er. 

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zurück Weiter 11. September 2001 (Foto) Zur Fotostrecke Foto: AP/ Det. Greg Semendinger

cvd/sca/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • wsd
  • Kommentar 1
  • 12.09.2011 10:11

11. September 2001 Dieser Tag ist Vergangenheit, hat sich jedoch prägnant für die Mehrheit der Menschen unwiderruflich eingebrannt für Gegenwart und Zukunft. So etwas darf sich nie, nie mehr wiederholen. Egal wo auf dieser Welt. Ich bedauere das amerikanische Volk, fühle mit ihnen und wünsche unseren amerikanischen Freunden - trotz allem- eine fundierte, bleibende Aufgeschlossenheit und den erforderlichen Mut für Freiheit ohne Angst!

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