Seltene Erden USA sichern sich weitere Exporte

Außenministerin Clinton bekräftigte den Führungsanspruch der USA in Asien. China dürfe seine wachsende Stärke nicht nutzen, um seine Nachbarn einzuschüchtern. Desweiteren erhielt sie die Zusicherung hinsichtlich weiterer Exporte von seltenen Erden.

Hillary Clinton (Foto)
Clinton bekräftige den Führungsanspruch in China. Bild: ap

Die USA haben angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen China und seinen Nachbarn ihren Anspruch auf eine Führungsrolle im asiatisch-pazifischen Raum bekräftigt. Ihr Land habe ein eigenes Sicherheitsinteresse an einer friedlichen Lösung der Territorialkonflikte zwischen China und anderen Staaten, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton auf der ASEAN-Konferenz in Vietnam in Hinblick auf einen kürzlich eskalierten Streit zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

Verpackt in diplomatischen Nettigkeiten, war Clintons Botschaft dennoch eindeutig: China dürfe seine wachsende Wirtschaft und militärische Stärke nicht dazu benutzen, seine Nachbarn einzuschüchtern. In der Vergangenheit hatten ähnliche Ausführungen von Clinton und anderen US-Vertretern zu harscher Kritik von chinesischer Seite geführt. «Die Vereinigten Staaten haben ein nationales Interesse an der Freiheit der Meere und einem ungehinderten rechtmäßigen Handel», sagte Clinton in Hanoi. Im Falle von Konflikten um Meeresgebiete, sei man verpflichtet, diese friedlich und entsprechend gängigem internationalem Recht zu lösen.

Weltweit Sorge um chinesische Rohstoffexporte

Insbesondere zwischen China und Japan sind zuletzt die diplomatischen Spannungen nach einer Kollision eines chinesischen Fischkutters mit Schiffen der japanischen Küstenwacht in der Nähe einer von beiden Seiten beanspruchten Inselkette gewachsen. Die Außenminister aus China und Japan, Yang Jiechi und Seiji Maehara, waren deswegen bereits am Freitag bei einem Treffen am Rande der ASEAN-Konferenz zusammengekommen. Das Treffen sollte den Weg für eine Zusammenkunft zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan und dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao ebnen.

Japanische Firmen hatten bereits berichtet, die Rohstofflieferungen aus China seien seit dem 21. September unterbrochen. Dabei geht es vor allem um sogenannte «seltene Erden», die insbesondere in Hightech-Industrie Verwendung finden. Chinas Vorgehen hatte Hersteller weltweit alarmiert, da das Land ein Quasi-Monopol auf die Produktion des Rohstoffs besitzt. Clinton habe am Samstag aber eine Zusicherung von Außenminister Jiechi hinsichtlich des weiteren Exports der Rohstoffe erhalten, hieß es aus US-Kreisen. Dabei wurde nicht näher ausgeführt, worin genau diese Zusicherung von chinesischer Seite bestand.

cvd/news.de/ap

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