Protest gegen Neonazi-Demo
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Tausende Bürger haben in Dortmund gegen einen Aufmarsch von knapp 500 Rechtsextremisten demonstriert. Während die fast 40 Gegendemonstrationen größtenteils friedlich abliefen, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Neonazis.
Bei ihrer Anreise verließen etwa 500 Rechtsextremisten fluchtartig ihren Zug und marschierten in Richtung Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Beamte hielten den Zug der Rechtsextremisten auf und konnten die Neonazis einschließen. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die eigentliche Kundgebung der Rechtsextremisten fand in der Nähe des Dortmunder Hafens statt.
Bundesverfassungsgericht genehmigte Neonazi-Demonstration
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte erst am Vormittag mit einer Eilentscheidung die Neonazi-Demonstration erlaubt. Am Freitag war der geplante Aufmarsch der angemeldeten Rechtsradikalen noch vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen untersagt worden. Die Verwaltungsrichter hatten ein von der Polizei verhängtes Demonstrationsverbot bestätigt.
In der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs kam es laut Polizei zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Polizeibeamte durch linksextreme Gegendemonstranten, bei denen ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde. Wegen des Verdachtes des Landfriedensbruchs nahm die Polizei 111 Personen des linksextremen Spektrums vorläufig fest. Die Linke bezeichnete den Polizeieinsatz als «übermäßig». Insgesamt wurden bei den ansonsten friedlichen Gegendemonstrationen, zu denen unter anderem Parteien, Kirchen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, bis zu 20.000 Menschen erwartet.
Sprengstoffanschläge befürchtet
Nach Auffassung der Verwaltungsrichter und der Polizei bestand in Dortmund die Gefahr von Sprengstoffanschlägen durch Neonazis. Ein mittlerweile verhafteter 19-jähriger Neonazi aus Aachen stand unter Verdacht, Anschläge vorbereitet zu haben. Behördenangaben zufolge soll der junge Mann am 1. Mai bei einer Demonstration von Rechtsextremisten in Berlin-Pankow mehrere Sprengsätze mit sich geführt haben. Als er von der Polizei kontrolliert werden sollte, war er zunächst geflüchtet. Dabei hatte er Bestandteile von Sprengsätzen weggeworfen.
Nach Angaben des Dortmunder Polizeipräsidenten soll der Tatverdächtige Verbindungen zur rechten Szene in Dortmund gehabt und sich auch mehrere Tage dort aufgehalten haben. Bereits am 1. Mai 2009 hatte es in Dortmund einen gewalttätigen Angriff von Neonazis auf die DGB-Kundgebung gegeben.
cvd/che/news.de/ddp
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Flaschen und Böller werden üblicherweise immer von leeren Flaschen benutzt sobald die Argumente ausgegangen sind.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn die Gegendemonstranten so friedlich waren, frage ich mich aber wieso 131 friedliche Gegendemonstranten festgenommen worden sind durch die Polizei und nur 25 gewalttätige Rechtsradikale. Verschwimmen da etwa die Dimensionen
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