Interpol Jagd auf Wikileaks-Gründer

Julian Assange ist nun auf der Fahndungsliste von Interpol. Er wird wegen des Verdachts auf Vergewaltigung in Schweden gesucht. Wo sich der Wikileaks-Gründer befindet, ist unbekannt. Aber er meldet sich trotzdem zu Wort und fordert den Rücktritt von Hillary Clinton.

Assange  (Foto)
Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist untergetaucht. Bild: dpa

Der wegen Vergewaltigungsverdachts in Schweden gesuchte Wikileaks-Gründer Julian Assange steht jetzt auch auf der Fahndungsliste von Interpol. Eine entsprechende «Red Notice», eine Art Steckbrief des 39-Jährigen, veröffentlichte die Internationale Polizeibehörde am Dienstag auf ihrer Internetseite.

Schweden hatte Mitte November bei Interpol einen Antrag auf internationale Fahndung nach Assange gestellt. In dem skandinavischen Land wird der Australier per Haftbefehl wegen des Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung von zwei Frauen gesucht. Assange hat die Vorwürfe zurückgewiesen und als Komplott der US-Regierung bezeichnet.

Wo sich der Internet-Aktivist derzeit aufhält, ist nicht bekannt. In einem von unbekanntem Ort über Internet-Telefon geführten Interview meldete sich Assange am Dienstag beim Time Magazine zu Wort. Dabei forderte er den Rücktritt von US-Außenministerin Hillary Clinton, wenn sich herausstellen sollte, dass sie für jüngst bekanntgewordene Spionage-Aufforderungen an US-Diplomaten verantwortlich ist. «Ja, sie sollte deshalb zurücktreten», sagte Assange.

Wikileaks hatte am Sonntag mit der Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher oder geheimer Dossiers von US-Diplomaten begonnen. Aus dem Schriftverkehr geht auch hervor, dass Diplomaten zum Sammeln von Daten unter anderem bei den Vereinten Nationen aufgefordert wurden.

Bei einer «Red Notice» handelt es sich nicht um einen internationalen Haftbefehl. Vielmehr geht es laut Interpol darum, der Polizeibehörde eines Mitgliedsstaates dabei zu helfen, «die Festnahme oder vorläufige Festnahme einer gesuchten Person mit der Aussicht auf ihre Auslieferung zu erreichen.»

Am Dienstag hatte Assanges schwedischer Anwalt angekündigt, eine Aufhebung des schwedischen Haftbefehls vor dem Obersten Gericht in Stockholm erwirken zu wollen. Der Haftbefehl war vorher in zwei Instanzen bestätigt worden. Anwalt Björn Hurtig bot in der Berufungsklage an, dass Assange über Telefon, Videolink oder andere Kommunikationswege vom Ausland aus verhört werden könne.

 

mat/cvd/ivb/news.de

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • nirun182
  • Kommentar 5
  • 04.12.2010 09:27
Antwort auf Kommentar 1

Man kann Herrn Peter Weiß Kommentar 1 nur beipflichten. Wir leben mit einer Koruppten und verlogenen Politiker-Elite wobei "Elite" ironisch gemeinbt ist und als Beleidigung gelten sollte in diesem Zuisammenhang! So eine Unfähige Regierung wie in Deutschland und der EU sowie zur Zeit in den USA HAT ES NOCH NIE GEGEBEN. Und wenn die "Unfähigkeit" blosgestellt wird kommt es zur Hexenjagd? Das Mittelalter und der wieder aufkeimende GESTAPO STAAT lässt grüßen.

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  • Peter Weiß
  • Kommentar 4
  • 02.12.2010 02:25
Antwort auf Kommentar 3

Die Quintessenz ist, die Schaffung einer unabhängigen Justiz, dem Volk unterstellt, wie sie unter www.apac.de beschrieben ist ! Peter Weiß verantwortlich i.S.d.P.

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  • Peter Weiß
  • Kommentar 3
  • 02.12.2010 02:23
Antwort auf Kommentar 2

Bei 2 handelt der Hehler nicht rechtens, laut Meinung unserer Regierung, das Urteil deutscher Gerichte bleibt abzuwarten. Aber das Sprichwort „wessen Brot du isst, dessen Lied du singst“ sagt eigentlich alles aus. Viel drastischer erfuhren wir es im Deutschunterricht aus Büchner´s Volksbote der dort schreibt „die Justiz ist die Hure der Fürsten“ und die damaligen Fürsten nahmen die Aufgabe der heutigen Verwaltung Regierung und Parlament wahr, die ersten erwählt von ihrem Herrn, von Gottes Gnaden, die zweiten erwählt von ihrem Herr, dem vom Volk. Peter Weißi.S.d.P.

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