Was ist ein Jude?
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Von Gil Yaron
Artikel vom 01.09.2010
«Was ist ein Jude?» - über diese Frage streiten Rabbiner, Historiker und Philosophen seit Jahrhunderten, lange bevor Thilo Sarrazin damit die deutsche Öffentlichkeit aufregte. Eine neue Studie soll jetzt beweisen, dass eine Verwandtschaft von 90 Prozent der Juden miteinander besteht.
«Was ist ein Jude?» In Israel hat diese Frage finanzielle und politische Bedeutung: Nachkommen jüdischer Großeltern können hier umgehend Staatsbürger werden und erhalten erhebliche staatliche Zuwendungen, wie Krankenversicherung und Sozialhilfe. Einwanderer müssen ihre jüdische Herkunft dokumentieren. Als in den 1990er Jahren mehr als eine Million Bürger der ehemaligen Sowjetunion nach Israel auswanderten, verdienten Fälscher ein Vermögen. Doch die Behauptung, jüdischer Herkunft zu sein, könnte künftig mit einem Bluttest widerlegt werden.
In einer Studie menschlichen Erbmaterials untersuchten Forscher die genetische Verwandtschaft verschiedener Bevölkerungsgruppen und wollen Antworten gefunden haben über Herkunft und Geschichte des jüdischen Volkes. Die Forschungsergebnisse könnten medizinisch und historisch wertvoll sein, taugen aber nicht, um daraus politische Schlüsse zu ziehen.
Mehr als drei Jahre lang untersuchte ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Karl Skorecki am Technion in Haifa (Israel) und Professor Richard Villems von der Universität in Tartu (Estland) das Erbmaterial von 1287 Menschen. Die erste Analyse ihrer Daten konzentrierte sich auf die Unterschiede zwischen 121 Juden aus 14 verschiedenen Gemeinden und 1166 Nicht-Juden aus 69 verschiedenen Regionen. Dabei verglichen sie mehr als 600.000 so genannte genetische MarkerMarker dienen Forschern, um den Grad genetischer Verwandtschaft zu bestimmen. Das Genom ist der Bauplan eines Organismus.
aus dem gesamten Genom.
Eine Analyse dieser Mutationscluster, kurz SNPs genannt, oder Fleckenmuster, gibt Aufschluss darauf, wie verwandt Bevölkerungsgruppen sind und wann sie begannen, sich unterschiedlich zu entwickeln.
Die neue Studie in dem renommierten Wissenschaftsjournal Nature ist ein neuer Beitrag zu einem heftig umstrittenen Thema. Ihre Ergebnisse widersprechen der These des israelischen Forschers Schlomo Sand, laut der die Juden von heute nicht vom biblischen Volk abstammten, sondern Nachkommen von ProselytenProselyten sind die "Herzugekommenen" (griech.), gemeint sind zum Judentum konvertierte Heiden. Das Judentum um die Zeit Jesu war oftmals missionarisch, so dass einige Heiden das mosaische Gesetz befolgten und sich auch beschneiden ließen.
vieler Völker seien. Das Genom von Aschkenasen, Juden aus Europa, und Sepharden, Juden aus Nordafrika und arabischen Staaten, enthält laut der neuen Studie aufgrund von Mischehen zwar Genmaterial aus den Völkern ihrer Umgebung. Das Aussehen von Juden weltweit ist deswegen, im Gegensatz zum antisemitischen Stereotyp, nicht einheitlich.
Sind 90 Prozent der Juden miteinander verwandt?
Insgesamt stünden Sepharden und Aschkenasen sich demnach genetisch aber näher als ihrer nicht-jüdischen Umgebung. Insgesamt seien 90 Prozent der Juden so eng verwandt wie Cousins fünften Grades. Das ließe sich nur dadurch erklären, dass sie gemeinsame Vorfahren haben und nur selten mit Nicht-Juden Kinder zeugten. Die Mutationen geben laut den Forschern auch Auskunft über die Herkunft jüdischer Gemeinden: Ihr Genom ähnelt dem der Drusen, Zyprioten und Samariter, Ureinwohnern der Levante. So seien die meisten heutigen Juden Nachkommen des nahöstlichen Volkes der Bibel, das in den Jahren 70 und 135 n. Chr. von den Römern vertrieben wurde.
