Aufstand in Libyen Erste Libyer feiern die «Befreiung»

Demonstranten in Tobruk (Foto)
Demonstranten in Tobruk im Nordosten Libyens Bild: dpa

Gaddafi will lieber sterben als abdanken. Er soll sich auf einem StĂŒtzpunkt verschanzt haben. Im Osten Libyens feiern die Menschen schon die «Befreiung». In Deutschland steigen die Benzinpreise. Das Geschehen am Mittwoch.

23.36 Uhr: In seiner ersten Stellungnahme zu der Eskalation in Libyen hat US-PrĂ€sident Barack Obama die Gewalt verurteilt. «Das Leiden und Blutvergießen ist abscheulich und inakzeptabel», erklĂ€rte er in Washington. Seine Regierung werde alle Optionen ausschöpfen, um darauf zu reagieren. Obama brach sein Schweigen hinsichtlich der blutigen Unruhen, nachdem die USA erfolgreich begonnen hatten, amerikanische StaatsbĂŒrger aus dem Land in Sicherheit zu bringen. Außenministerin Hillary Clinton wird am Freitag in Genf an dem Dringlichkeitstreffen des UN-Menschenrechtsrates teilnehmen.

22.59 Uhr: Die deutsche Luftwaffe hat weitere 74 Menschen aus Libyen ausgeflogen. Die Kanzlermaschine «Konrad Adenauer» mit 47 deutschen und weiteren Passagieren aus 15 Nationen landete gegen 20.45 Uhr auf dem MilitĂ€rflughafen Köln. Die Heimkehrer berichteten von chaotischen ZustĂ€nden am Flughafen in Tripolis. Tausende Menschen wollen ausreisen und belagern das FlughafengebĂ€ude. Der Weg vom Flughafenvorplatz zur Maschine habe bis zu sechseinhalb Stunden gedauert, sagte der Kommandant des Flugzeugs.

Libyen
Der Kampf gegen Gaddafi
Gaddafi bei Festnahme getötet (Foto) Zur Fotostrecke

19.33 Uhr: Malta hat nach Angaben des maltesischen Außenministers Melvyn Mangion einem libyschen Flugzeug die Landung verweigert. Die Maschine habe zehn Passagiere an Bord gehabt und sei 20 Minuten ĂŒber der Mittelmeerinsel gekreist, bevor es nach Libyen abgedreht sei, sagte Mangion in Valletta. Der Pilot habe angegeben, nur noch wenig Treibstoff zu haben. Einheiten der StreitkrĂ€fte und des Sicherheitsdienstes hĂ€tten die Landebahn blockiert, teilten Sprecher mit. Das Flugzeug sei eigentlich am Dienstag erwartet worden; fĂŒr Mittwoch sei aber kein Flugplan eingereicht worden.

19.26 Uhr: Die UN-Hochkommissarin fĂŒr Menschenrechte, Navi Pillay, hat eine Flugverbotszone ĂŒber Libyen angeregt. Sollten sich die Berichte ĂŒber Luftangriffe auf Zivilisten als wahr herausstellen, sei eine derartige Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung sofort nötig, sagte sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Peru, das seine diplomatischen Beziehungen zu Libyen auf Eis gelegt hat, rief den UN-Sicherheitsrat bereits zur Schaffung einer Flugverbotszone ĂŒber Libyen auf. Damit solle dem Einsatz der Kampfflugzeuge des Landes gegen die Bevölkerung vorgebeugt werden.

Aufstand in Libyen
Gaddafi will nicht abdanken
Video: knr/news.de/dapd

18.52 Uhr: Die EU kann sich trotz der brutalen Gewalt des libyschen Regimes gegen Demonstranten noch nicht zu Sanktionen durchringen. Die EU-Mitgliedsstaaten seien bereit zu Sanktionen, falls die Gewalt nicht sofort ende, teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Mittwochabend nach Beratungen der 27 EU-Mitgliedsstaaten in BrĂŒssel mit. Mehrere LĂ€nder, darunter Deutschland und Frankreich, hatten sich dafĂŒr eingesetzt. Sie scheiterten aber am Widerstand von Italien, Malta und Zypern, die weitergehende Schritte fĂŒrchten.

