Über Hürden zum deutschen Pass
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Von Tatjana Bojic
Artikel vom 01.09.2010
Mit welchen Worten beginnt die deutsche Nationalhymne, und für wie viele Jahre wird der Bundestag gewählt? Seit zwei Jahren werden solche Themen mit einem Einbürgerungstest erfragt. Nach anfänglicher Kritik ist das Modell eine Erfolgsgeschichte.
Rund 98 Prozent der Ausländer, die Deutsche werden wollen, bestehen ihn mit Bravour. Im Eiltempo haben eine Frau aus der Ukraine und ein Mann aus dem Kosovo am 27. September 2008 den ersten Einbürgerungstest in Baden-Württemberg absolviert. Die beiden Teilnehmer hatten die 33 Fragen an der Volkshochschule (VHS) in Geislingen/Steige im Kreis Göppingen in nur sieben Minuten beantwortet und locker mit «sehr gut» bestanden. «Wir waren ganz von den Socken. Eigentlich hatten die beiden für den Test eine Stunde Zeit gehabt», sagte damals VHS-Leiter Franz Nuber.
Ist der Test notwendiger Prüfstein oder Schikane und Misstrauen? Auf dem Weg zum deutschen Pass müssen Ausländer diese Prüfung bundesweit einheitlich seit dem 1. September 2008 bestehen. Dabei wird Grundwissen in Politik, Geschichte und Gesellschaft abgefragt. Aus den rund 300 im Internet veröffentlichten Fragen wählt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg jeweils 33 für die Prüfung an den VHS aus. Die Teilnahme kostet 25 Euro und kann beliebig oft wiederholt werden.
Nach zwei Jahren zeigt die Statistik, dass der Einbürgerungstest für die meisten Ausländer eine gut zu überwindende Hürde ist: Nach BAMF-Angaben nahmen vom 1. September 2008 bis zum 31. März 2010 bundesweit 106.831 Menschen am Einbürgerungstest teil - 105.205 von ihnen erfolgreich. Die meisten Teilnehmer kamen aus dem Irak, der Türkei, Polen und der Ukraine.
Staatsexamen befreit vom Test
Nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums hat sich der Test bewährt. «Wir ziehen ein positives Fazit», sagt der Parlamentarische Innenstaatssekretär Ole Schröder (CDU). 98 Prozent der Teilnehmer bestünden den Test im ersten Anlauf. «Der Einbürgerungstest führt dazu, dass sich die neuen Staatsbürger mit staatsbürgerlichen Fragen beschäftigen müssen», sagt er. Nach seinen Angaben nahmen bis zum 30. Juni dieses Jahres insgesamt rund 120.000 Menschen an dem Test teil.
Laut Sebastian Plüer, Fachbereichsleiter Sprachen an der VHS in Tübingen, gibt es eine relativ große Nachfrage der Teilnehmer. «Es war bisher auch kein Kandidat dabei, der mehr als 30 Minuten für den Test gebraucht hätte. Es gab am Test fast keine Kritik seitens der Teilnehmer».
Das war nicht immer so: Die Stuttgarter CDU/FDP-Landesregierung musste beispielsweise einige Monate nach Einführung des Tests nachjustieren. Nach Beschwerden mehrerer Akademiker lockerte das Land die Regeln. Wer an einer deutschen Hochschule erfolgreich beispielsweise Jura, Politik oder Verwaltungswissenschaft studiert hat, muss die Prüfung nicht mehr ablegen. Akzeptiert werden das 1. Staatsexamen sowie alle akademischen Grade wie Diplom, Magister, Bachelor oder Master. In einigen anderen Bundesländern gibt es schon entsprechende Ausnahmeregelungen.
Wie Schröder erklärt, werden die Testfragen regelmäßig evaluiert und angepasst. Beispielsweise sei nach der Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten die Frage nach dem Staatsoberhaupt kurzfristig herausgenommen worden - so lange, bis Wulff sich als neuer Bundespräsident bei der Bevölkerung eingeprägt habe.
mac/news.de/dpa
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Was gibt es nicht alles für einen Schwachsinn wie Einbürgerungstest ect und dann den deutschen Pass. Als Deutscher in Brasilien habe ich weiter den deutschen Pass fühle mich auch weiterhin als Deutscher habe mich aber von Anfang an an die Regeln des Gastlandes gehalten und arbeite auch.Nun nach mehreren Jahren könnte ich auch die Staatsbürgerschaft beantragen was wiederum einen Prüfungsprozess mit sich bringen würde auch müsste ich dann die deutsche ablegen. So und nur so kann das Staatswesen funktionieren zunächst gibt es Verantwortung fürs eigene Volk anderes ist Verrat nationaler Interessen
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