Andere Studienergebnisse widersprechen klassischem historischen Wissen: Das Genom der Palästinenser war sehr homogen und ähnelte dem der Saudis und Syrer. Dies überrascht angesichts der wechselhaften Geschichte Palästinas, das in den vergangenen 2000 Jahren zig Mal erobert wurde. «Es könnte sein, dass unser Sample hier zu klein war», gibt Skorecki zu.
Eine Instrumentalisierung durch Politiker ist eine Horrorvision
Skorecki interessiert sich hauptsächlich für die medizinische Anwendung seiner Studie: «Um festzustellen, wie Krankheiten von Umweltfaktoren oder Erbmaterial beeinflusst werden, müssen wir zuerst wissen, wie homogen das Genom der Bevölkerung ist», sagt Skorecki: «Vor Organtransplantationen überprüft man heute nur eine kleine Anzahl von Genen. Dank unserer Forschungsergebnisse könnten wir in Zukunft vielleicht viel besser bestimmen, welche Spender und Organempfänger zusammenpassen.» Der Artikel in Nature sei nur der erste einer ganzen Reihe geokanter Veröffentlichungen, die auf dem Datenset basierten.
Eine Instrumentalisierung durch Politiker sei eine Horrorvision: «Die Frage, wer ein Jude ist, ist metaphysisch. Kein Bluttest kann herausfinden, ob jemand übergetreten ist oder einer seiner Vorfahren den jüdischen Glauben angenommen hat», sagt Skorecki. Die Studie betont, dass Juden «ein Aggregat ethnisch-religiöser Gemeinden sind, deren Mitglieder weltweit sich aufgrund geteilter religiöser, historischer und kultureller Traditionen miteinander identifizieren.» Gleichzeitig gibt Skorecki jedoch zu, dass seine Studie künftig dazu missbraucht werden könnte, den Anspruch von Neueinwanderern, ursprünglich jüdischer Herkunft zu sein, wissenschaftlich zu widerlegen.
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Dieser 'Stammbaum' der 'Juden' (Iudex/ Richter) stammen alle von der selben Mutterlinie wobei alle den selben ' mitrondrial' dna marker haben, genau wie 'bienen' alle von derselben bienenkoenigin stammen. Man sollte sich also bei herr Sarrazin entschuldigen wenn man was negatives in seinen Reden interpretierte. Es ist also nicht rassistisch was herr Sarrazin sagte, da man die angehoerigkeit eines stammes, nicht nur juden, durch dna bestaetigen kann.
jetzt antwortenKommentar meldenBitte erlauben sie mir etwas richtig zu stellen; das wort 'jude' kommt vom lateinischem wort, ' iudex' was ' richter' bedeudet( judicial system) Welches nichts mit dem englishen wort des 17ten jahrhunderts, ' jew' zu tun hat( iew) iewes, oder ;jebusites waren die einwohner von ' jebus; ( heute ;;jerusalem.
jetzt antwortenKommentar meldenMich interessiert in diesem Zusammenhang folgendes: Wenn Juden nur untereinander Kinder gezeugt haben, sich also nicht (oder fast nicht) mit ihren Wirtsvölkern vermischt haben, ist DAS nicht Rassismus pur? Ich finde bei dieser ganzen Diskussion werden einige Dinge handfest auf den Kopf gestellt. Mollus
jetzt antwortenKommentar meldenDas mediale Kampfvolk hetzt unter dem Deckmantel der Pressefreiheit im Auftrag der sogenannten Vorsager gegen alles was eine eigene Meinung hat. Sollte mal geklärt werden, wie viele konvertierte Juden aus Rußland nach 1990 in Israel oder im verruchten Deutschland angekommen sind, dann wäre auch geklärt, warum die jüdischen Gemeinden in Deutschland klagen, das so wenige in den Gemeindehäusern angekommen sind. Alle, auch andere Zuwanderer sind in erster Linie in die Sozialsysteme eingewandert, weil es so etwas nur in Deutschland gibt. Wer da wieder raus kommt, war integrationswillig.
jetzt antwortenKommentar meldenHa, Ha, dann sollten einige in den obersten Etagen mal ganz still sein, oder ? ... und diesem Forum auch ...