18.49 Uhr: Der von Gaddafi fĂŒr tot erklĂ€rte Ex-Innenminister Abdulfattah Junis schloss sich den AufstĂ€ndischen an. In einem Telefoninterview des Senders Al-Arabija sagte er, ein AnhĂ€nger Gaddafis habe versucht, ihn zu erschießen. Er sei nun kein Minister mehr, sondern ein Soldat im Dienste des Volkes.

18.45 Uhr: Nach blutigen KĂ€mpfen mit bis zu 1000 Toten, wie es in Berichten hieß, rechnet Italien mit einem Exodus zehntausender Migranten aus Libyen und anderen afrikanischen Staaten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert ein Verfahren gegen Gaddafi vor dem Internationalen Strafgerichtshof.

18.03 Uhr: Libyen erhĂ€lt keine Gelder im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe. Das machte Gudrun Kopp (FDP), am Mittwoch im Ausschuss fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestags deutlich. Die Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sei lediglich an zwei Regionalprojekten gegen Bezahlung beteiligt, sagte sie. Bei einem der Projekte handele es sich um Beratungsleistungen in einem Krankenhaus der libyschen Hauptstadt Tripolis. Zugleich schloss Kopp eine zukĂŒnftige Entwicklungszusammenarbeit mit Libyen nicht aus, «wenn neue politische VerhĂ€ltnisse kommen».

Kleider machen Leute
Ein Diktator als Paradiesvogel
Gaddafi (Foto) Zur Fotostrecke

17.33 Uhr: Portugal fliegt mit einer Maschine der Luftwaffe weitere 75 AuslĂ€nder aus Libyen aus. Die 64 Portugiesen, fĂŒnf Brasilianer, zwei SĂŒdafrikaner, zwei Ägypter sowie ein Armenier und eine Amerikanerin trafen nach einer Zwischenlandung im italienischen Catania in Lissabon ein. Die elf AuslĂ€nder hĂ€tten ebenfalls fĂŒr portugiesische Firmen in Tripolis gearbeitet, hieß es. Es war der zweite Rettungsflug: Bereits am Montag wurden 80 Portugiesen und 34 weitere AuslĂ€nder aus Libyen ausgeflogen.

17.28 Uhr: Dutzende von Gaddafi-Gegnern haben vor der Botschaft des WĂŒstenstaates in Rom protestiert. Unter Rufen wie «Mörder, Mörder» und «Freiheit fĂŒr Libyen» ĂŒberwand ein Teil der Demonstranten die Absperrungen vor dem BotschaftsgebĂ€ude, berichteten italienische Medien. Es gelang ihnen, vorĂŒbergehend die offizielle Fahne Libyens gegen die des frĂŒheren Königreichs auszutauschen, hieß es.

Aufstand in Libyen
Libysche UN-Diplomaten gegen Gaddafi
Video: youtube.com/euronews

17.14 Uhr: Ein Flugzeug der libyschen Fluggesellschaft «Libyan Arab Airlines» hat am Nachmittag versucht, auf dem internationalen Flughafen von Malta zu landen. Wie Mitarbeiter mitteilten, verweigerte Malta jedoch zunĂ€chst die Landeerlaubnis und verstĂ€rkte den Airport mit Soldaten. Wie es hieß, hat der libysche Flieger nur noch wenig Treibstoff. Die Behörden des kleinsten EU-Staats wollten mehr Informationen ĂŒber die IdentitĂ€t der Passagiere. Das Flugzeug soll 14 Menschen an Bord haben. Nach einem unbestĂ€tigte Bericht des arabischen Senders Al Jazeera soll die Tochter des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi an Bord der Maschine sein.

17.11 Uhr: Auch Syrien will nun Schiffe an die libysche KĂŒste entsenden. Die Marine solle die dort inmitten der schweren Unruhen festsitzenden syrischen Landsleute aufnehmen. Auf Anordnung des syrischen PrĂ€sidenten Baschar al-Assad sollten die Schiffe Bengasi anlaufen, die zweitgrĂ¶ĂŸte libysche Stadt, berichtete das syrische Staatsfernsehen.

16.54 Uhr: Augenzeugen berichten von Folter in Libyen. Einige Ă€gyptische Gastarbeiter berichteten nach ihrer Ausreise ĂŒber GrĂ€ueltaten in der Stadt Bengasi. So seien Menschen von libyschen Soldaten in eine Kaserne verschleppt und dort gefoltert worden. Erst als der StĂŒtzpunkt von AufstĂ€ndischen gestĂŒrmt wurde, habe man sie verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die befreiten Folteropfer hĂ€tten berichtet, andere Ägypter seien in der Kaserne getötet worden. Zudem hĂ€tten MilizionĂ€re am vergangenen Freitag vor einer Moschee in Bengasi nach dem Mittagsgebet wild um sich geschossen. Elf Menschen seien getötet worden.

