Söders Bannstrahl trifft Röttgen
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Im Vorfeld des Atom-Gipfels gibt es Streit. Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) geht auf Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) los. Der Landespolitiker wirft seinem Bundeskollegen «Trickserei» in Sachen AKW-Laufzeitverlängerung vor.
«Sein Verhalten in der Frage der Laufzeitverlängerung ist eine Hypothek für die Verhandlungen», sagte Söder der Bild-Zeitung. Laut Söder löst diese Kritik bei den Standortländern große Enttäuschung aus. «Wir sind grundlegend irritiert», sagte der Landesminister dem Online-Portal des Blattes. «Wir weisen die Kritik an der Kanzlerin zurück.» Röttgen versuche durch Trickserei die Entscheidung zu verzögern. Die Koalition habe sich immer klar für eine Laufzeitverlängerung ausgesprochen. Und die Kanzlerin versuche, auf seriösem Wege Klarheit zu schaffen.
Söder geht von einer Laufzeitverlängerung im zweistelligen Bereich aus: «Ein möglicher Kompromiss wäre, ältere Kraftwerke nur 10 Jahre, die jüngeren bis zu 15 Jahre länger am Netz zu lassen.» Auch die Äußerung Röttgens, man müsse die Meiler durch Umbauten gegen Flugzeugabstürze sichern, kritisiert Söder scharf. «Das ist eine Frage der Luftsicherheit und nicht der baulichen Nachrüstung.» Es brauche einen klaren Kurs in der Energiepolitik. Nach Informationen der Zeitung beraten sich die Koalitionsspitzen am Samstag ab 10.00 Uhr in einer Telefonkonferenz. Am Sonntag kommen die Politiker ab 14.00 Uhr zum Atom-Gipfel im Kanzleramt zusammen.
oro/news.de/ddp
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