SPD-Führung billigt Rentenkompromiss
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Die strittige Rentenfrage ist gelöst: Das SPD-Präsidium hat dem Vorschlag der Parteispitze um Sigmar Gabriel zugestimmt. Die Rente mit 67 soll jetzt erst später kommen. Die Aussetzung der Reform soll im Herbst beantragt werden. Kritik gibt's von der CDU.
Der Kurswechsel bei der Rente mit 67 ist beschlossene Sache: Das SPD-Präsidium stimmte dem von Parteichef Sigmar Gabriel, Generalsekretärin Andrea Nahles und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erarbeiteten Kompromissvorschlag zu. Demnach soll die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters erst beginnen, wenn die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Mit dem Beschluss handelte sich die SPD umgehend Kritik aus der Union ein.
Solange die Arbeitsmarktchancen der Älteren so gering seien wie heute, könne die Reform nicht beginnen, begründete Gabriel den Umschwung in der Rentenfrage. Bislang sind nur 21,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dem Willen der SPD soll darum erst 2015 erneut geprüft werden, ob Voraussetzungen für die Erhöhung des Renteneintrittsalters vorliegen. Gabriel betonte, dass das geltende Gesetz eine derartige Überprüfung verlange.
Nach dem sogenannten «Gesetz über die Rente mit 67» beginnt die schrittweise Verlängerung der Lebensarbeitszeit 2012 und endet 2029. Präsidiumsmitglied Olaf Scholz verteidigte die Pläne, die Rentenreform zu verschieben. «Die Realität ist eben anders als erhofft», sagte er.
Bundestagsfraktion werde Aussetzung der Reform beantragen
Gabriel kündigte an, die SPD-Fraktion werde die Aussetzung der Rente mit 67 Jahren im Herbst beantragen, sollte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Reform wie geplant 2012 beginnen wollen. Dieses Vorgehen sei mit Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier abgestimmt. Ob es auf dem SPD-Bundesparteitag Ende September zu einer Abstimmung über den Rentenkompromiss kommen wird, blieb unklar. Gabriel sagte, es gebe hierzu mehrere Anträge, über die die zuständige Kommission zu entscheiden habe.
Bis zuletzt parteiinterne Kritik am Kompromiss
Bis zuletzt wurde in der SPD über den Rentenkompromiss gestritten. Sachsen-Anhalts Finanzminister Yens Bullerjahn hatte noch am Morgen für den Einstieg in die Rente mit 67 ein festes Datum gefordert. Das sei besser für die Planung der Menschen und «die politische Verlässlichkeit der SPD», hatte er argumentiert.
Heftige Kritik kam zudem vom früheren Arbeitsminister und späteren SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering. Er hatte mehrfach an seine Partei appelliert, an dem von der Großen Koalition 2007 beschlossenen Gesetz festzuhalten. Zustimmung war aus mehreren Landesverbänden gekommen, darunter Hessen und Schleswig-Holstein.
Gröhe: SPD taucht weg
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kritisierte den Rentenkompromiss der SPD. «Die Rente mit 67 ist und bleibt richtig und ist aus gutem Grund so beschlossen worden», sagte Gröhe nach einer Präsidiumssitzung seiner Partei. Die SPD tauche bei diesem Thema weg. Die CDU hingegen stehe «zu dem, was richtig ist», und werbe dafür. Die demografische Entwicklung bringe es zwingend mit sich, dass länger gearbeitet werde.
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt nannte SPD-Chef Gabriel einen «Rententäuscher». Wider besseres Wissen wolle er vorgaukeln, dass es eine Alternative zur Rente mit 67 gäbe. Der «dürre Formelkompromiss» könne nicht vertuschen, «dass die SPD vor der Zukunft kapituliert und von Politik aus Verantwortung nichts mehr wissen will».
hav/news.de/ap
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Es ist ja schön und gut das , dass die SPD die Rentenreform Rente mit (67) billigt .Doch die Frage stellt sich , billigen die Bürger dies auch . Entscheidungen über den Köpfen der Wähler zu treffen , die Parteien haben doch bemerkt das weniger zur Wahl gegangen sind , wollen sie da raus nicht entlich lernen . Ich glaube den Politikern ist die Meinung der Bevölkerung egal , da her ist mir persönlich eine Wahlbeteiligung ebenfalls egal . Last die Wähler entlich mit reden .
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