16.23 Uhr: Bei einer Protestkundgebung vor der libyschen Botschaft in Berlin sind zwei Teilnehmer am Mittwoch kurzzeitig auf das GelĂ€nde der Residenz gestĂŒrmt. Es gelang ihnen nach Angaben der Polizei, vorĂŒbergehend die offizielle Fahne Libyens gegen die des Königreichs auszutauschen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die beiden MĂ€nner wurden von der Polizei festgenommen.

16.05 Uhr: Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind im Mittelmeer auch drei Fregatten der deutschen Marine - «Hamburg», «Rheinland-Pfalz» und «LĂŒbeck»" - unterwegs, um notfalls deutsche StaatsbĂŒrger aus Libyen zu evakuieren. Es handle sich um eine der vereinbarten vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen, hieß es.

Die EU hat unterdessen Experten an die libysche Grenze entsandt, um auf ein weiteres Anschwellen der FlĂŒchtlingszahlen aus dem Land reagieren zu können. Sowohl an die tunesisch-libysche als auch an die Ă€gyptisch-libysche Grenze wurden Fachleute entsandt, wie ein Kommissionssprecher in BrĂŒssel erklĂ€rte. Nach Angaben der EU haben angesichts der Gewalt in Libyen bislang rund 5000 Tunesier und Libyer die Grenze nach Tunesien ĂŒberquert. Angaben zu FlĂŒchtlingszahlen nach Ägypten machte der Sprecher nicht.

15.53 Uhr: In Libyen ist ein Kampfflugzeug abgestĂŒrzt, nachdem die Piloten einen Befehl zum Angriff auf die Stadt Bengasi verweigert hatten. Das berichtete die libysche Zeitung Qurina auf ihrer Website unter Berufung auf MilitĂ€rkreise. Den Angaben zufolge verließen der Pilot und der Co-Pilot die Maschine kurz vor dem Absturz in der NĂ€he der Stadt Adschdabija und sprangen mit Fallschirmen ab. Aus gut unterrichteten Kreisen in Tripolis hieß es, einen solchen Angriffsbefehl könne nur Oberst Muammar al-Gaddafi selbst gegeben haben.

15.43 Uhr: Die libyschen Behörden haben nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) einen Informations-Blackout ĂŒber das nordafrikanische Land verfĂŒgt. Ähnlich wie auch in Bahrain und Jemen sei die Lage sei fĂŒr Journalisten zunehmend schwierig und auch bedrohlich. Internet- und Telefonleitungen wĂŒrden immer wieder unterbrochen. Wörtlich heißt es in einer in Paris veröffentlichten ErklĂ€rung: «Die Arbeit fĂŒr Journalisten ist jetzt fast unmöglich; die wenigen auslĂ€ndischen Korrespondenten, die schon vor der Krise in Libyen waren, stehen unter extrem scharfer Beobachtung und sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschrĂ€nkt.»

15.30 Uhr: Ă–sterreich will seine BĂŒrger aus Libyen möglicherweise mit einem Fahrzeugkonvoi retten. Man wolle 20 Österreicher aus dem Raum Tripolis ĂŒber den Landweg in Sicherheit bringen, sagte Außenminister Michael Spindelegger nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Die genaue Route sei noch unklar, in Richtung Ägypten gebe es aber praktisch kein Durchkommen mehr.

15.29 Uhr: Gaddafi hat noch nicht aufgegeben, doch in Teilen des Landes wird schon gejubelt. Die Bewohner mehrerer StĂ€dte im Osten Lybiens feierten die «Befreiung» ihrer Region. Augenzeugen berichteten, in den östlichen StĂ€dten Bengasi und Tobruk seien die Vertreter der Staatsmacht entweder verschwunden oder hĂ€tten sich den AufstĂ€ndischen angeschlossen.

14.21 Uhr: UN-GeneralsekretĂ€r Ban Ki Moon hat dem libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi nach UN-Angaben bei einem 40 Minuten langen Telefonat ins Gewissen geredet. «Ich habe ihm ganz klar gesagt, dass die Gewalt aufhören muss - auf der Stelle», sagte Ban in Los Angeles und fĂŒgte hinzu: «Das war kein einfaches GesprĂ€ch».Ban pochte darauf, dass die Gewalt gegen Zivilisten nicht ungestraft bleiben dĂŒrfe. Einige Ereignisse «scheinen klare VerstĂ¶ĂŸe gegen das Internationale Recht und die Menschenrechte zu sein».

