Japan und USA Stürme toben um den Globus

Hurrikan Irene fegte Ende August über die Ostküste der USA.  (Foto)
Hurrikan Irene fegte Ende August über die Ostküste der USA.  Bild: dpa

Sturmwarnungen gehen derzeit rund um den Globus. In den USA wird Entwarnung gegeben. In Japan kostete ein Taifun mindestens 26 Menschen das Leben. Hilfskräfte suchen weiter nach Vermissten.

Der Sturm «Lee» im Süden der USA hat in der Nacht zum Montag deutlich an Kraft verloren und ist zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herabgestuft worden. Die Windgeschwindigkeiten erreichten maximal noch 56 Kilometer pro Stunde. Das Tiefdruckgebiet bewege sich mit einer Geschwindigkeit von elf Kilometern pro Stunde in Richtung Ost-Nordost, meldete das Nationale Hurrikanzentrum in Miami. Das Zentrum des Wettersystems lag am frühen Montagmorgen 88 Kilometer nordwestlich der Stadt McComb im US-Staat Mississippi. Nach der Herabstufung des Sturms wurden alle Wetterwarnungen aufgehoben. Meteorologen gingen davon aus, dass das Tiefdruckgebiet am Montag über Mississippi hinwegzieht.

Am Sonntag hatte Lee im US-Staat Louisiana für heftige Regenfälle gesorgt. Allein in der Stadt New Orleans fielen mehr als 30 Zentimeter Regen. In Teilen von Alabama, Louisiana und Mississippi wurden Schäden durch Wind und Überflutungen gemeldet. In Galveston im US-Staat Texas ertrank ein Wassersportler, der von der aufgewühlten Brandung aufs Meer hinausgetrieben wurde. In Mississippi wurde Behördenangaben zufolge ein Mann von einem Blitz getroffen und verletzt.

Unwetter
Tornados wüten über den USA
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Nach Angaben des Hurrikanzentrums erreichte Lee am Sonntagabend (Ortszeit) Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometern pro Stunde. Das Zentrum des Sturms befand sich demnach rund 75 Kilometer südöstlich der Stadt Alexandria in Louisiana.

Brandung auf den Bermuda-Inseln

Unterdessen entwickelte sich Hurrikan Katia über dem Atlantik zu einem Sturm der Kategorie 2. Meteorologen warnten vor starker Brandung auf den Bermuda-Inseln. Das Zentrum des Sturms befand sich am Sonntagabend rund 590 Kilometer nordöstlich der nördlichen Leeward-Inseln und bewegte sich mit 19 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten fort. 

Sechs Monate nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe hat der über Japan wütende Taifun «Talas» weitere Verwüstungen in dem Land angerichtet. Mindestens 26 Menschen kamen bei Überschwemmungen und Stürmen nach sintflutartigen Regenfällen ums Leben. Die Rettungskräfte setzten ihre Suche nach mehr als 50 Menschen fort. Im japanischen TV waren überflutete Städte, unter Erdrutschen eingestürzte Wohnhäuser, zerstörte Straßen und Autos sowie über die Ufer getretene Flüsse zu sehen. Die Behörden riefen 20.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen.

Japan
Tote nach Taifun
Video: san/news.de/Unitec

Die neue Regierung in Tokio versprach, alles zu unternehmen, um die Schäden nach dem Taifun möglichst einzugrenzen. Besonders betroffen war die Provinz Wakayama. Die Verwüstungen behinderten die Rettungsarbeiten. Vor allem bergige Regionen seien schwer zu erreichen. Während der Taifun sich über dem Meer langsam weiter in nordöstliche Richtung bewegte, warnte die meteorologische Behörde vor weiteren Erdrutschen und Überflutungen. Der Taifun war am Wochenende im Westen auf den japanischen Archipel getroffen. 

san/cvd/news.de/dpa

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