Sonntag, 28. August News am Morgen

Eine Frau auf dem Broadway. (Foto)
Eine Frau auf dem Broadway. Bild: dapd

Erste Ausläufer des Hurrikans «Irene» haben New York erreicht, dort herrscht Ausgangssperre. Neun Menschen sind bereits durch den Sturm getötet worden. In Libyen bietet derweil Gaddafi den Rebellen offenbar Verhandlungen an. Der Nachrichtenüberblick.

«Irene» erreicht New York. Erste Ausläufer des Hurrikans wehen bereits in die Metropole an der Ostküste. Bürgermeister Bloomberg foderte alle New Yorker auf, in ihren Wohnungen zu bleiben. Knapp 400.000 Menschen sind evakuiert, der Nahverkehr liegt still. Das gab es bisher noch nie in New York. Neun Menschen sind «Irene» bereits zum Opfer gefallen, seit der Wirbelsturm am Samstagmittag (MESZ) auf Land traf. Die Menschen starben durch entwurzelte Bäume, herumfliegende Trümmerteile oder in ihren Autos. Mehr als eine Million Haushalte sind ohne Strom, vor allem in den Südstaaten.

Gaddafi angeblich zu Verhandlungen bereit. Sein Sprecher Mussa Ibrahim rief am Abend die Zentrale der Nachrichtenagentur AP in New York an und sagte, er habe Gaddafi am Freitag gesehen. Er selbst befinde sich in der Hauptstadt Tripolis. Gaddafi biete Verhandlungen mit den Rebellen über eine Übergangsregierung an, sagte Ibrahim. Der Diktator habe seinen Sohn Al Saadi zum Verhandlungsführer bestimmt. Vor wenigen Tagen hatte der amerikanische Fernsehsender CNN auf seiner Website berichtet, Al Saadi sei um Kontaktaufnahme mit den US-Behörden und den Aufständischen bemüht. Er sei bevollmächtigt, zu verhandeln, schrieb Al Saadi dem Bericht zufolge in einer E-Mail an einen CNN-Reporter. 

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Rette sich, wer kann!
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Boko Haram droht nach Anschlag in Nigeria mit weiterer Gewalt. In einem Telefoninterview mit Journalisten kündigte ein Sprecher der radikalen islamischen Sekte weitere Anschläge im Norden des Landes an. Als Begründung gab er an, UN und USA unterstützten die nigerianische Regierung bei den Übergriffen auf Muslime im ganzen Land. Bei dem Anschlag am Freitag kamen 25 Menschen ums Leben, ein Großteil von ihnen UN-Mitarbeiter. 

Chávez beginnt dritte Phase der Chemotherapie. Der krebskranke venezolanische Präsident wird sich bis dahin nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen und mit Regierungsvertretern über Telefon und Twitter in Kontakt bleiben. Am Samstag zeigte sich der Staatschef auf dem Balkon des Präsidentenpalastes, wo er seinen jubelnden Anhängern zuwinkte. Sein Ärztestab habe nach letzten Tests entschieden, die Behandlung in Venezuela durchzuführen, sagte Chávez während einer vom Fernsehen übertragenen Sitzung seines Kabinetts. Er werde in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in das Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Caracas eingewiesen und die Behandlung bald beginnen.

Großrazzien in mexikanischen Kasinos nach Brandanschlag. Zwei Tage nach dem Massaker in einem Kasino von Monterrey mit 52 Toten haben 700 Soldaten und Bundesbeamte in der Stadt Razzien durchgeführt. Wie die mexikanische Steuerbehörde mitteilte, konfiszierten die Sicherheitskräfte 1500 Spielautomaten in elf Kasinos in Monterrey und Umgebung und nahmen drei Menschen fest. Es werde geprüft, ob die Kasinos ihre Steuern bezahlten oder illegal Spielautomaten aufstellten, hieß es.

Merkel und Obama telefonieren wegen Wirtschaftskrise. Der US-Präsident Barack Obama und die Bundeskanzlerin haben nach Angaben des Weißen Hauses gestern über die weltweite Wirtschaftslage und die Krise der Eurozone gesprochen. Beide hätten in dem Telefonat die Bedeutung eines gemeinsamen Handelns von bestehenden und neu entstehenden Wirtschaftsmächten betont, um derzeitige Herausforderungen anzugehen und Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen weltweit voranzutreiben, hieß es in Washington. Weiteres Gesprächsthema war den Angaben zufolge der Nahost-Konflikt.

Boxer Alexander Powetkin ist Schwergewichts-Weltmeister. Der 31 Jahre alte Russe bezwang in Erfurt den Usbeken Ruslan Chagaev in zwölf Runden einstimmig nach Punkten (116:112, 117:113, 117:113) und holte sich damit den Gürtel als WBA-Weltmeister. Der Boxer aus dem Berliner Sauerland-Stall, der 2004 in Athen Olympiasieger wurde, hat damit seinen ersten Titel im Profibereich gewonnen. Powetkin ist nunmehr in 22 Kämpfen unbesiegt. Chagaev musste die zweite Niederlage im 30. Kampf hinnehmen. Der 32-Jährige war von 2007 bis 2009 Weltmeister. Das Duell wurde als Titelkampf ausgeschrieben, weil die WBA Weltmeister Wladimir Klitschko zum sogenannten Superchampion befördert hat und damit den einfachen WM-Gürtel freigab. Klitschko hat bis Frühjahr 2013 Zeit, seinen Titel gegen Herausforderer Powetkin zu verteidigen.

cvd/krc/news.de/dapd/dpa

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