Kanzlerkandidaten Merkel gegen Steinbrück und Steinmeier?

Die Kanzlerkandidaten (Foto)
2013 ist Bundestagswahl. Heiße Kandidaten für den Kanzlerstuhl: Angela Merkel, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier. Bild: dpa

Bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 müssen noch einige politische Taten vollbracht werden. Doch die Debatte, wer dann als Kanzler kandidiert, entbrennt bereits. Merkel will ein drittes Mal antreten, in der SPD stehen Steinbrück und Steinmeier hoch im Kurs.

«Zwei Jahre nach der Bundestagswahl 2009 scheint für die Öffentlichkeit nichts interessanter als die Frage, welcher Sozialdemokrat Kanzler wird», sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier der Frankfurter Rundschau und hofft auf einen Schub für seine Partei. Nach 20 Monaten Schwarz-Gelb gebe es bei den Wählern «eine große Sehnsucht, endlich wieder mit Vernunft und Augenmaß regiert zu werden». Steinmeier selbst war vor knapp zwei Jahren als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gescheitert.

In der SPD-Kandidatenfragen stand zuletzt Ex-Finanzminister Peer Steinbrück im Mittelpunkt. Sowohl Steinbrück als auch Steinmeier schneiden derzeit im ARD-Deutschlandtrend besser ab als Kanzlerin Merkel. Wer für die Sozialdemokraten tatsächlich als Kanzler kandidieren wird, werde aber «frühestens Ende 2012» geklärt, betonte Steinmeier.

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Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD, mahnte in der Kandidaturfrage zu Besonnenheit. Die aktuelle Debatte sei in erster Linie ein Medienereignis. Hier werde ein «Ersatz» für den nach der Plagiatsaffäre zurückgetretenen Verteidigungsminister und einstigen Medien-Star Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gesucht. Steinbrück sei gerade «superpopulär». Ein «Hype» helfe seiner Partei aber nicht weiter, sagte Gabriel.

Angela Merkel gab zur Halbzeit der Legislaturperiode klar zu erkennen, dass sie in gut zwei Jahren zur Wiederwahl für eine dritte Amtszeit antreten will. «Also, ich hoffe doch, dass ich einen Gegenkandidaten von der SPD bekomme zur nächsten Bundestagswahl», sagte sie dem Fernsehsender Sat.1. Sie warte ab, wer von der SPD nominiert werde. «Das habe ich schon bei der letzten Bundestagswahl so gemacht. Und es wurde ja auch da einer aufgestellt.»

An Merkel gibt es nichts zu rütteln

Trotz der schlechten Umfragewerte ist der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer unbesorgt. «Das ist in der Halbzeit einer Legislaturperiode ganz natürlich», sagte er der Mitteldeutschen Zeitung. «Es gibt Grund, jetzt eine ruhige Sommerpause hinzulegen und dann mit einem Höchstmaß an Geschlossenheit innerhalb der Union und gemeinsam mit der FDP die zweite Halbzeit zu gestalten.»

Seehofer betonte: «Frau Merkel ist total unangefochten. Sie hat die uneingeschränkte Unterstützung der CSU.» Der mögliche SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück löse bei ihm hingegen «eine behagliche innere Ruhe aus. Er soll sich ruhig weiter so im Gespräch halten. Das ist gut für die Union.»

Für den Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU, Stefan Müller, ist klar, dass Merkel «beim Energiekonzept und in der Euro-Krise enorme Führungsstärke bewiesen habe». Hieran gebe es «nichts zu rütteln». Der CSU-Politiker betonte: «Man muss doch sehen: Deutschland geht es gut.» Die deutsche Wirtschaft habe «die Krise gestärkt überstanden».

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte: «Frau Merkel ist in der CDU alternativlos.» Auf dem Parteitag Mitte November in Leipzig werde sich «die Zukunft der CDU entscheiden. Dort müssen glaubhafte und widerspruchsfreie Botschaften formuliert werden.» In jedem Fall sei «eine neue Etappe von CDU-Politik notwendig, damit wir Regierungsfähigkeit über 2013 hinaus sichern können».

cvd/pfj/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Jorgos48
  • Kommentar 3
  • 16.07.2011 13:16

Kanlerkandidat der SPD, Wer, wenn nicht Peer!

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  • JürgenOHA
  • Kommentar 2
  • 16.07.2011 13:12

Vielleicht sollten die Herrschaften des BRD Machtapparats sich einmal in die Niederungen der arbeitenden Bevölkerung begeben. 0,99% Rentenerhöhung, welch ein Hohn bei mindestens 3% Infation. Frau Merkel und die CDU/CSU/FDP bekommt die Quittung. Ach von ehem. CDU/CSU Wählern. Garantiert.

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  • cbf600
  • Kommentar 1
  • 10.07.2011 09:56

Der CSU-Politiker betonte: «Man muss doch sehen: Deutschland geht es gut. Toller Satz. Wen geht es in Deuschland gut. Den Unternehmer, jawoll. Dann hört es schon auf. Der Rentner wird mit 0,9% abgespeist. 400€ Jobs und Teilzeitarbeit blühen. Löhne unter jeder Kritik sind die Regel. Die Einzahlungen in die Sozialkassen werden immer weniger. Was dann, wenn diese wirklich leer sind. So könnte man seitenlang weiter schreiben. Wo bitte geht es Deutschland gut?????

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