14 Uhr: Gaddafi soll sich mit vier Brigaden der SicherheitskrĂ€fte auf dem StĂŒtzpunkt Bab al-Asisija in Tripolis verschanzt haben. Das verlautete aus gut unterrichteten Kreisen in Tripolis.

Die 27 EU-Staaten haben unterdessen den Export von Waffen nach Libyen gestoppt. Nach jĂŒngsten Zahlen hatte Gaddafi zuletzt von der EU jedes Jahr Waffen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro geliefert bekommen.

13.54 Uhr: Bei den Unruhen in Libyen ist erstmals auch ein TĂŒrke getötet worden. Den Mann habe auf einer Baustelle nahe der Hauptstadt Tripolis eine Kugel getroffen, berichteten tĂŒrkische Medien. Er habe an einem Kran gearbeitet. Außenminister Ahmet Davutoglu bestĂ€tigte den Tod. Am Mittwoch sollten fĂŒnf Flugzeuge etwa 1800 weitere TĂŒrken aus Libyen ausfliegen.

13.45 Uhr: Irans PrĂ€sident Mahmud Ahmadinedschad hat die Tötungen in Libyen verurteilt und an den Staatschef Muammar al-Gaddafi appelliert, den Willen der Menschen zu respektieren. «Anstatt Menschen zu töten, höre auf sie», sagte Ahmadinedschad am Mittwoch an die Adresse Gaddafis. Erst am vergangenen Wochenende war eine Protestkundgebung der Opposition in Teheran von der Polizei brutal niedergeknĂŒppelt worden, ein Demonstrant wurde dabei erschossen.

13.36 Uhr: Das Ă€gyptische MilitĂ€r schickte wegen der Unruhen im Nachbarland Libyen VerstĂ€rkung an die gemeinsame Grenze. Die Einheiten sollten bei der Aufnahme der vor Chaos und Gewalt flĂŒchtenden Ägypter helfen, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija am Mittwoch. Tausende Ägypter warteten auf eine Gelegenheit zur Ausreise in die Heimat.

13 Uhr: Die libysche Botschaft in Wien hat sich von dem Regime in Tripolis distanziert. «Die Botschaft verurteilt die exzessive Gewalt gegen friedliche Demonstranten», heißt es in einer Mitteilung an die Medien. Die Botschaft unter Leitung von Ahmed Menesi hĂ€lt in dem Text fest, «dass sie das libysche Volk vertritt und ihre tiefste Anteilnahme den Familien der Opfer ausdrĂŒcken will.» Die Diplomaten rufen die Weltgemeinschaft auf, «ihrer Pflicht zum Schutz der Zivilbevölkerung nachzugehen und konkrete Maßnahmen zu setzen, um weitere Opfer zu vermeiden.»

12.31 Uhr: Die Libyen-Krise trifft jetzt auch die deutschen Autofahrer. Der Durchschnittspreis fĂŒr einen Liter Superbenzin stieg auf 1,50 Euro. Diesel kostete am Mittwoch nach Angaben aus der Mineralölindustrie im Schnitt sogar 1,40 Euro. Damit lag Diesel auf dem höchsten Niveau seit mehr als zwei Jahren.

12.24 Uhr: In Libyen halten sich nach Auskunft von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) noch etwa 250 deutsche StaatsbĂŒrger auf. Davon befĂ€nden sich 150 in der Hauptstadt Tripolis und weitere 100 im Landesinneren. Am Dienstag seien etwa 350 Deutsche ausgeflogen worden. An der Aktion sei auch die Lufthansa beteiligt gewesen.Ein Airbus der Bundeswehr sei inzwischen in Tripolis gelandet, um weitere Deutsche auszufliegen, sagte ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts. Zwei Transall der Bundeswehr stĂŒnden zudem auf Malta bereit.

11.23 Uhr: Die spanische Regierung hat eine Maschine der Luftwaffe nach Libyen geschickt, um Spanier aus dem nordafrikanischen Land auszufliegen. Die Maschine könne 50 bis 80 Spanier sowie BĂŒrger anderer EU-Staaten außer Landes bringen.