jetzt antwortenKommentar melden.... 'wissenschaftlich den Juden 'rassiert. Hitler und Mengele waren da unter Anderem ganz scharf dran. Und was dieses andauernde Thema mit seinem, mal wieder, jetzigen Hoehepunkt letztendlich bezwecken soll weis ich nicht wirklich zu beurteilen. Irgendwie automatisch-gegenseitig ausgeschlossen, werden dann immer die 'uebrigen, typischen Beschreibungen. ... Juedisch ist eine Religion, .. ein Volk, .. ein Staat, .. Israeli, ... Was auch immer gerade angesagt, scheinen? die Absichten, von welcher Seite auch immer, keiner positiven Natur. Gilt das nicht auch fuer so vieles Andere? "Human Nature"
jetzt antwortenKommentar melden"Was ist ein Jude?"?? .. Ja Super, .. jetzt hat man gerade vehement und angebracht den 'Thilo unter Anderem fuer seinen 'Judenspruch gekreuzigt! Kurz empoerte man sich heftigst, um unverzueglich darauffolgend mit genau dem selben, beschissenen 'Judenspruch aufzuwarten. 'Boese natuerlich, das Ganze politisch zu missbrauchen, haelt aber nicht davon ab dem Juden, auch lausig wissenschaftlich, einen 'Rassestempel zu verpassen, womit man erstens zu Sarrazins 'haesslichen Ausfuehrungen konfirmiert und juedische Rassenrelevanz (wieder) verumgangsfoermlicht. Da hat schon mal 'Jemand politisch und ....
jetzt antwortenKommentar meldenJournalisten haben von nichts ne Ahnung.Danke Jiry,du scheinst alle zu kennen,danke! Keine Zeitungen und Zeitschriften mehr,kein Radio, kein Fernsehen,keine Informationen über Chemie,Physik,Mathematik,Medizin,Meerestechniken,Bergbau,Theater,Arbeitstechniken,Musik,Nahrungsmittel,Pflegemittel,Kulturen,Sitten,Religionen,Länder,Farben,Baumaterialien,Metallurgie....jegliches aufgeschriebene Kulturgut verbrennen. Wieder einer von den 80 Prozent,die der Sarrasani wohl meint,der Angst vor2Neuem"hat. Beispiele von Unterwanderung durch Dummheit.Alle BRD-Einwohner auf ihre Demokratietauglichkeit testen!
jetzt antwortenKommentar meldenDann dürften Journalisten nichts mehr schreiben. Sie haben von nichts ´ne Ahnung, schreiben aber über alles. Und was noch schlimmer ist geben auch noch ihren Kommentar dazu
jetzt antwortenKommentar meldenIst T. Sarrazin ein Genetiker? Nein, also wen jemand keine Ahnung hat soll die Klappe halten.
jetzt antwortenKommentar meldenZu verweisen ist auf die Rede von Benjamin H. Freedman im Willard Hotel, Washington D.C. 1961. Bild Dir Deine Meinung!
jetzt antwortenKommentar meldenHallo Braunless, das haben sie sehr gut erkannt. Diese Schreiberlinge drehen die Aussagen immer so, dass der Stress los geht. Da wird immer gleich "haltet den Dieb" geschrien, ohne dass was passiert ist. Na, und das Judenthema ist sowieso fest mit "Hetze" besetzt. Wenn da jemand was gegen Israelies sagt, dann ist das ein Nazi.
jetzt antwortenKommentar meldenDie größten Hetzer sind nicht diejenigen die sich intellektuell mit aktuellen gesellschaftlichen Probelemen befassen, sondern die Schlagzeilenverkäufer unter den Journalisten, die dem Bürger die heile Welt herbeilügen wollen. Alleine die reißerische Headline "Was ist ein Jude", zeigt mir wie einfältig Journalisten mit ihrer Arbeit zu Werke gehen. Dass wir alle, unterschiedliche Erbanlagen haben müssen, ist nicht wegzudiskutieren. Oder haben wir etwa alle den selben Fingerabdrücke oder sehen alle gleich aus? Aber der Jude ist mir näher, er ist christgläubig, wie ich.
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