Wikileaks-Konflikt PayPal gibt eingefrorene Spenden frei

Die Anhänger von Wikileaks können im Streit mit Paypal, Mastercard und Visa einen Etappensieg feiern: Das Online-Zahlungssystem Paypal gibt gesperrte Spenden frei. In der Nacht attackierten Hacker auch die Website des Kreditkartenunternehmens Visa.

Wikileaks (Foto)
Demonstranten setzen sich in Lodon für Julian Assange ein. Doch der wirkliche Protest findet im Internet statt.   Bild: dapd

Der Online-Zahlungsdienst PayPal hat nach massiven Protesten der Wikileaks-Anhänger beschlossen, eingefrorene Spenden an die Enthüllungsplattform auszuzahlen.

PayPal-Justiziar John Muller erklärte im Firmenblog: «Wir verstehen, dass die Entscheidung von PayPal zum Gegenstand einer größeren Geschichte geworden ist, bei der es rund um die Aktivitäten von Wikileaks auch um politische und juristische Debatten und um die Meinungsfreiheit geht.» Das Spendenkonto sei allein wegen der Verletzung der Geschäftsbedingungen gesperrt worden. Grundlage sei ein Brief des US-Außenministeriums an Wikileaks, wonach das Internet-Projekt im Besitz von Dokumenten sein könnte, die unter Verletzung von US-Gesetzen beschafft worden seien.

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Die zu den wichtigsten Spendensammlern von Wikileaks zählende Wau-Holland-Stiftung will nach eigenen Angaben rechtlich gegen die unangekündigte Sperrung ihres Kontos bei PayPal vorgehen. Die Stiftung bezifferte die Höhe der zeitweise eingefrorenen Spenden auf rund 10.000 Euro.

Der in Schweden ansässige Online-Zahlungsdienst Flattr teilte mit, dass er weiter Spenden an Wikileaks überweisen werde. Solange es kein Gericht gebe, das die Aktivitäten von Wikileaks für illegal erkläre, werde man die Spenden der Flattr-Nutzer weiterreichen, sagte Vorstandschef Linus Olsson der Zeitung Sydsvenskan. Mit Flattr können Internet-Nutzer auch kleine Beträge an Web-Projekte spenden.

Angeblich mehr als 1700 Angreifer

Nach massiven Hackerangriffen auf die Internet-Präsenz von Mastercard war in der Nacht zum Freitag auch Visa das Ziel von sogenannten DDOS-Angriffen («Distributed Denial of Service»). Dabei wird ein Web-Server mit Unmengen von Daten geflutet und dadurch blockiert. Beide Kreditkarten-Firmen hatten angekündigt, keine Zahlungen an die Enthüllungsplattform mehr zuzulassen.

Aktivisten der «Anonymous»-Bewegung, die sich zu den Hackerangriffen bekannte, kündigten die Attacke auf Visa eine Stunde vorher über den Kurzmitteilungsdienst Twitter an. Nach Informationen des Blogs Redspin, das sich mit Themen der Netzsicherheit beschäftigt, beteiligten sich zeitweise mehr als 1700 Personen an den Angriffen.

Der Internet-Dienst Twitter sperrte das Profil mit den Mitteilungen von «Anonymous». Daraufhin richtete die Gruppe ein neues Profil ein, mit einem Link zum Chat-Dienst IRC - über den dezentral organisierten «Internet Relay Chat» wurde nach Informationen in einschlägigen Blogs auch die Software für die DDOS-Angriffe verbreitet.

Auch Palins Website lahmgelegt?

Am Mittwoch stand auch die Website der schwedischen Staatsanwaltschaft, von der der Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange stammt, auf diese Weise unter Beschuss. Sie blieb jedoch online. Assange war am Dienstag in London verhaftet worden. Ihm werden in Schweden sexuelle Vergehen vorgeworfen. Er bestreitet die Anschuldigungen.

Bild.de berichtet zudem, dass auch die Internetseite der früheren republikanischen Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin vorübergehend blockiert gewesen sein soll. Weiter heißt es, dem Sender ABC News zufolge seien auch die Kreditkartenkonten von Palin und ihrem Mann betroffen gewesen. Palin hatte gefordert, Assange als Terroristen zu jagen und Wikileaks dauerhaft lahmzulegen.

tno/kru/news.de/dpa

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • kelevra
  • Kommentar 5
  • 14.12.2010 07:54
Antwort auf Kommentar 4

Ja,ja, Onan!

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  • Anon
  • Kommentar 4
  • 11.12.2010 07:45

zu den drei ersten Kommentaren: Jude ist keine Rasse, sondern eine Religion...

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  • nirun182
  • Kommentar 3
  • 09.12.2010 22:59

Antwort zu Kommentar 2: Besser ein IQ von 20 als wie der verlogenen und korrupten Poliker Meute in den Ars.. zu kriechen? Franzi hat vollkommen recht und wenn Frau Palin Jüdin ist dann weis ich nicht was ein Hinweis darauf Rassistisch ist - Die Juden sind doch Stolz auf Ihre Rasse? Es braucht auch nicht immer hohe IQ Werte um das Richtige zu tun? Wikileak ist auf dem richtigen Weg und findet hoffentlich auch genug Nachahmer damit auch wirklich All das verlogene dieser Polit Kaste ans Tageslicht kommt!

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