11:19 Uhr:  Der französische StaatsprĂ€sident Nicolas Sarkozy hat wegen des blutigen Vorgehens von SicherheitskrĂ€ften gegen Demonstranten Sanktionen der EU gegen Libyen gefordert. Die internationale Gemeinschaft dĂŒrfe bei «diesen gewaltigen Menschenrechtsverletzungen» nicht nur zuschauen. Es sollten Strafmaßnahmen gegen das Regime in Tripolis vorbereitet werden. Außerdem wolle er Möglichkeiten prĂŒfen lassen, Wirtschafts- und Handels- sowie finanzielle Beziehungen zu Libyen auf Eis zu legen.

10:18 Uhr:
Die italienische Regierung befĂŒrchtet die Flucht von Hunderttausenden aus Libyen, sollte das Land im Chaos untergehen. «Zu erwarten ist ein Exodus in biblischem Ausmaß, ein Problem, das kein Italiener unterschĂ€tzen kann und darf», sagte Außenminister Franco Frattini dem MailĂ€nder Corriere della Sera. Zu rechnen sei mit einer abnormalen Welle von 200 000 bis 300 000 Immigranten, und das sei nur eine vorsichtige SchĂ€tzung, erlĂ€uterte der Minister.

09:50 Uhr: Die Arabische Liga hat das gewaltsame Vorgehen der SicherheitskrÀfte gegen Demonstranten in Libyen scharf verurteilt und Tripolis bis auf weiteres von Konferenzen der Organisation ausgeschlossen. Der Einsatz von Soldaten gegen Demonstranten sei "eine schwere Verletzung von Menschenrechten und internationalen Gesetzen", erklÀrte die Arabische Liga nach einem Treffen in Kairo.

 09:02 Uhr: Dem von Unruhen erschĂŒtterten Libyen droht nach EinschĂ€tzung eines Experten ein langer und blutiger BĂŒrgerkrieg. «Er beherrscht immer noch einen Teil des Landes, ein Teil der Armee ist ihm immer noch loyal», sagte der Deutschlandkorrespondent des arabischen Senders Al-Jazeera, Aktham Suliman, im ZDF-«Morgenmagazin».

Selbst ein erfolgreicher Putsch gegen Gaddafi werde die Lage in Libyen möglicherweise nicht beruhigen. DafĂŒr seien die AnhĂ€nger und Söldner des Machthabers zu stark, berichtete Suliman. «Auch, wenn er abgesetzt werden sollte in den nĂ€chsten Stunden und Tagen, stehen sich die zwei Gruppen gegenĂŒber - mit viel viel Blut dazwischen.»

knr/kra/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • hector
  • Kommentar 4
  • 24.02.2011 22:37

Alexander der Große fuhr einst zum weit entfernten Siwa in Libyen und befragte das Orakel, ob der große Gott Amun ihm die Herrschaft ĂŒber die Welt genhmigt. Das Orakel antwortete ihm "Geh hinaus und du wirst die ganze Welt erobern", und er tat es. Die Deutschen, so heißt es in Siwa, hĂ€tten den Krieg nur deswegen verloren, weil Hitler das Orakel vorher nicht befragte, und als die Wehrmacht in Siwa ankam, sprangen die Soldaten sogleich in das heilige Wasserbecken und badeten darin. Wegen dieses Sakrilegs haben die Deutschen den Krieg verloren.

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  • hector
  • Kommentar 3
  • 24.02.2011 22:35

Einst entflogen aus dem Tempel des Pharao zwei Tauben. Die eine landete auf einer Griechischen Eiche , die andere in der libyschen WĂŒste. Beide begrĂŒndeten ein Orakel, die eine in Delphi, die andere in Siwa.

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  • oliver
  • Kommentar 2
  • 23.02.2011 19:09

Allah hat von den GlĂ€ubigen ihr Leben und ihr Gut fĂŒr das Paradies erkauft: Sie kĂ€mpfen fĂŒr Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung – bindend fĂŒr Ihn – in der Thora und im Evangelium und im Qur’an. Und wer hĂ€lt seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große GlĂŒckseligkeit. [9:111] Diesen Fers habe ich gefunden und den muss ich gleich mal untersuchen. Warum lassen wir sowas denn in Deutschland zu und die NPD ist stĂ€ndig behĂŒtet? Irgendwie scheint da jemand nicht auf zu passen

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