Randale in der Nacht In Hamburg brennen wieder Autos

Die Flammen schlugen hoch: Am frühen Morgen haben in mehreren Hamburger Stadtteilen erneut elf Autos gebrannt. Ob die Brände im Zusammenhang mit den geplanten Kundgebungen am 1. Mai stehen, konnte die Polizei nicht sagen.

Brennende Autos (Foto)
In den vergangenen Monaten haben in Hamburg bereits mehrfach Autos gebrannt - so auch im März im Stadtteil Altona. Bild: dpa

Unbekannte Täter haben am Samstag in Hamburg erneut mehrere Autos angezündet. In der Zeit zwischen 4.30 Uhr und 6 Uhr gingen elf Pkw in Flammen auf, sagte ein Sprecher der Polizei. Drei weitere Autos wurden aufgrund der sich ausbreitenden Hitze stark beschädigt. Betroffen waren die Stadtteile Marienthal, Barmbek, Winterhude, Poppenbüttel und Alsterdorf. Verletzt wurde jedoch niemand. Eine Fahndung blieb zunächst erfolglos.

Ob die wiederholten Brandstiftungen im Zusammenhang mit den befürchteten Krawallen an diesem Wochenende in Hamburg stehen, wollte der Polizeisprecher nicht kommentieren. Rund um den 1. Mai stelt sich die Hansestadt wie jedes Jahr auf Ausschreitungen im Schanzenviertel nahe des Autonomentreffs Rote Flora ein. Medienberichten zufolge könnten jedoch auch die Mitglieder von Jugendbanden für die Brände verantwortlich sein. Bereits seit Monaten werden in Hamburg nachts immer wieder Autos angezündet.

1. Mai: Rituale von Protest und Gewalt

Mehrere Demonstrationen am Wochenende

Zum morgigen Tag der Arbeit sind an diesem Wochenende in Hamburg neben den Mai-Kundgebungen weitere Veranstaltungen geplant. Für Samstag hatte die Kampagne «Stadt selbst machen» einen Aufzug mit 1900 Teilnehmern angemeldet. Dieser soll nach Polizeiangaben um 16 Uhr im Schanzenviertel beginnen. Eines der zentralen Anliegen der Versammlung ist der Erhalt der Roten Flora in ihrer jetzigen Form.

Für Sonntag um 13 Uhr hat nach Polizeiangaben Euromayday Hamburg die Parade «Die Stadt ist unsere Fabrik» mit 2000 Teilnehmern angemeldet. Um 17.30 Uhr ist der Aufzug «Heraus zum revolutionären 1. Mai» mit 1000 Teilnehmern geplant.

Im Schanzenviertel richtet die Polizei von Samstag 19 Uhr bis Sonntag 5 Uhr sowie von Sonntag 19 Uhr bis Montag 5 Uhr ein sogenanntes Gefahrengebiet ein. Die Beamten können in diesem Gebiet Platzverweise erteilen und ohne konkreten Verdacht Personen kontrollieren.

 

wie/news.de/dapd

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