Der Dienstag in Kürze News am Morgen

Bundespräsident Christian Wulff beginnt heute seine Gespräche in Ankara. Während seiner Türkeireise will er sich vor allem für die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit in der Türkei einsetzen. Diese und andere News am Morgen.

Wulff (Foto)
Nun fängt die Arbeit an. Bundespräsident Wulff beginnt heute seine Gespräche in Ankara. Bild: ap

Bundespräsident Wulff beginnt Gespräche in Ankara. Zum Auftakt seines viertägigen Staatsbesuchs in der Türkei spricht Wulff heute in Ankara mit seinem Amtskollegen Gül und mit Ministerpräsident Erdogan. Als erstes deutsches Staatsoberhaupt hält er am Nachmittag vor der türkischen Nationalversammlung eine Rede. Wulff will sich in der Türkei insbesondere für die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit einsetzen. In der türkischen Zeitung Hürriyet warnt Wulff vor Pauschalurteilen zur Einwanderung etwa von Türken. Zu behaupten, eine ganze Gruppe könne und wolle sich nicht integrieren, halte er für falsch, sagte der Bundespräsident.

Deutsche Fregatte «Hamburg» fährt ans Horn von Afrika. Dort soll das Schiff an der von der Europäischen Union geführten Anti-Piraterie-Mission «Atalanta» teilnehmen. Hauptauftrag ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms mit Hilfslieferungen für Somalia. Die «Hamburg» ist das erste Schiff der neuen Fregattenklasse F 124, das an die somalische Küste geschickt wird. Sie löst die Fregatte «Köln» ab. Die rund 250-köpfige Besatzung wird während ihres Einsatzes durch zwei Bordhubschrauber unterstützt.

Porsche legt heute seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Beobachter erwarten von der Unternehmensführung Angaben zum Stand der geplanten Fusion von Porsche und Volkswagen, aber auch über Pläne für neue Modellreihen. Die Geschäftszahlen hatte der Stuttgarter Konzern bereits vergangene Woche veröffentlicht: Der operative Ertrag der Sportwagensparte stieg um mehr als 60 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, das höchste Geschäftsvolumen in der Unternehmensgeschichte. Der Mutterkonzern Porsche-Holding SE schnitt mit einem Verlust nach Steuern von 454 Millionen Euro besser ab als erwartet.

Euro-Finanzminister einigen sich auf Strafen für Defizitsünder. Bei einem Treffen in Luxemburg einigten sich die 16 Minister am Montagabend darauf, Verstöße gegen den Euro-Stabilitätspakt zu ahnden, wenn eine Mehrheit der Euroländer in einer Abstimmung einen Verstoß gegen die Bestimmungen festgestellt hat. Die Vereinbarung ist damit weniger streng als von der EU-Kommission angestrebt. Sie war für einen weitgehend automatisierten Mechanismus zur Ahndung von Verstößen gegen den Stabilitätspakt eingetreten.

Microsoft-Vordenker Ozzie verlässt das Unternehmen. Nach fünf Jahren bei Microsoft verlässt der Nachfolger von Bill Gates als Oberster Software-Architekt, Ray Ozzie, das Unternehmen. Microsoft-Chef Steve Ballmer gab die Personalie den Beschäftigten am Montag in einer E-Mail bekannt. Ozzie werde für eine Übergangszeit noch bei Microsoft bleiben und sich auf den Bereich Entertainment konzentrieren, hieß es in der Mail. Ein Nachfolger für Ozzie werde nicht gesucht.

105 Tonnen Marihuana in Mexiko sichergestellt. Elf Verdächtige wurden nach einem Schusswechsel mit der Polizei festgenommen, wie ein Sprecher der Streitkräfte erklärte. Die Drogen seien in 10.000 einzelnen Päckchen bei Razzien in drei Stadtvierteln von Tijuana an der Grenze zu den USA entdeckt worden. Der Sprecher bezifferte den Straßenverkaufswert des Marihuanas auf 4,2 Milliarden Peso (240 Miilionen Euro). Es ist die bei weitem größten Menge Marihuana, die in den vergangenen Jahren in Mexiko sichergestellt wurde.

Taifun auf den Philippinen kostet mindestens zehn Menschen das Leben. Der Wirbelsturm «Megi», der in Böen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 260 Kilometer pro Stunde erreichte, zog am Montag über den Nordosten des Landes hinweg. In der Provinz Isabela stürzten zahlreiche Bäume um, in vielen Gegenden fielen Strom und Telefonverbindungen aus, Straßen waren durch entwurzelte Bäume und Trümmer blockiert. Tausende Menschen hatten in Schutzunterkünften wie Schulen, Stadthallen und Kirchen Zuflucht gesucht.

Anne Hathaway litt bei Dreharbeiten für Love and Other Drugs. Schauspielerin Anne Hathaway hat die Dreharbeiten für ihren neuen Film Love and Other Drugs als große emotionale Herausforderung erlebt. «Ich war von Anfang bis Ende ein Wrack», sagte die 27-Jährige der Zeitschrift Vogue: «Ich glaube, ich habe an jedem einzelnen Tag geweint.» In dem Film gehe es um Vertrauen in einer Beziehung, und das habe sie an ihren Ex-Freund Raffaello Follieri erinnert, der derzeit wegen Steuerhinterziehung, Betrug und Geldwäsche im Gefängnis sitzt. Sie hasse es, über den Bruch mit Follieri zu reden, denn sie wolle nicht, dass sie über dieses Thema definiert werde, betonte Hathaway. Doch einen Film über Vertrauen zu drehen, sei vor diesem Hintergrund eine echte Herausforderung für sie gewesen.

In den kommenden Tagen wird es sehr frisch. Bei vielen Wolken erreichen die Temperaturen kaum zweistellige Werte, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Heute breitet sich ein Regengebiet nach Südosten hin aus, später heitert es von Nordwesten her auf und bei wechselnder Bewölkung gibt es Schauer, an der Nordsee auch Gewitter. Es werden Höchstwerte zwischen fünf Grad in den östlichen Mittelgebirgen und zwölf Grad im Emsland erreicht. Dazu weht mäßiger, in freien Lagen frischer, in Böen starker bis stürmischer Südwestwind. In der kommenden Nacht muss mit teils schauerartigen Niederschlägen gerechnet werden. Die Temperaturen sinken auf sechs bis ein Grad.

Arbeitslose, deren beste Freunde einen Job haben, finden schneller selbst eine neue Stelle. Das belegt eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). So fand von mehr als 3.000 untersuchten Nichtbeschäftigten jeder fünfte innerhalb eines Jahres einen neuen Job. Waren die drei besten Freunde ebenfalls arbeitslos, lag die Erfolgsquote bei unter zehn Prozent. Gingen alle drei einer Beschäftigung nach, erhöhte sich die Chance auf fast 30 Prozent. Unter Berücksichtigung möglicher anderer Einflussfaktoren ermittelten die Wissenschaftler eine durchschnittliche Steigerung der «Jobfindungsrate» um 3,7 Prozentpunkte für jeden zusätzlichen Freund mit Arbeitsplatz.

cvd/kas/news.de/dapd/ddp

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