Piraten Seeleute von gekapertem Handelsschiff frei

Zwei Besatzungsmitglieder des entführten Schiffs der Bremer Reederei Beluga sind nach Informationen von Radio Bremen frei. Sie wurden im Indischen Ozean in einem Schlauchboot von einem dänischen Nato-Schiff aufgegriffen.

Bundeswehr konnte gekapertem Schiff nicht helfen (Foto)
Zwei Seeleute des gekaperten Frachters Beluga sind frei. Bild: dpa

Zwei Seeleute eines von Piraten gekaperten deutschen Schiffes sind nach Angaben der Bremer Beluga-Reederei frei. Die beiden seien in einem Rettungsboot entdeckt worden, sagte eine Sprecherin am Freitagabend und bestätigte damit einen Bericht von Radio Bremen. «Das Schicksal der anderen ist weiter unklar», sagte die Beluga-Sprecherin.

Die «Beluga Nomination» mit insgesamt zwölf Besatzungsmitgliedern aus Polen, der Ukraine, Russland und den Philippinen war am vergangenen Samstag im Indischen Ozean etwa 800 Seemeilen nördlich der Seychellen angegriffen worden. Zweieinhalb Tage später hatten die Seeräuber den Schutzraum der Besatzung aufgeschweißt und das Schiff in ihre Gewalt gebracht.

«Den zwei Seeleuten, die im Rettungsboot auf Hilfe gewartet hatten, geht es aktuell den Umständen entsprechend gut», teilte die Reederei am Freitagabend weiter mit. Ein Team der Reederei sei telefonisch durch den Kommandanten des dänischen Kriegsschiffs «HDMS Esbern Snare» darüber informiert worden, dass das Rettungsboot im Indischen Ozean etwa 300 Seemeilen von der somalischen Küste entfernt geortet und sicher geborgen worden sei.

Die beiden Seeleute würden zunächst an Bord der dänischen Fregatte betreut und versorgt. Die Reederei wünsche sich inständig, «dass alle unsere Kollegen auf See wohlauf sind und gesund die noch andauernde Krisensituation überstehen».

cvd/news.de/dpa

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