Freispruch Strauss-Kahn feiert mit 700-Dollar-Menü

Strauss-Kahn aus Arrest entlassen (Foto)
Dominique Strauss-Kahn gönnte sich nach seiner Freilassung erst einmal ein üppiges Mahl. Bild: dpa

Schwarze Trüffel, Wolfsbarsch und Pinot Grigio: Dominique Strauss-Kahn versüßte sich seinen Freispruch erst einmal mit einem üppigen Menü in einem New Yorker Nobelrestaurant. Dann verschwand er plötzlich.

Mit einem angeblich 700 Dollar (480 Euro) teuren Essen hat der frühere Währungsfonds-Chef Dominique Strauss-Kahn seine Freiheit gefeiert. Nach Angaben der New York Daily News vom Samstag speiste der Franzose mit seiner Frau und einem weiteren Ehepaar in einem italienischen Restaurant in der New Yorker Upper East Side, in dem auch Madonna gerne isst. Nach Angaben des Blattes gab es zunächst Pasta mit schwarzen Trüffeln, dazu einen Pinot Grigio. Als Hauptgang wurde Wolfsbarsch serviert.

Strauss-Kahn war erst wenige Stunden zuvor wieder in Freiheit gekommen. Sieben Wochen, nachdem er wegen angeblich erzwungenem Oralverkehr mit einem Zimmermädchen festgenommen worden war, hatte ein Gericht seinen strengen Hausarrest wieder aufgehoben. Es waren Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau aufgekommen. Strauss-Kahn hatte die Wohnung in der Zeit nur zu Gerichtsterminen, Arztbesuchen oder zum Gebet verlassen dürfen.

Strauss-Kahn-Affäre
Sturz eines Mächtigen

«Das waren sehr freundliche, fröhliche Menschen», zitieren die Daily News den Koch. Eine Besucherin wunderte sich über die Sorgfalt, mit der das Restaurant die prominenten Gäste umhegte. «Der Service, den sie genossen, war unglaublich. Jedesmal, wenn etwas serviert wurde, waren da fünf oder sechs Kellner», sagte Silvia Grottola, die am Nebentisch saß.

«Das Lächeln auf ihrem Gesicht hat mir genügt, um zu wissen, dass sie bei ihm bleibt», sagte die 48-Jährige dem Blatt über Strauss-Kahns Frau Anne Sinclair. Beide sind im November 20 Jahre verheiratet, Sinclair ist auch in New York geboren.

Frankreich spekuliert

In Frankreich wird derweil bereits eifrig über die politische Zukunft Strauss-Kahns diskutiert. Bei den französischen Sozialisten werden Stimmen laut, ihrem ehemaligen Favoriten für die Präsidentschaftswahl doch noch eine Chance zu geben. «Nichts sollte Dominique Strauss-Kahn daran hindern, (bei den Vorwahlen) zu kandidieren», sagte Ex-Parteichef François Hollande, der selber auch antritt, der Zeitung Libération.

Indirekt sprach er sich für eine Verlängerung der Meldefrist bei den Sozialisten für eine Präsidentschaftskandidatur aus. Bislang war diese auf den 13. Juli festgelegt - noch vor dem nächsten offiziellen Gerichtstermin Strauss-Kahns. Im Oktober entscheidet sich dann definitiv, wer den Kampf gegen Sarkozy aufnehmen soll.

cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Mailyn Pelagio
  • Kommentar 1
  • 03.07.2011 08:49

Der grosse Hauptgang wird dann aber nicht in einem Italienschen Restaurant stattfinden sondern vor Gericht wo man diese kriminelle Frau regelrecht zerkauen wird. Dürfte der perfekte Dessert werden für Kahn.

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