Bürgerschaftswahl Wer macht das Rennen in Bremen?

Bürgerschaftswahl in Bremen (Foto)
Wer zieht ins Bremer Rathaus ein? Heute entscheiden die Wähler. Bild: dpa

In Bremen wird ein neues Landesparlament gewählt. SPD-Regierungschef Jens Böhrnsen will weiterregieren, CDU-Herausforderin Rita Mohr-Lüllmann gibt sich zuversichtlich. News.de ist vor Ort und hält Sie auf dem Laufenden.

Rund eine halbe Million Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Zum ersten Mal in Deutschland können an diesem Sonntag auch 16- und 17-Jährige ein Landesparlament mitwählen. Ob sie von ihrem Wahlrecht rege Gebrauch machten, wird sich erst nach Auszählung aller Stimmen zeigen. «Wie groß das Interesse bei den Jungwählern war, können wir noch nicht sagen», erklärte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung am späten Nachmittag.

Insgesamt ist das Interesse der Wähler bisher deutlich geringer als vor vier Jahren. Bis zum späten Nachmittag kletterte die Wahlbeteiligung im kleinsten deutschen Bundesland auf 38,1 Prozent. 2007 waren zu diesem Zeitpunkt bereits 43,0 Prozent der Wähler an die Urnen gegangen, teilte der Landeswahlleiter mit.

Wahl in Bremen
Debakel für Schwarz-Gelb
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Allerdings hoffen die Organisatoren, dass die bisher geringe Beteiligung durch eine Zunahme der Briefwähler ausgeglichen werden könnte. Hier war das Interesse diesmal deutlich höher als in den Vorjahren.

SPD gute Chancen auf den Sieg

Umfragen zufolge hat die rot-grüne Koalition unter Führung von Regierungschefs Jens Böhrnsen(SPD) gut Chancen auf eine erneute Mehrheit. Die SPD regiert ununterbrochen seit 1947 im Zwei-Städte-Staat, seit 2005 unter Führung von Böhrnsen. Die Grünen könnten erstmals an der CDU vorbeiziehen und zweitstärkste Kraft werden.

Die CDU könnte bei der Wahl das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten einfahren. Trotz schlechter Umfragewerte zeigte sich die CDU-Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann bei ihrer Stimmabgabe am Sonntagmorgen zuversichtlich. «Noch habe ich nicht aufgegeben. Mich interessieren die echten Stimmen», betonte sie. Die FDP schafft es nach den jüngsten Umfragen nicht mehr in den Landtag, die Linke dagegen schon.

Bürgerschaftswahl
Heißer Wahlkampf in Bremen
Video: dapd

Heftige Attacken blieben im Wahlkampf in Bremen in den vergangenen Wochen aus. Die Finanzpolitik in dem mit rund 18 Milliarden Euro verschuldeten Bundesland war in der politischen Auseinandersetzung der einzige große Zankapfel.

Der Stadtstaat Bremen ist das fünfte Bundesland im Superwahljahr 2011, in dem die Bürger über ein neues Parlament entscheiden. Regierungschef Böhrnsen amtiert seit 2005. Die Wahllokale haben bis 18 Uhr geöffnet. Ein vorläufiges amtliches Endergebnis wird wegen Änderungen im Wahlrecht nicht vor Mittwoch nächster Woche erwartet.

Wahl in Bremen
Wahlkampf ohne Reizthema
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jag/kra/news.de/dpa

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Arsch fun
  • Kommentar 4
  • 23.05.2011 19:02

Die Bremer haben ihre Volksvertretung gewählt und als "anständiger Demokrat"hat man das Ergebnis als Gewinner zu feiern und als Verlierer hat man das Ergebnis zu akzeptieren.Die Kommentatoren ragnaroekr und Klim-bim-bam-bum sind"schlechte Verlierer"!Die cdu sprach der SPD die Bezeichnung einer Volkspartei ab,als diese bei 23 Prozent lag.Die cdu ist heute auch keine Volkspartei mehr.Den fdp-Finanzmatratzen habe ich nach der Bundestagswahl mehrfach die 3 Prozent vorausgesagt!Diese Selbstversorger haben nun keine"Lampe"mehr.Nicht mal eine"ROTE",man hat ihnen das Licht ausgeknipst.

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  • Hatumöhre
  • Kommentar 3
  • 23.05.2011 11:42

Tja...wir wissen, dass die FDP nur durch ein Irrtum zu Macht gekommen ist. Ein Westerwelle, ein Rössler und wie die alle heißen sind jetzt vom Fenster, und das ist gut so...

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  • hpklimbim
  • Kommentar 2
  • 22.05.2011 19:52

Wahlzettel mit 20 Seiten fördern die Wahlbereitschaft ganz bestimmt nicht. Vielleicht musste da jemand ganz dringend mit einen Auftrag versorgt werden für die Beseitigung von Altpapier. Am frühen Sonntag Abend um 18:00 Uhr wurden schon die Sieger verkündet und gefeiert, und dann erfuhr man so ganz nebenbei, dass ein endgültiges amtliches Ergebnis wegen der Kompliziertheit der Auswertung nicht vor Mitte der Woche vorliegen kann. Da muss sich doch jeder halbwegs normal denkende Mensch verarscht vorkommen.

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