Mailand Berlusconis Hochburg bröckelt

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Berlusconi droht nun eine Niederlage in seiner Hochburg Mailand. Bild: dpa

Die erste Runde der Kommunalwahlen in Italien ist vorbei. Berlusconi droht nun eine Niederlage in seiner Hochburg Mailand. Er hatte diese Teilwahlen zum nationalen Test für seine Regierung hochgeschraubt.

Nach stabilisierten Hochrechnungen muss seine Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Letizia Moratti, in die Stichwahl, wobei sie hinter dem Herausforderer Giuliano Pisapia liegt. Chancen kann sich Berlusconi dagegen bei der notwendigen Stichwahl in der bisher links regierten Metropole Neapel ausrechnen.

Der umstrittene Ministerpräsident hatte die zweitägigen Wahlen in mehr als 1300 Gemeinden und elf Provinzen zu einem «nationalen Test» seiner Mitte-Rechts-Regierung in Rom ausgerufen. Das sei für ihn nun zum Bumerang geworden, sagte der Chef der größten Oppositionspartei PD (Demokratische Partei), Pier Luigi Bersani, der dabei auch auf weitere Erfolge der Linken vor allem im italienischen Norden verwies.

Besonders ein erneuter Sieg in der Finanzmetropole Mailand sei wichtig, um die Regierung zu stärken, hatte Berlusconi erklärt. Er war in Mailand Listenführer seiner Partei PdL «Volk der Freiheit». Die linke Opposition hofft jetzt, Mailand zu gewinnen. Dies wäre für sie ein Signal des Aufbruchs vor der nationalen Parlamentswahl 2013. Zumal auch die Autostadt Turin in der Hand der Linken bleiben sollte.

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Das Interesse an dem Urnengang war nicht übermäßig. Bei Schließung der Wahllokale am Montagnachmittag hatten 71,1 Prozent der Wähler ihr Votum abgegeben, knapp zwei Prozentpunkte weniger als zuletzt. In zwei Wochen folgen Stichwahlen in all jenen Gemeinden, in denen kein Kandidat mindestens 50 Prozent erhalten hat.

Berlusconi machte am Montag erneut Wahlkampf auf seine Art - mit seinem fünften Auftritt vor Gericht in wenigen Wochen. Dem Ministerpräsidenten werden Korruption und Steuerbetrug vorgehalten. Der 74-Jährige nutzt seine Gerichtstermine in Mailand gern für Attacken gegen «linke Staatsanwälte», die er als «Krebsgeschwür» bezeichnet. Am Wahltag erlegte er sich vor Journalisten allerdings «Schweigen» auf.

cvd/news.de/dpa

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