Mo., 13.02.12

USA Eine Billion für den Krieg im Irak

Artikel vom 01.09.2010

US-Präsident Barack Obama hat offiziell den Irakkrieg der Amerikaner beendet. Zugleich zog er in einer Rede an die Nation eine bittere Bilanz über siebeneinhalb Jahre Krieg. Er gedachte der über 4400 gefallenen Amerikaner und der 32.000 Verwundeten.

Obama - der den Krieg von Anfang an abgelehnt hatte - räumte offen ein, dass die USA einen hohen Preis für den Krieg bezahlt hätten. Es sei im Interesse des Iraks, aber auch im Interesse der USA, dass dieser Krieg jetzt zu Ende gehe, sagte er am Dienstagabend (Ortszeit). Nun liege die Zukunft des Landes in den Händen der Iraker.

Eindringlich betonte Obama auch die ökonomischen Kriegskosten. «Wir haben mehr als eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben, häufig finanziert mit geliehenem Geld aus dem Ausland.» Dies habe notwendige Investitionen im eigenen Land verknappt und zu Rekordschulden beigetragen.

Jetzt komme es darauf an, dass Amerika diese Unsicherheiten überwinde. «Wir müssen der Industrie, die Arbeitsplätze schafft, Starthilfe geben und unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl beenden.»

Allerdings räumte er ein, dass es nach wie vor Gewalt im Irak gebe. Auch der Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaida gehe weiter. Daher würden die USA dem Irak weiter beistehen. «Unsere Kampfmission geht zu Ende, nicht aber unsere Verpflichtung für die Zukunft des Iraks», sagte Obama.

Obama betont Führungsanspruch der USA in der Welt

Zugleich machte er klar, dass er an dem Abzugstermin aus Afghanistan festhalte. Dort sollten die US-Truppen sich ab Juli 2011 zurückziehen. Die Geschwindigkeit des Abzugs werde allerdings von den Verhältnissen in dem Land abhängen. Er appellierte auch an die Eigenverantwortung der Afghanen. «Wir können nicht für die Afghanen tun, was sie am Ende für sich selbst machen müssen.» Ein Krieg ohne Enddatum sei weder im Interesse des afghanischen Volkes noch im Interesse der USA.

Obama betonte den Führungsanspruch Amerikas in der Welt. Ausdrücklich nannte er das Eintreten für Frieden im Nahen Osten. «Ein neuer Anstoß» für Frieden in Nahost beginne an diesem Mittwoch in Washington, meinte er mit Blick auf die neue Runde der Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern.

Eindringlich verwies Obama auf die schwierige Wirtschaftslage im eigenen Land. Auch nach der Rezession gebe es «große Unsicherheit für viele Amerikaner». Der Führungsanspruch der USA lasse sich dauerhaft nur durchsetzen, wenn es Amerika wirtschaftlich gut geht.

mac/ivb/news.de/dpa
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USA: Eine Billion für den Krieg im Irak » Politik » Nachrichten

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Leserkommentare (3)
  • Kommentar: 3
  • 23.09.2010 13:32
von
Marco Wegener

Eindringlich betonte Obama auch die ökonomischen Kriegskosten. «Wir haben mehr als eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben, häufig finanziert mit geliehenem Geld aus dem Ausland.» Dazu muß man sagen, daß für die Amis Billionen Dollar in Wirklichkeit nur Milliarden Dolar sind. Den Rest an ca. 9 Milliarden Dollar hat unsere Bundesregierung von unseren Steuergeldern geschänkt, nach dem sie bereits für den Golf-Krieg den Amis und ihren "Verbündeten" insgesamt 18 Milliarden geschenkt hat. Nicht vergessen, daß der Wiederaufbau in beiden Fällen aus unseren Steuergeldern finanziert wurde und wird.

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  • Kommentar: 2
  • 23.09.2010 13:23
von
Marco Wegener
Antwort auf Kommentar 1

Genau! Auch die 5 Millionen Iraker, die zuvor durch Witschaftsembargo der westlichen Länder am Hunger gestorben sind interessiert die Verbrecher nicht.

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  • Kommentar: 1
  • 01.09.2010 20:11
von
wurzelei

Und was ist mit den toten Irakern? Die scheint kaum jemand zu interessieren.Scheinheilige "westliche Wertegesellschaft". Es geht doch nur um Geld in jeder Art und Form: die USA sind nur gemeine Kriegsverbrecher, siehe auch Afghanistan samt Sklaven wie BW. Wer steuert sie, möglicherweise aus Nahost? Man sollte mal die Pässe der Führungsfiguren bekannt machen, alle, nicht nur die gefälligen!

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